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Herrschaftszeiten! Vom Leben unter Männern
 
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Herrschaftszeiten! Vom Leben unter Männern [Gebundene Ausgabe]

Friederike Girst
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
  • Verlag: DUMONT Literatur und Kunst Verlag; Auflage: 1 (24. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832195211
  • ISBN-13: 978-3832195212
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 388.351 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Dieses Buch ist kein Manifest. Es ist schlimmer, es ist die Wahrheit! (...) ein Buch mit klugen Skizzen, Geschichten und Beobachtungen über die Geschlechterrollen in heutiger Zeit." SPIEGEL "Eine außerordentlich lesenswerte Anthologie (…) denn das Patriarchat schwächelt zwar, existiert aber noch." SZ "Nichts ist besser als die Wahrheit (...).Nachdenkliche, witzige, bissige Texte für alle, die darüber räsonieren, wer warum in diesem Land die Hosen anhat." STERN "Das Buch ist gerade kein Manifest geworden, sondern eine durchaus unterhaltsame, vielstimmige Suada." FAZ "Spannend!" WAZ „Der Band hat etwas von einer durchwachsenen Konfektauswahl: Man kann sich an dem einzelnen Stück kaum den Magen verderben, andererseits sind phantastische Ingwerteile darunter, die das bereits routinierte „Leben unter Männern“ energetisch würzen.“ NZZ

Kurzbeschreibung

Auch wenn es uns nicht immer bewusst ist, etwa weil wir eine Kanzlerin haben oder in der Ausbildung die Männer überflügeln: Wir leben im Patri archat! Allein die Statistiken sprechen Bände. Dieses Buch versammelt siebzig spannende Beiträge von prominenten Frauen aus Kultur, Kunst, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft. Von der missmutigen Beobachtung des eigenen Sohnes über frauenfreundliche Sinnsprüche des Dalai Lama bis zu Netzstrümpfen im Büro: Die Autorinnen und Künstlerinnen setzen sich auf höchst unterschiedliche Weise mit der Rolle auseinander, die ihnen auf den Leib geschrieben ist. In Erzählungen, Kunstwerken, Formeln umkreisen sie geistreich ihren (Berufs-)Alltag im 21. Jahrhundert und zeigen dabei, welch kreative Antworten sie auf das Patriarchat gefunden haben.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Herrschaftszeiten ist ein sehr kurzweiliges Buch, von Comic bis Interview, von Statement bis zur lyrischen Form ist alles enthalten. Die Beiträge sind bewusst kein Buch nach der Art " Frauen sind toll, sind Spitze....", sondern beschreiben sarkastisch, klar und sehr kontrastreich die Sicht von Frauen in Deutschland, auf das Land, die Männer, die Struktur der Gesellschaft. Von Katja Kipping bis Juliane Köhler, von bitteren bis hoffnungsvollen Beschreibungen ist alles dabei, ein Mutmachbuch und Nachdenkbuch und absolute Pflicht für alle, die in der Branche arbeiten - ebenso ein fröhliches Geschenk für Mütter, Tanten, Schwestern und natürlich die drittbeste Freundin...Sehr zu empfehlen, nur das Cover ist nicht gerade der Hit....
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mimir TOP 1000 REZENSENT
»Dieser Sammelband ist ein Beitrag zur Lagebestimmung des Geschlechterverhältnisses in der westlichen Welt zu Beginn des neuen Jahrtausends. Er soll Missstände ebenso aufzeigen wie Absurditäten und gesellschaftliche Schieflagen. [Er] versammelt 85 Beiträge von prominenten Frauen « (und einen von Lilo Wanders) »aus Kultur, Kunst, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport. Anekdotisch und gut gelaunt bis launisch schildern sie ihre ganz persönliche Einstellung zum Ist-Zustand des Patriarchats. Mal ernst, mal ironisierend, mal provokativ präsentieren die Autorinnen ihre originellen wie gänzlich verschiedenen Beiträge. «

Diesem Anspruch wird das Werk gerecht. Dabei reichen die Beiträge von einer 'netten' Geschichte der Nachrichtensprecherin Dagmar Berghoff über einen typisch offen schockierenden, makabren und zynischen Beitrag von Sibylle Berg bis hin zu kurzen, sehr subjektiven Berichten von Ursula Engelen-Kefer und Charlotte Knobloch. Die zahlreichen Texte und die unterschiedlichen optischen Beiträge sind skurril, intellektuell, ketzerisch, politisch, ironisch, persönlich. Sie zeigen vielfältige Sichtweisen, geben Anstöße oder regen zum Nachdenken an.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger meint beispielsweise, »von einer formalen, einer Gleichberechtigung de jure kann durchaus gesprochen werden - von einer Gleichberechtigung de facto sind wir aber noch weit entfernt.« Das oft zitierte Patriarchat wird hart hinterleuchtet oder dessen Existenz in unserer heutigen Gesellschaft sogar in Frage gestellt. Susanne Kronzucker stellt ein weibliches Privileg mit einem Augenzwinkern in den Vordergrund: »Ich möchte weder ledig noch kinderlos, nicht alleinerziehend sein und auch nicht Vollzeit arbeiten.« Christiane zu Salm benennt einen weiteren Vorteil: »Denn das Schönste am Frausein in Führungspositionen ist und bleibt für mich: das Unterschätztwerden. Die Geschäfte laufen so einfach besser.«

Insgesamt stellen die vielstimmigen Beiträge eine breit gefächerte Bestandsaufnahme zur Geschlechterdifferenz aus verschiedenen Blickwinkeln und Erfahrungshorizonten dar. Leider werden manche aktuellen Problemfelder wie der 'körperliche Normierungswahn' (nach Claudia Roth) oder Veränderungen in den Einstellungen der Jugendlichen, die Ute Frevert anspricht (»Die jüngste Männerstudie der katholischen und protestantischen Kirchen weist aus, dass das Bild des 'modernen', partnerschaftlich denkenden Mannes gerade unter den ganz jungen Männern immer weniger Beifall findet. Nur 13 Prozent der unter Neunzehnjährigen können sich dafür erwärmen.«), nur angerissen. Die 'Frauen in Führungspositionen' zeigen oft nur einen recht elitären (Karriere-)Blick aus gehobener Position auf unsere Gesellschaft, dem die Ein-Sichten 'von unten' größtenteils fehlen.
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jammertiraden 18. Mai 2010
Von Baur
"Die Krise ist männlich - wenn mehr Frauen an entscheidenden Stellen gesessen hätten,wäre es nicht so weit gekommen ( Zitat Petra Ledendecker im Quasi-Vorwort von "Herrschaftszeiten")." In der Tat, es wäre nicht so weit gekommen, möchte man hinzufügen, weil wir dann nach wie vor "in Laubhütten wohnten" (Camille Paglia), und eine Finanzkrise mangels entsprechender Infrastruktur gar nicht hätte eintreten können.

"Herrschaftszeiten" besteht aus einer langen Reihe unterschiedlicher Jammertiraden, meist ohne Humor oder innere Distanz geschrieben - bei den höheren Semestern auch die höchste Frustation; leider fehlt jede Reflexion darüber, warum in Gottes Namen die Natur das Weibliche und das Männliche hervorgebracht hat: bei den "Jammerfrauen" ist offenbar bereits diese Fragestellung von Übel und deshalb verboten.

Einige Autorinnen allerdings fallen aus der Reihe, so etwa Hayali, Goetz, Kronzucker, Schwille - sie jammern nicht, sondern berichten, wie sie ihr Leben selbst in die Hand genommen und gemeistert haben.-

Warum der Steuerzahler - in der weit überwiegenden Mehrzahl männlich - diesen Unfug mitfinanzieren muss, bleibt das Geheimnis des Bay. Wissenschaftsministeriums, das die Förderung stolz im Innentitel mitteilt.
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