Was als harmlose Party unter Freunden beginnt, geht total schief, nachdem die svalonischen Tarotkarten vorhersagen, dass eine/r der Anwesenden sterben wird...
Der zehnte und voraussichtlich letzte Band von Lewis Trondheims Lapinot-Serie ist zugleich der düsterste: Beziehungen zerbrechen, eine der Figuren fällt ins Koma, eine andere erkrankt an Krebs, und über allem schwebt der Schatten des Todes. Der feine Humor der anderen Bände ist nur noch in Ansätzen zu spüren und über weite Strecken einer gewissen Bitternis gewichen, und dennoch, obwohl das unerwartete Ende den Leser sicherlich melancholisch zurücklässt, besteht kein Zweifel, dass dies einer der besten, wenn nicht überhaupt der beste Band dieser Serie ist (obwohl mir persönlich "Ganz im Ernst!" immer noch am besten gefällt).
In Frankreich erschien dieser Band als Band 8 der Serie; Band 9 ("Der atomare Teilchenbeschleuniger") fungiert dort quasi als humoristischer Epilog, um die Serie nicht in Düsternis und Melancholie ausklingen zu lassen. Der Carlsen-Verlag gibt die Bände leider nicht in der Original-Reihenfolge heraus, wodurch dem deutschsprachigen Leser der "Comic Relief" leider versagt bleibt.