Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Herrin zweier Länder [Gebundene Ausgabe]

Sabine Wassermann
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

März 2003
Neith, Pharaonentochter und Priesterin der Löwengöttin, kämpft um die Herrschaft über Ägypten. Doch sie wird in ein Netz aus Liebe, Intrigen, Gier und Ritualmorden verstrickt. Als es zum Verrat kommt, bereitet Neith einen Racheplan vor, wie ihn nur die Priesterin der Löwengöttin ersinnen kann.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1 (März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821808527
  • ISBN-13: 978-3821808529
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.325.648 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Sabine Wassermann wurde 1965 in Simmern geboren und studierte Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main. Das Interesse an der griechischen Sagenwelt und der Antike brachte sie zum Schreiben. Sie lebt als Malerin und Schriftstellerin in Bad Kreuznach, wo sie 2001 mit dem Förderpreis für Kunst und Kultur ausgezeichnet wurde. Das gläserne Tor ist nach mehreren historischen Romanen ihr erster Fantasy-Roman. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Die letzte Stunde der Nacht - die die Schönheit des Re bestaunt - endete, und es folgte die erste Stunde des Tages, die Leuchtende. Neith vernahm zum ersten Mal diese schöne Hymne für den Gott, gesprochen von einer Stundenpriesterin, die den Lauf der Sterne auf dem Dach des Palastes beobachtet hatte. Die Worte des Lobes an Re würden Neith nun täglich begleiten, wenn sie das Bett verließ. Das Haus der Königin hatte sie nicht sehr lange bewohnt; heute würde sie wieder weiterziehen, in jenen Teil des Palastes, der dem Pharao gehörte. Da Merenre noch lebte, mußte er diese Räume mit ihr teilen. Sie wußte nicht, ob sie sich über dieses Zusammensein freuen oder sich davor fürchten sollte. Sie wollte bei ihm sein, ängstigte sich jedoch ein wenig, ihm bei seinem langsamen Sterben zuzusehen.

Die Stundenpriesterin trat ein, in den Händen noch den Visierstab, mit dem sie den Lauf der Stunden bestimmt hatte. "Langes Leben für dich, Herrin", rief sie fröhlich und ließ sich nieder, um Neiths Füße zu küssen. "Die Sänfte steht bereit, um dich in den Tempel zu bringen."
"Wie, kein Frühstück?" fragte Neith, während sie aus dem Bett schlüpfte. Die Priesterin lachte.
"Nein, angehender Horus! Du hast einen langen Tag vor dir, und du wirst fasten." Sie half Neith in einen hauchdünnen Mantel und setzte ihr den königlichen Stirnreif auf. Neith ging vor das Haus, wo die Sänftenträger im fahlgrauen Licht der Dämmerung warteten. Re hatte seine tägliche Reise schon begonnen, als sie im Hof des Tempels anlangte. Hier wartete die gesamte Priesterschaft des Ptah. Sabu-Tjeti trat vor und nahm ihr den Stirnreif ab.
"Deine Zeit als Königin ist zu Ende", sagte er feierlich"Nun werden Geier und Kobra über deiner Stirn wachen." Er führte sie zum heiligen See, wo sie den Mantel von ihren Schultern gleiten ließ und die Stufen ins Wasser hinabstieg. Ausgiebig wusch sie ihr altes Leben ab; alle Berührungen mit vergossenem Blut und dem rohen Körper des Aamu verschwanden im Wasser des Sees. Nackt folgte sie dem Hohenpriester in die nach Myrrhe und Weihrauch duftende Pfeilerhalle. Im Allerheiligsten angekommen, ergriff er eine zu Füßen des Ptah stehende Schale und besprengte Neith mit geweihtem Wasser.
"Du hast die Wahl, deine Haare zu scheren oder eine Kappe zu tragen", sagte er. "Kein Mensch darf die Haare eines Pharao sehen."
Neith kniete vor dem unverhüllten Standbild des Ptah und deutete auf eine blaue Leinenkappe, wie sie die Priester des Gottes trugen. Ihre Haare verschwanden unter dem Leinen; eine Hathor-Priesterin erschien an ihrer Seite, kniete vor ihr und schminkte mit großzügigen, zu den Schläfen hin verlängerten Kohelstrichen ihre Augen. Blauen Puder, mit Goldstaub vermischt, trug sie auf die Lider auf, dazu eine rötliche Paste auf die Lippen. Auch die Spitzen von Neiths Brüsten färbte sie leuchtendrot. Währenddessen murmelte die Priesterin einen Reinigungsspruch: "Schön wie Re selbst bist du, göttlicher Falke."

Nackt und gereinigt stieg Horus auf die Erde, um erneut einen Menschen zum lebenden Gott zu machen, und nackt ging Neith zurück in den Tempelhof, wo sich mittlerweile eine ähnlich große Menschenmenge wie die Tage zuvor versammelt hatte. Re stand im Zenit und sandte seine heißen Strahlen auf seine neue Tochter. Horus und Seth erschienen an ihrer Seite und kleideten sie in das königliche Ornat: den Falkenschurz, Sandalen aus purem Gold, einen Halskragen aus Lapislazuli und den Krönungsumhang, ein schweres Gebilde, mit goldenen Federn und Perlen verziert. Zuletzt band ihr Sabu-Tjeti den Zeremonienbart unter das Kinn.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirklich lesenswert! 31. August 2008
Von Sandra Kuhn TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin reißt schon zu Anfang ihres Romans um Neith, der Herrin zweier Länder, den Leser mitten in das Geschehen. Da gibt es keine Verschnaufpause, keine Möglichkeit Luft zu holen. Während man sich zu Anfang noch fragt, ob man Neith nun mögen oder verachten soll, wächst sie einem nach und nach unbemerkt ans Herz. Denn eine Frau, die weiß, was sie will - die Krone auf ihrem Kopf und Ägypten zu Reichtum verhelfen - hat es nicht leicht in diesem frühen Zeitalter.
Und so machen wir uns gemeinsam mit Neith auf den Weg durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens und ihrer Regentschaft.

Sabine Wassermann hat einen so dichtgewebten Roman geschaffen, der es einem wirklich schwer macht ihn aus der Hand zu legen. Es ist, als würde man sich an der Seite dieser so stolzen Sachmet-Priesterin im Ägypten, lang vor unserer Zeit, befinden. Und so seltsam die damaligen Sitten auch erscheinen so selbstverständlich kommen sie einem plötzlich vor ...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Frau als Herrscherin von Ägypten 5. August 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Anfangs ist Neith nur eine einfache Priesterimn,aber durch Geschick und ihre Schönheit schafft sie es erst zur Ersten FRau des Pharaos und dann zur Regentin Ägyptens.Aber diese neue Position bringt ihr mehr Kummer als Freude.Zum einen hat sie mehr als genug Feinde,die sie stürzen wollen,zum anderen ist sie eine Frau,die zur damaligen Zeit kaum Chancen hatte von den Männern geachtet zu werden.
Sabine Wassermann hat hier ein echtes Meisterwerk abgeliefert.Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr lebendig.Man versteht die Sorgen und Denkweise der einzelnen Figuren.Das Buch bleibt bis zum Ende spannend und interessant.Ein Muss für Ägypten Fans und solche die,den Kampf einer Frau,um die Macht interessiert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Halbherzig 2. Mai 2006
Format:Taschenbuch
Turbulent beginnt die Geschichte: Merenre, ein älterer Sohn Pepis fällt begleitet von Aamuischen Soldaten in die Begräbniszeremonie seines Vaters ein, tötet seinen jüngeren Bruder und reißt die Herrschaft an sich. Für die Hilfe schenkt er den Aamu einen Gau in Ägypten, lebt aber selbst nicht mehr sehr lange. Daraufhin ergreift seine Frau und Schwester Neith die Doppelkrone und anstatt sich zu rüsten, gegen die noch immer in Ägypten lebenden Aamu, verbringt sie ihre Zeit damit, Sachmet eine Kapelle zu bauen und selbst zu versuchen einen Sohn zu bekommen. Zum Scheitern verurteilt dient am Ende wenigstens ihre Kapelle einem sinnvollem Zweck.

Mal abgesehen davon, dass die evtl. auf Pepi II folgende Herrschaft von Merenre II und Nitokris zwar historisch gesehen erwähnt wird, es jedoch keinerlei Beweise dafür gibt ausser einem Buch von Herodot, mixt hier die Autorin ein wenig. Neith war die Frau Pepis II, während Nitokris, die evtl. wirklich Pharaonin gewesen sein könnte, die Frau von Merenre II gewesen sein soll.

Da die Autorin es bereits schafft, bei so grundlegenden Nachforschungen zu patzen, war es wenig verwunderlich, dass das ganze Buch nicht besonders authentisch wirkt. Neben der Löwin die neuerdings die Krallen einziehen kann wie eine Katze (Biologisch unmöglich.), gab es auch noch einiges mehr an Ungereimtheiten. Noch dazu merkt man sehr deutlich, dass es eine Frau war, die das Buch schrieb: Neith nennt das "Haus der Frauen" um in "Haus der Männer" und versucht wenigstens sich im Ansatz einen Harem aufzubauen. Männer behandelt sie allesamt wie Diener und selbst mit ihrem Geliebten wird sie nie wirklich warm. Noch dazu bedeuten ihr Menschen im Allgemeinen nicht wirklich viel.
... Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärisch und gut recherchiert! 22. Juni 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Der in der Fremde aufgewachsene Pharaonensohn Merenrê erringt mit Hilfe der kriegerischen Aamu die Kronen der zwei Länder und obwohl er eigentlich ein kleines Mädchen zu seiner ersten Frau machen soll, fühlt er sich gleich zu seiner Halbschwester Neith hingezogen. Sobald der Ägypter zum Pharao gekrönt wurde, gilt er als Gott. Doch Merenrê ist ein schwacher Gott - er steht unter dem Einfluß des Aamuanführers Haikta-Ummar, der sich selbst bereits als Pharao sieht. Doch auch Neith ist ehrgeizig und strebt nach dem Thron. Als Merenrê stirbt, sieht sie sich am Ziel ihrer Wünsche. Doch den Thron muss sie gegen ihre Gegner verteidigen: Menschen, die keine Frau auf dem Horusthron sehen möchten. Außerdem ist da noch Haikta-Ummar, der nun aus der Ferne gegen Neith intrigiert. Einzig von Ankmahor, einem ehemaligen Gauherren und Strafgefangenen, erhofft sie sich Rückhalt und Hilfe.

Auch "Herrin zweier Länder" besticht wieder durch die dichte Atmosphäre. Man liest ein Buch über das alte Ägypten und ist mitten drin. Fühlt die Hitze, den Staub und das schlammige Nilwasser, hofft auf die kommende Flut. Neith selbst ist eine sehr vielschichtige Persönlichkeit, die es mir oft schwer machte, sie zu mögen. Als Priesterin der kriegerischen Göttin Sachmet verfolgt sie ihren Plan - wie ihre Feinde - oft recht blutrünstig. Doch das besondere an dem Buch ist, dass die Gedanken und das Verhalten der Personen auf mich nahezu authentisch wirkten. Ich konnte meist nichts von einer Anpassung an unsere westliche Neuzeit erkennen. Es ist nicht wichtig, dass man sich als Leser mit den Hauptcharakteren identifizieren kann.... Lesen Sie weiter... ›

War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Bitte um Lesetipps für 13jährigen Jungen 11 Vor 6 Stunden
Interessante Liebesromane mit erwachsenen Protas 2154 Vor 7 Stunden
Miese Rezensionen oft haltlos und diffamierend 529 Vor 8 Stunden
Zitate, Aphorismen, Teststellen die Euch besonders gafallen haben :) 2363 Vor 10 Stunden
Der Club der toten Dichter 7517 Vor 10 Stunden
Kriminalität? 21 Vor 17 Stunden
Alles nur geklaut: "Was lesen Sie so? Berühmte Autoren stellen ihre Bücher vor." 5 Vor 18 Stunden
An Romanleser und -autoren: Vorstellungen neuer Bücher 189 Gestern
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar