Die Autorin reißt schon zu Anfang ihres Romans um Neith, der Herrin zweier Länder, den Leser mitten in das Geschehen. Da gibt es keine Verschnaufpause, keine Möglichkeit Luft zu holen. Während man sich zu Anfang noch fragt, ob man Neith nun mögen oder verachten soll, wächst sie einem nach und nach unbemerkt ans Herz. Denn eine Frau, die weiß, was sie will - die Krone auf ihrem Kopf und Ägypten zu Reichtum verhelfen - hat es nicht leicht in diesem frühen Zeitalter.
Und so machen wir uns gemeinsam mit Neith auf den Weg durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens und ihrer Regentschaft.
Sabine Wassermann hat einen so dichtgewebten Roman geschaffen, der es einem wirklich schwer macht ihn aus der Hand zu legen. Es ist, als würde man sich an der Seite dieser so stolzen Sachmet-Priesterin im Ägypten, lang vor unserer Zeit, befinden. Und so seltsam die damaligen Sitten auch erscheinen so selbstverständlich kommen sie einem plötzlich vor ...