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Die Herrin von Wildfell Hall (insel taschenbuch)
 
 
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Die Herrin von Wildfell Hall (insel taschenbuch) [Taschenbuch]

Anne Brontë , Angelika Beck
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 653 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (17. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458351027
  • ISBN-13: 978-3458351023
  • Originaltitel: The Tenant of Wildfell Hall
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.489 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Anne Brontë
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Helen heiratet gegen alle Widerstände den gutaussehenden Arthur. Doch schon bald nach der Hochzeit stellt er sich als Schürzenjäger und Trunkenbold heraus, der von Helen Gehorsam und Nachsicht erwartet. Helen verläßt ihren Mann und behauptet sich gegen die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit als alleinstehende Frau. Anne Brontë plädiert mit diesem Meisterwerk für die Gleichberechtigung der Frau in der Ehe.

Über den Autor

Die Schwestern Charlotte, Emily und Anne Brontë gehören bis heute zu den meistgelesenen Autorinnen des 19. Jahrhunderts.
Als Töchter eines englischen Pfarrers wuchsen sie in der Abgeschiedenheit eines abgelegenen Pfarrhauses in West Yorkshire auf, wo sie bis zu ihrem Lebensende blieben. Bereits als Kinder verfaßten die Schwestern gemeinsam mit ihrem Bruder Branwell (1817-1848) die Erzählungen aus Angria. Als der Bruder jedoch alkohol- und drogenkrank wurde, waren die Schwestern aufgrund des frühen Todes der Mutter und der mangelnden Unterstützung des Vaters auf sich alleine gestellt.
Ihre Werke erschienen zeitlebens unter den männlichen Pseudonymen Currer Bell (Charlotte), Ellis Bell (Emily) und Acton Bell (Anne). 
 
Anne Brontё (1820-1849) war die jüngste der drei Schwestern. Sie arbeitete wie ihre Schwester Charlotte als Gouvernante. Diese Erfahrungen flossen in ihre Werke Agnes Grey und Die Herrin von Wildfell Hall ein. Sie erlag mit 29 Jahren der Tuberkulose.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Die Herrin von Wildfell Hall" war nach der "Sturmhöhe" und "Jane Eyre" mein dritter Roman von einer der Brontë-Schwestern, und ich bin froh, dass es so war und nicht anders. Hatte mich nämlich die Sturmhöhe noch im Sturm genommen, war ich von Jane Eyre ein wenig enttäuscht. Dieser Roman hier ist nun für mich wieder eine echte Freude gewesen.
Erzählt wird die Geschichte einer Frau, die im viktorianischen England den starren Standesvorschriften trotzt und sich einzig ihrem eigenen Gewissen und Gott verpflichtet sieht. Eine ziemliche Sensation für die damalige Zeit!

Die schöne Helen Graham bezieht - offenbar verwitwet - mit ihrem Sohn das düstere, verlassene Herrenhaus Wildfell Hall und zieht sofort die Neugierde ihrer neuen Nachbarn auf sich. "Wer ist sie?" "Was treibt sie hierher?" "Warum lebt sie so zurückgezogen?" Und bald schon wird sie von den Tratschsüchtigen geradezu heimgesucht: Ein Besuch jagt den nächsten, eine Einladung folgt der anderen auf dem Fuße. Helen erträgt all das mit einer Mischung aus stoischer Ruhe und bestimmter, würdevoller Zurückhaltung, was den bigotten Klatschbasen des Dorfes verdächtig erscheint. Sie beginnen, sich das Maul über die schöne Fremde zu zerfetzen, ihr die unschicklichsten Dinge anzuhängen. Nur der junge Grundbesitzer Gilbert Markham, von der geheimnisumwitterten Aura Helens magisch angezogen, verteidigt sie gegen die Anfeindungen und bietet ihr demonstrativ seine Freundschaft an. Als diese schließlich zu tiefer Liebe wird, zieht sich Helen immer mehr zurück und verlangt von ihm, sich aus ihrem Leben zu entfernen, sollte er nicht zu einer platonischen Freundschaft fähig sein. Doch Gilbert wagt immer wieder Vorstöße, bis Helen ihm schließlich ebenfalls ihre Liebe gesteht, ihm aber gleichzeitig zu verstehen gibt, dass diese Liebe niemals im Diesseits Erfüllung finden kann. Damit er ihre Beweggründe versteht und nicht an ihrer Ehrenhaftigkeit zweifelt (immer wieder kommen Gerüchte auf, Helen würde mit ihrem Vermieter anbandeln, und Gilbert belauscht sogar einmal ein Gespräch zwischen den beiden, das diesen Tratsch zu bestätigen scheint, was ihm fast das Herz bricht), übergibt sie ihm ihre Aufzeichnungen, ihr Tagebuch. In diesem nun erlebt Gilbert - und mit ihm der Leser - die Wandlung der Helen von einem naiven Mädchen zu einer starken, unbeugsamen Frau, die unter den Unbilden eines kalten und harschen Ehelebens zu leiden hatte, dabei aber wie eine Schneerose sie selbst und vor allem: am Leben blieb - und letztlich aus jenem Eheleben floh, um das Leben ihres Kindes zu retten.
Nach der für ihn überaus bewegenden Lektüre kehrt Gilbert zu Helen zurück, um sie noch einmal seiner tiefen und unsterblichen Liebe zu versichern, doch sie schickt ihn fort und verlangt von ihm, dass er sein Leben lebe und sie, die noch immer Verheiratete, vergesse; dass er nie mehr bei ihr auftauche, damit ihnen beiden nicht das Herz unnötig schwer gemacht werde: Ihr Glauben an die Gesetze Gottes und ihr Gewissen lassen nicht zu, dass sie eine Beziehung zu Gilbert eingeht. Bald darauf verlässt sie Wildfell Hall und kehrt zu ihrem Mann zurück. Hat sie etwa doch noch Gefühle für ihn, oder kann Gilbert doch noch hoffen?

Der Roman hat im Mittelteil eine Schwäche, die aber irgendwie auch eine Stärke ist: er verlässt den Ich-Erzähler Gilbert, der einem gerade richtig ans Herz gewachsen war (und dem man gerade nicht mehr anmerkte, dass er ein Mann aus der Feder einer SchriftstellerIN ist), um plötzlich Helen als Ich-Erzählerin ihres (sehr langen) Tagebuchs zu präsentieren. Das hat den Nachteil, dass man sich erst einmal ein wenig verlassen fühlt, und einige Zeit braucht, um mit der anfangs doch sehr naiven Helen warm zu werden. Es hat aber auch den Vorteil, dass man einen tiefen Einblick in das Leben einer Frau in der Mitte des 19. Jahrhunderts erhält. Ganz erstaunlich fand ich den klaren Realismus, dessen sich Anne Brontë hier bediente. Kaum etwas wird verschleiert, vieles beim Namen genannt. Das war ein echtes Novum in der damaligen Literatur. Heute schockiert das Eheleben der Helen freilich nur noch wenig (wenngleich man freilich schon mit ihr leidet, wenn sie von diesem verdammten Taugenichts von einem Ehemann verhöhnt und betrogen wird!) - und das Tagebuch war mir auch ein wenig zu lang. Aber für jede der wenigen Minuten, die bei der Lektüre in Ungeduld vergingen, entschädigt das Ende des Romans überreichlich: Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal so romantisch ergriffen war bei der Lektüre eines Buches, dass ich direkt ein Freuden-Tränchen im Knopfloch hatte und mich breit grinsend mitfreute, als die Geschichte zu ihrem Ende gebracht wurde.

War die "Sturmhöhe" von Emily für mich ein vor Leidenschaft überbordender Schauerroman, und war "Jane Eyre" von Charlotte für mich ein nicht ganz homogener Mix aus Bildungs-, Schauer- und Gesellschaftsroman, ist "Die Herrin von Wildfell Hall" von Anne Brontë ein reiner Gesellschaftsroman, der zwar weniger spektakulär, aber dafür um so überzeugender daherkommt. In meiner Vorstellung sitzt er zwischen den beiden berühmteren Werken, umarmt sie liebevoll und wartet bescheiden darauf, dass auch Sie ihn entdecken...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich bin seit eben durch und bin durchweg begeistert. Das Buch hat mich gefesselt wie schon lange keins mehr und es gehört definitiv zu den besten Büchern, die ich jemals gelesen habe. Emily war schon gut, Charlotte hat mich begeistert, aber Anne hat mich einfach mitgerissen. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen. Dabei habe ich es doch nur einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass ich das Buch überhaupt angefangen habe zu lesen. Eigentlich hatte ich im Moment so gar keine Lust auf Klassiker, aber ich habe beim durchzappen eine Verfilmung von diesem Buch gefunden und bin hängengeblieben. Da ich den Film nicht übel fand hat er mir Geschmack auf mehr gemacht. Ich habe es nicht bereut es gelesen zu haben, im Gegenteil ich würde es tief bereuen müssen, wenn ich es nicht gelesen hätte. Aber genug des weitschweifigen Überschwangs...
Wie erwähnt das Buch hat mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt, es ist in einer, gerade wenn man die Zeit betrachtet in der es entstand, angenehmen und recht verständlichen Sprache geschrieben. Gerade im Bezug auf ihre Schwester Emily fiel es mir hier viel leichter in den Lesefluss zu kommen. Ich konnte mit Helen richtig mitfiebern und wenn ich ihre Auffassung auch nicht immer selbst vertreten hätte, so konnte ich sie doch zu jeder Zeit vollends nachvollziehen. Mir wäre nie in den Sinn gekommen zu einem solchen Ekel von Ehemann zurück zu gehen, sei meine Tat dadurch auch noch so nobel. Aber die Zeiten sind heute andere und die Prinzipien im allgemeinen wohl auch. Die Herrin von Wildfell Hall hat alles was ein guter Roman für mich haben muss, Spannung, Sehnsucht, Charaktere mit denen man sich idetifizieren kann, guter Lesefluss, ein realistisches, vielleicht besser ein ausgewogenes, Maß an Freude und Leid und nicht zuletzt ein versöhnliches Ende.
Allgemein ist es sehr bedauerlich, dass die Bronte-Schwestern alle nicht so alt wurden und es meiner Meinung nach viel zu wenige Bücher von ihnen gibt.

Fazit: Für mich ein "perfekter" Roman. Es gibt nicht eine Sache die mir negativ aufgefallen ist. Somit bleibt mir nichts anderes zu sagen als 5 von 5 Punkten. Und, tut mir leid für Charlotte, aber Anne hat sich, zumindest nach jetzigem Stand, als meine Lieblings-Bronte erwiesen.

Ich habe wie "IronCrane" erst Sturmhöhe, dann Jane Eyre und nun die Herrin von Wildfell Hall gelesen und kann seine/ihre Meinung nicht teilen bezogen darauf in welchem Maße mir die einzelnen Bücher gefallen haben. Ich habe es so empfunden, dass es von Buch zu Buch immer besser wurde, aber das wird wohl Geschmackssache sein.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. Preuß
Format:Taschenbuch
Der gleichförmige Alltag in einem kleinen Ort wird von der Ankunft der geheimisvolen Helen Graham unterbrochen, die mit ihrem kleinen Sohn Arthur in den halbverfallenen Landsitz Wildfell Hall einzieht. Sie entzieht sich dem neugierigen Gerede und weigert sich, ihren neuen Bekannten mehr über sich zu erzählen.

Erst als sie sich in den Gutbesitzer Gilbert Markham verliebt und dieser ihre Tagebuchaufzeichnungen mit ihrer Erlaubnis liest, erfährt der Leser das Ausmaß ihrer schrecklichen Lebensgeschichte.

Der 1848 ist ein eindringliches Plädoyer für die Rechte der Frau in Ehe und Gesellschaft. Anders als ihre beiden wildromantischen Schwestern, ist Anne Bronte eher ein stiller, aufmerksamer Beobachter und viel sozialkritischer. Ein bis dahin tabuisiertes Thema wird Zentrum einer spannenden Handlung: der Anspruch der Frau auf Selbstbestimmung in der Ehe und in der Gesellschaft.Zu seiner Zeit revolutionär, da das Idealbild der viktorianischen Frau mit Kinder-Küche- Kirche beschrieben werden kann.
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