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Herrin der Lüge
 
 
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Herrin der Lüge [Gebundene Ausgabe]

Kai Meyer
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 827 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1 (25. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785722613
  • ISBN-13: 978-3785722619
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 372.583 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kai Meyer
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wann der Lügengeist in sie gefahren ist, weiß Saga nicht mehr genau. Vielleicht wohnt er schon seit ihrer Geburt in ihr, vielleicht aber auch erst seit jenem Tag, an dem sie zum ersten Mal mit seiner Hilfe gelogen hat. Eigentlich gibt es ohnehin nur eine Regel, die der Lügengeist ihr immer wieder einflüstert: Wichtig ist zu erkennen, dass die Leute belogen werden wollen. Diese Eigenschaft der Masse hat sich die Gauklerin, die mit ihrem harschen Vater und dem geliebten Zwillingsbruder Faun von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zieht, bei ihren Auftritten zueigen gemacht: "Der eitle Händler, der immer schon vermutet hatte, dass der Himmel selbst ihn beschützte. Eine Frau, die nicht wahrhaben wollte, dass ihr Mann sie betrog. Ein Trunkenbold, der damit prahlte, mehr saufen zu können als jeder andere. Sie alle waren so leicht zu durchschauen gewesen."

Jetzt sitzt Saga im Kerker und weiß nicht warum. Vielleicht hat es mit Faun zu tun, der wieder einmal gestohlen hat? Aber warum kommt dann die alte Nonne zu ihr und behauptet, man wolle sie "zur Magdalena machen"? Bald erfährt die Herrin der Lüge die Wahrheit. Als Predigerin soll sie im Auftrag der skrupellosen Gräfin Violante, deren Mann bei einem Kreuzzug verschollen ist, als neue Heilige einen Zug von Frauen um sich versammeln und mit dem Tross nach Jerusalem ziehen. Währenddessen versucht Faun, die "beste Lügnerin der Welt" aus den Klauen der Gräfin zu befreien. Dabei wird eine ungeheuerliche Lüge offenbar, die die ganze Christenheit erschüttern könnte…

Mit Herrin der Lüge hat Kai Meyer einen wundervollen Historienroman vorgelegt, der alles hat, was atemlose Spannung erzeugt und zudem noch hineinführt in ein dunkles Kapitel des Abendlands. Und wenn die Geschichte von Saga und Faun auch nicht wahr ist, so ist sie doch wundervoll erlogen. --Isa Gerck

Kurzbeschreibung

Frühjahr 1210. Der Bürgerkrieg hat das Land verheert, und ein Raunen geistert durch Dörfer und Burgen: Eine neue Heilige predigt den Kreuzzug gegen die Ungläubigen ═ doch nur Frauen sollen ihr folgen, unberührt und jung. Die Menschen nennen sie die Magdalena, aber in Wahrheit steckt im Gewand der Predigerin die junge Gauklerin Saga. Von der skrupellosen Gräfin Violante von Lerch in diese Rolle gezwungen, besitzt Saga ein besonderes Talent: Sie ist die beste Lügnerin der Welt. Was immer sie behauptet ═ die Menschen müssen ihr glauben.Während Saga mit tausenden Anhängerinnen gen Jerusalem zieht, macht sich ihr Zwillingsbruder Faun auf, sie aus den Fängen der Gräfin zu befreien. Gemeinsam mit der Herumtreiberin Tiessa folgt er dem Kreuzzug der Jungfrauen durch ein verwüstetes Europa, über das Mittelmeer bis ins Heilige Land.Nicht nur Gräfin Violante, auch der mächtige Templerorden, Papst Innozenz und sogar der Kaiser ═ ein jeder hat eigene mitleidlose Gründe, den Krieg der Jungfrauen gegen die Ungläubigen zu entfachen. Und Saga erkennt: Wenn es ihr nicht gelingt, ihre eigene Schwäche zu besiegen, wird sie fünftausend Unschuldige geradewegs in die Hölle führen.Als die Stunde der Entscheidung naht, steht Saga vor der größten Aufgabe ihres Lebens. Gemeinsam mit Faun und Tiessa kommt sie einer monströsen Verschwörungen auf die Spur ═ der Lüge im Herzen der Christenheit!

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Pick
Format:Gebundene Ausgabe
Mit Herrin der Lüge begibt sich Kai Meyer nach Das Buch von Eden wieder auf das Terrain des historischen Romans mit einigen phantastischen Beigaben.

Erzählt wird die Geschichte von Saga und Faun, zwei Gauklerzwilligen, und dem Kreuzzug der Jungfrauen. Sagas Gabe, die beste Lügnerin der Welt zu sein, wird ihr zum Verhängnis: Sie wird gezwungen, einen Kreuzzug der Jungfrauen ins heilige Land zu führen. Als Motivation wird ihr Bruder eingekerkert, so dass sich Saga in die Rolle fügt. Nachdem Faun sich befreien konnte, reist er Saga nach und trifft dabei die geheimnisvolle Tiessa.

Aus diesem, zugegeben gnadenlos verkürzten, Handlungsaufbau entstehen dann auch eine der größten Stärken und die gewichtigste Schwäche des Buchs. Der gesamte Hauptteil des Romans erzählt von den Reisen der unterschiedlichen Gruppen, vor allem von Saga und Faun und ihren Begleitern. Reiseerzählungen sind häufig unglaublich langatmig zu lesen und ein Roman, der darauf aufbaut ist mutig. Kai Meyer erweist sich jedoch als exzellenter Erzähler. Die Beobachtungen am Wegesrand sind spannend und handeln oftmals von den Menschen und den Anforderungen des Lebens. Es findet kein Abhaken von Stationen und zurückgelegter Strecke statt, stattdessen konzentriert sich die Erzählung auf die Abschnitte, an denen etwas geschieht. Mal in Form von temporeichen Abenteuern, mal in Form von Charakterbildung. Dabei gelingt es Meyer, eine Gefahr zu umgehen: Faun folgt Saga und gelangt daher häufig an die gleichen Orte wie zuvor seine Schwester. Dabei hat man jedoch nie das Gefühl, dass sich die Geschichte wiederholt. Klasse.

Und genau das führt zu einer Schwäche des Romans. Die Erlebnisse der Figuren sind so abwechlungsreich und spannend, dass über lange Abschnitte nur von einer Gruppe der Reisenden erzählt wird. Das geschieht zum Teil über so lange Passagen, dass sich im Hauptteil des Romans immer mal wieder das Gefühl einstellt, zwei von einander unabhängige Geschichten zu lesen. Zum Ende des Buches werden die verschiedenen Handlungsstränge dann aber recht kunstvoll zusammen geführt, so dass sich ein rundes Bild ergibt.

Besonders gelungen sind hingegen die meisten handelnden Figuren. Alle wichtigen Protagonisten sind sehr sorgfältig charakterisiert. Sie sind niemals nur gut oder nur böse, sondern immer ambivalent angelegt, oft hin und her gerissen zwischen widerstreitenden Gefühlen. Sie können oftmals nicht frei über ihre Handlungen entscheiden, sind zwischen Zwängen und Wünschen aufgerieben und müssen sich dennoch entscheiden. Das führt zum einen dazu, dass die meisten Handlungen der Figuren gut nachvollziehbar sind, zum anderen sorgt diese sorgfältige Figurenzeichnung dafür, dass der Leser das Gefühl hat, über echte Menschen zu lesen, nicht über schablonenhafte Abziehbilder.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Zu Beginn des Buches werden das Mädchen Maria und der Bethanier sorgsam eingeführt, auf durchaus beeindruckende und vielversrechende Weise. Im weiteren Verlauf gelangt man als Leser zunehmend mehr zu dem Eindruck, dass die beiden für die Geschichte gar nicht mehr wichtig sind. Viele, viele Seiten lang, werden die beiden gar nicht mehr erwähnt. Nur um dann in kurzen Passagen als eher lästiges Beiwerk erwähnt zu werden  und am Ende auf unwürdige Weise aus dem Roman auszuscheiden. Da wäre es besser gewesen, auf die beiden Figuren ganz zu verzichten.

Als sehr gut muss auch die Konstruktion des Romans rund um den Kreuzzug der Jungfrauen bezeichnet werden. Kai Meyer versteht es, diesen Kreuzzug sehr facettenreich zu gestalten. Jede der beteiligten Parteien hat sehr individuelle und oftmals sehr eigensinnige Gründe und Motivationen, sich an dem Unternehmen zu beteiligen. Diese werden dem Leser erst nach und nach offenbart und erst am Ende des Buches liegt das ganze Geflecht der Interessen offen. Sehr gut gelöst, denn erstens erscheint auf diese Weise auch ein fiktiver Kreuzzug wie der Kreuzzug der Jungfrauen sehr wohl möglich, zum anderen erhöht dieses Vorgehen die Spannung beim Lesen.

Insgesamt kann man also sagen, dass Herrin der Lüge ein rundum gutes Buch ist, wenn auch nicht das beste von Kai Meyer. Eine klare Empfehlung ist es dennoch wert!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Besonders geglückt 7. Dezember 2006
Von Lenitas
Format:Gebundene Ausgabe
Kai Meyers Romane lese und liebe ich seit Jahren, und diesmal ist ihm wieder eines besonders geglückt. In "Herrin der Lüge" begleiten wir Gauklerin Saga, die Herrin der Lüge, auf den "Kreuzzug der Jungfrauen" - und parallel dazu ihren Zwillingsbruder Faun auf die Suche nach ihr.

Kai Meyers "historische" Romane sind gewürzt mit (mal mehr, mal weniger) phantastischen oder mythischen Elementen. Diesmal ist es wieder weniger Übersinnliches, das Buch liest sich also tatsächlich wie ein historischer Roman. Die Reise beginnt eher leise; doch wie immer endet die Geschichte mit spektakulären Szenen, die dem Leser den Atem rauben. Dazwischen liegen etwa sechshundert Seiten.

Die eigentliche Spannung des Romans wird nicht allein dadurch erzeugt, dass die Ereignisse sich zuspitzen, sondern rührt auch daher (und das genieße ich besonders), dass die Motive einiger Reisender im Dunkeln liegen, was immer wieder zu wirklich überraschenden Wendungen führt. Authentisch fühlt sich die Geschichte auch deswegen an, weil Dinge, Ereignisse und Personen auftauchen, die am Ende dann noch keine Rolle bei der "Auflösung" aller Geheimnisse spielen. Dabei bleiben die Entscheidungen der Charaktere nachvollziehbar und wirken nicht zum Wohle der Geschichte an den Haaren herbeigezogen wie in vielen anderen Büchern, die in Richtung "Fantasy" gehen.

Wie immer nach dem Lesen eines Kai Meyer-Romans möchte ich am Liebsten glauben, dass sich alles genau so zugetragen hat. Und wie immer bin ich beeindruckt von dem imposanten Finale, ohne jeden Kitsch auskommt und das den Leser trotzdem zutiefst beeindruckt.

Etwas schade ist, dass das Nachwort des Autors mit gerade mal einer Seite so kurz geraten ist - dafür entschädigt Kai Meyer die Leser allerdings angemessen mit dem Blog auf seiner eigenen Website.

Herrin der Lüge ist absolut lesenswert. Wer Das Buch von Eden mochte, wird Herrin der Lüge lieben. Und wer Das Buch von Eden nicht so großartig fand, der erst Recht!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kyrrdis TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
1210 gerät die Gauklerin Saga, der Welt beste Lügnerin, in die Fänge der intriganten Gräfin Violante, die sie zum Zugpferd ihres Jungfrauenkreuzzugs machen will. Doch tatsächlich verfolgt sie andere Pläne als die Befreiung des Heiligen Landes. Sagas Zwillingsbruder Faun macht sich auf die Suche nach seiner Schwester und trifft dabei auf das geheimnisvolle Mädchen Tiessa. Über allem schwebt ein düsteres Geheimnis, dessen Bekanntwerden die Grundfesten der Westkirche erschüttern könnte.

Theoretisch ist dies ein historischer Roman über einen erfundenen Frauenkreuzzug, der aber dem Kinderkreuzzug nachempfunden ist, und dazu ein Schuß Fantasy, bezogen auf Sagas Lügenkunst. Daraus hätte man durchaus etwas machen können und die Geschichte beginnt auch vielversprechend.

Leider ist das Ergebnis aber enttäuschend. Die Figuren hatten fast ausnahmslos keinen für mich feststellbaren Charakter, dafür aber eine Menge an merkwürdigen Entscheidungen, die sie mir nicht sympathischer gemacht haben.

Das Hauptproblem aber sind die beiden wichtigsten Handlungsebenen, der Kreuzzug und das düstere Geheimnis, die sich eigentlich schön zusammenfügen sollten. Stattdessen ist der Kreuzzug sowohl im Buch als auch erzählerisch eher überflüssig. Er erfüllt keinen sichtbaren Zweck und wird auch vom Autor kaum genützt, um die Besonderheiten eines solchen Zuges unter diesen Bedingungen aufzuzeigen.

Das Geheimnis ist zwar grundsätzlich nett ausgedacht, gibt für mich aber noch weniger Sinn.

Das Buch liest sich trotz allem ganz nett und plätschert vor sich hin. Wohl ein idealer Schmöker, um sich die Stunden in einer fremden Welt zu vertreiben. Wer aber das Wörtchen "historisch" auf dem Deckblatt ernst nimmt und Sinn und Logik in seinen Büchern schätzt, sollte die Finger davon lassen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Leider langweilig!
1210. Saga ist Spross einer Gauklerfamilie und besitzt eine besondere Fähigkeit, sie ist die beste Lügnerin der Welt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dinshi veröffentlicht
Mein erster Kai Meyer, der mich nicht gefesselt hat
Habe bisher nur die Fantasy-Romane von Kai Meyer gelesen und war von der ersten Seite an gefesselt! -Ich war also evtl. zu verwöhnt!? Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Hisge veröffentlicht
Figuren top, Handlung mittelmäßig
Frühjahr 1210: Das ganze Land ist schwer verwundet vom Bürgerkrieg, der Feldzug der Kreuzfahrer gegen Konstantinopel noch allem im Gedächtnis. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Elena "lesetraeume.net" veröffentlicht
historischer Roman mit leichten Fantasyeinflüssen
Inhalt:
Der Herr der Lügen ist seit jeher ein anderer Name für den Teufel und das, was da in Saga haust, hat durchaus dämonisches Potenzial. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Asaviel veröffentlicht
Hätte mehr Tiefe erwartet
Ich habe den Roman gern gelesen, er ist sehr gut geschrieben und spannend. Vielleicht genügt das schon. Für die meisten Bücher. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Jutta Ahrens veröffentlicht
Ein Blindkauf, der sich gelohnt hat
Ich kannte bisher noch kein Buch von Kai Meyer, wurde aber durch Sagas Geschichte sehr positiv überrascht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2010 von Katharina Lindemann
Eine Perle unter den Romanen
Ich möchte an dieser Stelle keine neue Kritik vorbringen, sondern Kai Meyer einfach nur dafür danken, dass er eine solch spannende und zugleich herzergreifende... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2010 von Peter Fualor
nicht das beste Hörbuch eines Meyer-Romans!
Wieder einmal hat Faun gestohlen. Seine Zwillingsschwester Saga ist wütend, bringt Faun sie doch immer wieder in Schwierigkeiten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2009 von Stefan Erlemann
Besser gehts nicht
Das Buch ist einer der besten von Kai Meyer!!
Die Charaktere sind sehr liebenswert und die Frauen meiner Meinung nach typisch für Kai Meyer: stolz und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2009 von nicci888
in höchstform
Kai Meyer in Höchstform. Ein spannendes Buch, welches uns mit auf die Kreuzzüge, hier der Frauen, mitnimmt und wieder in ferne Länder entführt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2008 von Leserin
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