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Herrin des Hügels: Das Leben der Cosima Wagner [Broschiert]

Oliver Hilmes
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

3. November 2008
Wagners mächtige Witwe - Oliver Hilmes erzählt das Leben einer schillernden Frau

Oliver Hilmes erzählt auf der Basis neuer Quellenfunde das widersprüchliche Leben der Cosima Wagner (1837–1930). Ihre Ehe mit Richard Wagner begriff sie als künstlerische und weltanschauliche Mission. Als Festspielleiterin auf dem Grünen Hügel in Bayreuth verhalf sie der Musik Wagners zum großen Durchbruch. Gleichzeitig nutzte sie ihre Aura als Witwe des Komponisten, die Gemeinde der Wagner-Verehrer schon vor 1933 zu einer antisemitischen Sammelbewegung zu formen.

Cosima Wagner war in jeder Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Die uneheliche Tochter Franz Liszts und Marie d’Agoults heiratete 1857 im Alter von 19 Jahren den Dirigenten Hans von Bülow, von dem sie nach einer turbulenten Ehe 1870 geschieden wurde. Zu dieser Zeit lebte sie bereits mit Richard Wagner zusammen, den sie wenig später heiratete. Nach seinem Tod führte sie als Herrin des Hügels die Bayreuther Festspiele erfolgreich weiter und hatte auch an der posthumen Politisierung von Wagners Werk, die von den Nationalsozialisten dankbar aufgegriffen wurde, maßgeblichen Anteil.

Durch akribisches Quellenstudium – der umfangreiche Cosima-Nachlass wird hier erstmals konsequent ausgewertet – zeichnet Oliver Hilmes ein umfassendes, auch psychologisch überzeugendes Charakterbild der Cosima Wagner, die es als »Gralshüterin« des Bayreuth-Kults verstand, das Wagner-Bild nachhaltig zu prägen. Die Biographie entfaltet ein faszinierendes Frauenleben und beleuchtet zugleich ein noch unbekanntes Kapitel der europäischen Kulturgeschichte.


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Produktinformation

  • Broschiert: 496 Seiten
  • Verlag: Pantheon Verlag; Auflage: 3 (3. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570550613
  • ISBN-13: 978-3570550618
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.953 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Sein Buch „Herrin des Hügels“ ist mehr als staubtrockene Historienmalerei, sondern ein hochspannender Biografie-Schmöker.“ (MÜNCHNER MERKUR)

"Eine der 10 besten Neuerscheinungen: Die Biografie über Cosima Wagner liest sich spannend wie ein Roman. Trotz vieler Widersprüche toll.“ (NEWS)

„Oliver Hilmes hat eine aufregende Biografie geschrieben, die ein widersprüchliches Leben zwischen künstlerischer Mission und weltanschaulicher Sonderlichkeit nachzeichnet.“ (Frankfurter Neue Presse)

"Ich habe aus dem neuen Buch von Oliver Hilmes viel über Cosima Wagner gelernt." (Elke Heidenreich in "Lesen")

„Spannend wie ein Krimi und informativ wie ein Sachbuch kommt das neue Buch des Viersener Autoren daher.“ (WAZ)

„Er zeichnet ein umfassendes, auch psychologisch überzeugendes Charakterbild dieser Frau.“ (literatur-report.de)

Klappentext

"Oliver Hilmes hat eine überzeugende, gut geschriebene Cosima-Biographie vorgelegt; die erste Lebensbeschreibung, in der nicht heimlich auf Richard Wagner geschielt wird. Stattdessen zeigt Hilmes, welchen Anteil Cosima Wagner daran hat, daß Bayreuth zur kulturellen Ikone geworden ist - sendungsbewußt und umstritten..."
FAZ

"Sein Buch "Herrin des Hügels" ist mehr als staubtrockene Historienmalerei, sondern ein hochspannender Biografie-Schmöker."
MÜNCHNER MERKUR

"Eine der 10 besten Neuerscheinungen: Die Biografie über Cosima Wagner liest sich spannend wie ein Roman. Trotz vieler Widersprüche toll."
NEWS


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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wegbereiterin für Hitlers Bayreuth! 13. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Oliver Hilmes hat schon mit seiner Alma Mahler-Werfel - Biographie "Witwe im Wahn" bewiesen, dass er sich auf umstrittene Persönlichkeiten versteht. In seinem neuen Buch "Herrin des Hügels" über Richard Wagners Frau Cosima widmet er sich einer "Frau an seiner Seite", die viel mehr als nur Muse war. Einerseits erwarb Cosima Wagner große Verdienste um die Gralshüterschaft, andererseits legte sie eine Saat, die unter der zweiten starken Frau in Bayreuth, Winifred Wagner, am grünen Hügel schließlich unheilvoll aufging. Als Antisemitin reinsten Wassers überflügelte sie gar den "Meister", und sorgte für ein rechtes Klima, in dem Hitler sich schließlich sehr wohl fühlen sollte...

Davon ist jedoch noch keine Rede, als Cosima dŽAgoult als uneheliche Tochter Franz Liszts 1837 geboren wird. Die Beziehung ihrer Eltern scheiterte, ihre Mutter und ihr vielbeschäftigter Vater gaben sie in die wechselnde Obhut verschiedenster Gouvernanten, die ihr eine strenge und lieblose Erziehung angedeihen ließen. Als junge Frau kommt sie schließlich nach Berlin, lernt in dessen Elternhaus den Komponisten von Bülow kennen und heiratet ihn überstürzt. Bülow gehört zum engsten Kreis um Richard Wagner und bald beginnen Cosima und Wagner eine Affäre, die von Bülow lange geduldet wird, bis Cosima sich schließlich doch von ihm trennt. In der Ehe mit Richard Wagner unterwirft sie sich ganz dem Meister, hat aber andererseits ein Talent für das Strippenziehen im Hintergrund, dass nach dem Tod Wagners erst ganz zur Geltung kommt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lange darauf gewartet - es hat sich gelohnt 17. August 2008
Von Buchmaid
Format:Gebundene Ausgabe
Letztes Jahr wurde diese Biographie in einer Fernsehsendung vorgestellt, seitdem ist dieses Buch mir im Hinterkopf. Und gerade rechtzeitig zu den Festspielen konnte ich mich in die doch sehr kritische Geschichte der ŽWahnfriedsŽ einlesen; zentrale Rolle war in diesem Buch Cosima Wagner, die letzte Ehefrau des Komponisten Richard Wagners.
Eine anfänglich zurückhaltende Frau, die aber in ihrer Rolle der Muse Richard Wagners ganz und gar aufging. Nach seinem Tode riss sie das Ruder komplett an sich und versuchte schon fast rücksichtslos alles darauf vorzubereiten ihrem Sohn Siegfried Wagner die Festspielleitung eines renommierten Hauses übergeben zu können.
In den Briefen die sie schrieb, fiel mir auf, das sie über eine enorme Fähigkeit besaß andere Menschen einzuschätzen und, teilweise nur durch geschriebenes Wort, sie zu Dingen zu bewegen oder ganz und gar für sich zu gewinnen.
Auch habe ich die Ansicht gewonnen, das der anfänglich kleine antisemitische Teil Richard Wagners noch von ihr voll ausgebaut wurde und entsprechend später den Nazis sehr gelegen kam. Wenn sie Kritik verspürte, berief sie sich auf ihren Mann. Dies zieht sich übrigens durchs ganze Buch: wenn jemand die Wahnfrieds kritisierte wurde stets auf Richard Wagner verwiesen Žer hätte es so gewolltŽ
Alles in allem, war Cosima eine starke Persönlichkeit ohne die Bayreuth sicher nicht den Ruhm hätte, den es heute hat. Durch ihre organisatorischen und auch musikalischen Fähigkeiten hat sie hart daran gearbeitet um hier viel voran zu bringen. Andererseits zeigt das Buch auch ihre harte und kompromisslose Art, die sich zum Beispiel recht gut in ihren späten Jahren bei einem Eklat gegen ihre Tochter gezeigt hat.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dienen, nicht lieben - das war die Devise 24. Juli 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Was im Fussball in den letzten Jahren die "Manager-Frau" (Gabi Schuster, Martina Effenberg, Frau Illgner und Frau Häßler) war, hat Cosima Wagner im Bereich der "Klassik" vorgeführt. Mit kühler und harter Manager-Hand Wagners Ruhm zu mehren (auch mit politischer Andienung an Hitler und Konsorten)und die Wagner-Festspiele zu etablieren.

Oliver Hilmes versteht es, Cosimas Wagners Lebensstationen von Kindheit, "Ehefrau" und "Kulturmanagerin" in Sachen Wagner packend und flüssig darzsutellen. Dabei hat er auch noch Neues entdeckt: Zum ersten Mal hat er Prozessakten ans Tageslicht gefördert, die den Prozess zwischen "Isolde" (die noch von Bülow als Kind anerkannt wurde und deshalb auf Nachlass und Erbe verzichten musste) und Cosima nachvollziehbar machen. Isolde Wagner hat den sog. "Beidler-Prozess" Prozess verloren und Cosima verfügte, dass ihr Name nicht mehr erwähnt werden dürfte.
Oliver Hilmes zeigt in vielen Facetten wie Bayreuth zur kulturellen Ikone werden konnten uhd er zeigt auch, wie verbissen und hartnäckig Cosima Wagner ihren Anteil daran hatte. Ihr Zuneigung zu Richard Wagner war weniger von Liebe geprägt, als von Dienen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cosima Wagner Eine Reportage 25. Oktober 2009
Format:Broschiert
HILMES, promovierter Historiker, enttäuscht den geschichtlich interessierten Laien nicht. Vielmehr nimmt er ihn, fast im Stil einer heutigen Fernsehreportage, an die Hand, um ihm mittels eines lebendigen und flüssigen Schreibstil durch das Leben der Cosima Wagner zu führen. Diese 'Reportage' zeichnet sich dadurch aus, daß die handelnden Personen, viele dem Geschichtsinteressierten dem Namen nach bekannt, ausführlich selbst zu Wort kommen, ihre persönliche Lebenswelt knapp aber verständlich in Wort und Bildern dem Leser nahe gebracht werden, er sich also in deren geschichtliche Lebensumstände von ca. 1850 - 1930 hinein versetzen kann sowie die Personen als Bild vor Augen hat. Ähnlich gehen auch anglo-amerikanische Historiker zu Werk, bsplw. MANCHESTER An American Caesar über McArthur,den Marshall mal als eine Primadonna bezeichnete. Und sicherlich kann nach der Lektüre dieses Buches Cosima Wagner als einer der herausragenden Primadonnen ihrer Zeit, aber auch als eine mehr als gewiefte, eiskalte Managerin des Produktes R. Wagner bezeichnet werden.

Wenn eine sogenannte höhere Tochter, Vater Franz Liszt mithin eine quasi öffentliche Prson, sich nicht scheut, in der damaligen Zeit noch in erster Ehe sozusagen zu Hause mit ihrem Liebhaber R. Wagner zwei Kinder zu zeugen, dann wird sie sich dabei etwas gedacht haben; was.....? Unter anderen diese Frage beantwortet der Autor so spannend, daß der Leser das nächste Kapitel kaum erwarten kann.
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