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Herr Susi
 
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Herr Susi [Gebundene Ausgabe]

Thomas Glavinic
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 274 Seiten
  • Verlag: Volk und Welt (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3353011528
  • ISBN-13: 978-3353011527
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 374.842 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Glavinic
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Aufgeklärte Fußballfans haben es schon immer geahnt: Der Kampf ums runde Leder ist nichts gegen das Gerangel um Geld und Einfluss, das hinter den Kulissen stattfindet. Und so harmlos sein Spitzname auch klingen mag, Herr Susi gehört zu jenem Menschenschlag, dem man auf keinem Fall in die Quere kommen sollte. Denn Georg Susacek will nach oben, und bei der Wahl seiner Mittel ist er keineswegs zimperlich.

Das besondere Objekt seiner Begierde: der FC, der Fußballclub der Grazer Heimatstadt. Als dessen Präsident kann man mit Millionen jonglieren und ist eine zumindest lokale Berühmtheit. Doch der Ehrgeiz fordert seine Opfer -- im Idealfall bei den anderen. Nicht einmal die engsten Freunde des Herrn Susi sind vor seinen Intrigen sicher. Kein Wunder, dass ein Mann, der den Sozialdarwinismus dermaßen verinnerlicht hat, schon bald sein Ziel erreicht hat. Die Highsociety der steirischen Landeshauptstadt hat ihren neuen Star.

Mit dieser bitterbösen Milieustudie legt Thomas Glavinic, selbst in Graz geboren, seinen zweiten Roman vor, nachdem er 1998 mit Carl Haffners Liebe zum Unentschiedenen sein erfolgreiches Debüt feierte. Glavinic schreibt eine unkomplizierte Prosa, die fesselt und unterhält. Sein neues Buch ist vor allem als Satire zu lesen, bei der einem das Lachen allerdings im Halse stecken bleibt. In seinem krankhaften Geltungsdrang, seinen psychotischen Ausbrüchen erscheint der Titelheld Herr Susi als österreichisches Pendant zu American Psycho: der Amoklauf des Ego unter besonderer Berücksichtigung von Gemütlichkeit und Freunderlwirtschaft.

In die kalte Welt des Herrn Susi Einblick zu erhalten, bietet den gleichen angenehmen Reiz, wie ihn Zoobesucher vor dem Haifischbecken verspüren mögen: Man ist froh, auf der anderen Seite zu stehen. So liest man mit wohligem Schaudern bequem auf der eigenen Couch über die übelsten Machenschaften und stellt sich die Frage, ob man nach dieser Lektüre noch einmal ohne Hintergedanken ein Fußballspiel betrachten wird. --Mathis Zojer

Kurzbeschreibung

Klappentext Das Leben ist wie eine Bundesligatabelle: Mal ist der eine ganz oben, mal der andere. Georg Susacek gehört zu denen, die eifrig Punkte sammeln - mit den Ellenbogen. Gutaussehend, charmant, kommunikativ, ist er ein typischer Juppy, ein Bel-Ami unserer Tage. Er weiß, wie man "das Licht fängt", wie man eine Frau erobert (oder sie einem anderen ausspannt), mit kleinen Geschenken die Freundschaft erhält oder im Papperla-Pub Kontakte knüpft. Und er hat ein ehrgeiziges Ziel: In drei Jahren will er reich sein. Dann möchte er auf gleicher Höhe mit denen stehen, die in der Provinzhauptstadt das Sagen haben: Sparkassendirektor Haller, Nachtclubbesitzer Rotter, Polizeichef Hoffer. Nur hat er sich nicht den richtigen Beruf ausgesucht - wie soll man es als kleiner vorbestrafter Versicherungsangestellter zu Geld und Ansehen bringen? Mit Hilfe seiner attraktiven Frau Lori, die er haßt und begehrt, die er betrügt und erniedrigt, erhält er Zugang zur feinen Gesellschaft und dockt dort an wie ein Killervirus. Mit bösem Strich, unbeirrt wie sein Held, zeichnet Thomas Glavinic miefige, verlogene, verkommene Kleinbürgerlichkeit, in der das ewige "friß oder werde gefressen" regiert.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Herr Susi" ist im strengen Sinne kein Fußballroman. Vielmehr handelt das Buch vom Aufstieg des Immobilienmaklers Georg Susacek zum Präsidenten eines Fußballklubs in Östereich. Seinen Weg an die Spitze pflastern im wahrsten Sinne des Wortes viele Leichen und hemmungslos nutzt Herr Susi, wie ihn Freunde nennen dürfen, seine Mitmenschen aus, egal, ob es nun um Geld, Drogen, Kontakte oder Sex geht. Nicht immer kann der Leser aus nördlichen Breitengraden die österreichischen Fachbegriffe fürs Rumhuren und Saufen sauber übersetzen, dennoch ist das Buch ein amüsanten Leitfaden für Arschlöcher, die auf die Oberflächigkeiten in unserer Gesellschaft stehen und den Aufstieg an ihre vermeintliche Spitze schaffen wollen. Zunächst etwas irritierend wirkt aber die Erzählweise Glavinics: Der Roman entwickelt sich um zahlreiche Rückblenden und Vorschauen, die der Leser aber bald durchblickt und die dann für Kurzweil sorgen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
spannend und trivial 8. März 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Es hat mich hin- und hergerissen bei der Lektüre, zwischen Lachen und Entsetzen, zwischen Begeisterung und Verwunderung. Ich weiß nicht, ob es ein großartiges Buch ist, aber es ist ein lustiges und spannend zu lesendes Werk. Auch ohne Glavinics erstes Buch zu kennen, bin ich überzeugt, dass der Autor noch einiges im Köcher hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
na toll, endlich ein roman, der eine überraschend "dichte" (im wahrsten sinne des wortes) innensicht aus der welt des provinziellen fußballs vorlegt. ob kicker-fan oder nicht (ich bin absolut keiner), hier taucht man/frau auf alle fälle in eine neue, fremde welt ein - durch den ich-erzähler und seine sehr direkte, bodenständige sprache verkneift sich der autor die blanke ironie und überlässt dies dem überraschten leser, der herrn susi auf schritt und tritt folgen darf. ein besonderes privileg, diese chance hat man nicht so bald wieder!!! ein schonungsloses, grandios zu lesendes und bemerkenswert volksnahes buch, das mit hilfe von optimal gesetzten umgangssprachlichen ausdrücken eine elegante authentizität schafft, die nie auch nur im ansatz plump wirkt. echt empfehlenswert.
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Die neuesten Kundenrezensionen
äusserst beeindruckend
Das Buch ist so witzig und bösartig, dass man es durchaus zu den besten Realsatiren der deutschsprachigen Literatur zählen darf. Derb, deftig, doch niemals platt. Lesen Sie weiter...
Am 2. August 2000 veröffentlicht
Verirrte Telenovela
Die Geschichte vom Aufstieg und Fall eines Grazer Fußballpräsidenten durch Intrige und Mauschelei ist vielleicht für Leute, die die Personen hinter diesem... Lesen Sie weiter...
Am 7. März 2000 veröffentlicht
Für den Friederich
Das Buch ist eine maßlose Enttäuschung und sein Geld nicht wert. Ich finde er ärgerlich, daß so etwas als neue Literatur angepriesen wird. Lesen Sie weiter...
Am 5. März 2000 veröffentlicht
Verirrte Telenovela
Dieses Buch hat alle Chancen, verfilmt zu werden und könnte dadurch auch nur gewinnen. Selten habe ich ein derart langweiliges, aufschneiderisches und uninspiriertes Deutsch... Lesen Sie weiter...
Am 3. März 2000 veröffentlicht
Eine meisterhafte Satire
Das ist ein Buch, das einen tief in die Abgründe, Winkel und Verstecke der österreichischen Seele führt. Lesen Sie weiter...
Am 2. März 2000 veröffentlicht
Empfehlenswert
Gut, an die Ausdrucksweise muss man sich erst gewöhnen, aber da "Herr Susi" in der ich-form erzählt, ist es eben seinem Charakter zuzuschreiben. Lesen Sie weiter...
Am 1. März 2000 veröffentlicht
erschreckend, aber faszinierend
Ich muß sagen, ich war anfangs geschockt - dieses Buch ist wie ein Ausflug in eine Welt, die ich nicht kennenlernen wollte, aber einmal drin, wird es immer faszinierender. Lesen Sie weiter...
Am 1. März 2000 veröffentlicht
Eine relativ große Enttäuschung
Das in Graz angesiedelte Buch ist gefüllt mit Wiener Dialektausdrücken, die einem leider bald auf die Nerven gehen. Lesen Sie weiter...
Am 27. Februar 2000 veröffentlicht
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