109 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die schönste und bisher perfekteste deutsche Ausgabe von J.R.R. Tolkiens Meisterwerk, 20. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Herr der Ringe: Erster Teil: Die Gefährten, Zweiter Teil: Die Zwei Türme, Dritter Teil: Die Rückkehr des Königs (Ledereinband)
Und ich habe das gute Stück genauer unter die Lupe genommen. Was taugt die Neuüberarbeitung in dieser neuen Prachtausgabe wirklich?
Zunächst zu den Äußerlichkeiten: Sie war zwar etwas kleiner, als erwartet, dies macht die prächtiger Sonderausstattung aber wieder gut. Der Einband aus Schafsleder ist nicht nur visuell ein Erlebnis, sondern fühlt sich auch gut an und riecht wie Leder riechen sollte. Die Fadenheftung und das dünne Bibelpapier sind wunderbar verarbeitet, Satz und Druck von guter Qualität. Das Buch besitzt zwei praktische Lesebändchen, kupferfarbenes Vorsatzpapier verleiht der Ausgabe etwas Edles. Highlight ist natürlich die Prägung auf dem Rücken und der Vorderseite in Echtgoldfolie. Vermisst habe ich nur einen Hinweis auf die Limitierung von 7.777 Stück. Sammler schätzen es immerhin zu wissen, dass sie beispielsweise Exemplar 250 von 7.777 besitzen.
Das Buch enthält erstmals die kompletten Anhänge inklusive einem Kapitel zur Aussprache (übersetzt von Helmut W. Pesch). Vollständige Register-Angaben fehlen natürlich auch nicht. Und was wäre ein DER HERR DER RINGE ohne Karte? In einer Einstecktasche ganz am Ende des Buches steckt eine zweifarbige Karte von Mittelerde.
Außerdem wurde der gesamte Text mühevoll in die neue Rechtschreibung übertragen, ein Thema, das natürlich Geschmackssache ist. Ich persönlich bin kein Gegner der neuen Rechtschreibung und begrüße diesen Schritt.
Besonders interessant für Anhänger des Tolkienischen Werkes ist aber die Überarbeitung der alten Carroux-Übersetzung durch Tolkien-Expertin Lisa Kuppler. Denn Übersetzerin Margaret Carroux war auch nur ein Mensch und so wimmelt es in ihrer Übersetzung von Fehlern. Und an einigen Fehlern war sie nicht einmal schuld, sie hat nämlich auch unwissend Fehler der englischen Ausgabe übernommen. In der englischen Ausgabe wurden diese Fehler größtenteils erst 2004 in der "50th Anniversary Edition" von Christopher Tolkien beseitigt.
Nur ein Beispiel: Es gab in alten LORD OF THE RINGS Ausgaben im Kapitel "A Journey in the Dark" ("Eine Wanderung im Dunkeln") die Passage "...even their own Masters ..." Und Carroux hatte für die deutsche Version auch wortgetreu übersetzt "...selbst ihre Meister...". Aber der englische Text enthielt einen Fehler, weil man damals Tolkiens Handschrift nicht richtig entziffern konnte. Eigentlich sollte es nämlich heißen "even their own Makers ..." In der englischen Ausgabe wurde dies 2004 von Tolkiens Sohn korrigiert. Aber hat es diese Korrektur auch in die neue deutsche Ausgabe geschafft? Ein kurzes Blättern und tatsächlich!! "selbst diejenigen, die sie schufen ..." Wer hätte das gedacht! Ein Traum wird wahr für Buch-Pedanten! Die Stelle wurde von Tolkien-Expertin Lisa Kuppler tatsächlich korrigiert. Aber wie sieht es mit gewöhnlichen Übersetzungsfehlern von Margaret Carroux aus, wurden die auch alle entdeckt? Einige Stichproben ergeben, dass die meisten Fehler korrigiert wurden. Nicht alle, aber fast alle.
Und das Wichtigste am Schluss!! Für diese neue Prachtausgabe wurden einige Namen neu übersetzt! Im Kapitel "Ein Langerwartetes Fest" heißt es beispielsweise im Original: "And Mr. Drogo was staying at Brandy Hall with his father-in-law..." Früher lautete diese Stelle bei Carroux "Und Herr Drogo blieb im Brandyschloß bei seinem Schwiegervater". In der Prachtausgabe heißt es nun: "Und Herr Drogo war gerade im Brandygut bei seinem Schwiegervater" Aus "Brandy Hall" wird also passender "Brandygut" oder später auch "Gut Brandy". Aber dies ist nur einer von mehreren Namen, die geändert wurden. Das Gebiet mit dem Namen "Das Luch" (orig. "The Yale") wurde in "Die Hugel" geändert, "Buckelstadt" (orig. "Tuckborough") heißt jetzt "Tuckbergen".
Fazit: Eine prächtige Ausgabe, deren Text in mühevoller Kleinstarbeit und mit viel Liebe fürs Detail überarbeitet wurde. Es wäre zwar schön gewesen, wenn wirklich alle Fehler der alten Ausgabe korrigiert worden wären, aber bei 1.300 eng bedruckten Seiten ist dieser Anspruch vermutlich eher unrealistisch. Alles in allem die schönste und bisher perfekteste deutsche Ausgabe von J.R.R. Tolkiens Meisterwerk DER HERR DER RINGE. Und für Sammler ist diese Ausgabe sowieso ein Muss!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für alle unentschlossenen, 11. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Herr der Ringe: Erster Teil: Die Gefährten, Zweiter Teil: Die Zwei Türme, Dritter Teil: Die Rückkehr des Königs (Ledereinband)
Hallo liebe Leute,
ich habe lange überlegt ob ich mir dieses Buch kaufen soll, da hier die Meinungen extrem auseinander gehen. Ich habe sie mir aber dann doch gekauft und ich bin froh darüber. Das Leder fühlt sich sehr wohl an wie Leder und man merkt die sehr hohe Qualität des Buches. Manche meinen auch die Goldprägung sei in irgendeiner weise schlecht. Keine Ahnung wovon die reden bei ist sie Perfekt.
Ich hatte davor noch nie ein Buch mit Bibelpapier, und es ist echt sehr sehr dünn, aber es ist total stabil und wenn man ein wenig aufpasst, sollte es keine Probleme geben beim lesen. Also ich habe keine Probleme damit und das als Laie.
Von mir eine klare Kaufempfehlung für jeden Fan.
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72 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fundierte Meinungen, bitte!, 25. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Herr der Ringe: Erster Teil: Die Gefährten, Zweiter Teil: Die Zwei Türme, Dritter Teil: Die Rückkehr des Königs (Ledereinband)
Jedes Urteil über ein Buch ist natürlich Geschmackssache, aber es ist schlicht zur Schau gestellte Unwissenheit, wenn jemand behauptet, er wisse nicht, ob diese Ausgabe tatsächlich einen Ledereinband habe, und außerdem habe der Verlag am Papier gespart, denn es sei so dünn. Liebe Leute, das Buch ist in echtes Schafsleder gebunden, und das verwendete Dünndruckpapier gehört zum Aufwändigesten, was es gibt! Nichts ist haltbarer, und wenn man das Buch nicht gerade in die S-Bahn mitnimmt, sollte man es auch -- mit ruhiger Hand -- lesen können, ohne es mit Knicken zu verunstalten. Gerade die Handlichkeit und die geschmackvolle Schlichtheit macht meines Erachtens den Reiz dieser Ausgabe aus. Protzig und dick ist jeder billige Schmöker, Eleganz gibt sich bescheiden. Finde ich jedenfalls ...
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