"Herr der Plagen" ist die deutsche Ausgabe der englischen Romans "Interlopers" (deutsche Übersetzung "Eindringlinge"). In diesem Roman wird ein schon recht bekanntes Thema aus der SF wieder bearbeitet: Unsichtbare Aliens versklaven den Geist der Menschen.
Die Geschichte dreht sich um die Hauptperson "Cody (Coshocton) Westcott". Cody ist ein Archäologe, der auf einer Ausgrabung in einer Siedlung der Chachapoya Indianer in den Anden unter anderem besondere Steintafel entdeckt. Nach ein paar Wirren, bei denen Cody unter anderem seine Frau kennen lernt, findet er eine Stelle als Dozent an einer Universität. Cody übersetzt den Text auf der Steintafel in eine Anleitung zum einem Trank, der besseres Sehen erzeugen soll. Leider wird nicht seine Sehschärfe verbessert, sondern plötzlich kann Cody die so genannten Okkupanten sehen. Die Okkupanten sind eine Art von Geistern, die in Menschen eindringen, diese zum Teil steuern können und sich von schlechten menschlichen Emotionen ernähren. Die Geschichte dreht sich weiter um Codys Kampf gegen diese Okkupanten.
Ich fand die Geschichte recht spannend und - wie gewohnt von Alan Dean Foster - gut geschrieben. Die Hauptpersonen werden gut aufgebaut und waren für mich glaubhaft. Ich wurde gut unterhalten und habe das Buch sehr schnell gelesen. Vielleicht handelt es sich bei diesem Roman eher um eine Horror Story als um einen SF Roman aber das ist sicherlich Ansichtssache.
Ein paar Kleinigkeiten haben nicht so ganz gepasst. Zum Beispiel wenn diese "Okkupanten" überall sind (wie im Buch beschrieben), warum sind nicht alle Menschen schon als Baby besessen? Das Ende ist ganz gut. Mich hätte eine Vorsetzung interessiert.
Sicherlich nicht das beste Buch von ADF (einer Reihe der Pip&Flinx Bücher halte ich für besser) aber trotzdem eine gute Unterhaltung.