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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mozart in der Zeitmaschine,
Von
Rezension bezieht sich auf: Herr Mozart wacht auf: Roman (Gebundene Ausgabe)
So oft kommt in Frühstücksfernsehen nur Mist, aber dieser Buchtip war wirklich klasse. Nach der Buchvorstellung habe ich das Buch sofort bestellt - und jetzt auf einen Sitz gelesen, weil es mich so gepackt hat. Einfach klasse. Federleicht zu lesen und dabei mit viel Substanz!Eva Baronsky macht sich zunutze, daß die Rätsel um Mozarts Tod (Krankheit, Gift, Mord???) und das unvollendete Requiem seit jeher die Phantasie der Menschen beflügelt haben. Sie läßt Mozart per Zeitreise im Wien von heute aufwachen. Dabei beschränkt sie die Begegnungen mit den Errungenschaften der Moderne auf das Allernötigste, ihr geht es um Mozarts innerstes Wesen. Und Mozart ist eben Mozart... heißt, er komponiert unentwegt, freut sich über jede musikalische Inspiration von Sitaklängen bis Jazz, versteht nicht, warum im Musikverein nur 'olle Kamellen' gespielt werden und keiner Lust auf Neues hat, er ver- und entliebt sich, für ihn ist oder wird alles Musik. Auch am Requiem schreibt er weiter - eine der schönsten Passagen ist sicher die, in der Mozart diverse Requiem-Einspielungen durchhört und sich über das Gestümpere Süßmayrs (seines Schülers, der das Requiem seinerzeit fertigstellte) empört - herrlich. Ganz großartig auch Mozarts musikalische Recherchen: ihn interessiert, was gerade à la mode ist und so hört er sich durch ganze CD-Sammlungen. Es macht sehr viel Spaß zu lesen, wie Mozart mit den nachgeborenen Komponisten umgeht und wie deren Musik wiederum seine beflügelt! Bei Baronsky ist Mozart der liebenswerte, verspielte und manchmal lustvoll kindische Leichtfuß, dem Musik über alles geht, der mit dem Geld nicht hauszuhalten weiß, Verpflichtungen eher aus Übermut oder Liebeskummer verschludert denn aus Desinteresse und das Genie, dem Musik aus allem, was ihn umgibt, anzufliegen scheint. Kurzum: er ist der Größte von allen... Leise begleitet den Roman immer auch die Frage: wie gehen wir, unsere Gesellschaft, mit außergewöhnlichen Menschen um - wie geht es einem Genie? Und man stellt fest, so recht viel anders ist es vom 18. auf das 21. Jahrhundert nicht geworden... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Frau Baronsky wacht auf,
Von Cantaleno (aus dem Taunus) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Herr Mozart wacht auf: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Roman von Eva Baronsky ist eine meisterhaft gelungene Annäherung an das Genie Mozarts. Nicht nur denen, die so manches Mal Mozarts Werke zur Aufführung bringen durften und sein Requiem als göttliches Geschenk beständig mit sich herumtragen, ist der Roman Baronskys eine gelungenere Hommage an einen der größten Musiker des Jahrtausends als die 4328ste Aufführung eines seiner Werke, sei sie auch noch so gelungen.Die elegante und schlüssige Handlungsführung in Eva Baronskys Roman, die liebevolle Zeichnung ihrer Protagonisten wie die sprachlichen Nuancen in den Reaktionen eines Menschen des 18. Jahrhunderts auf die Sonderbarkeiten der Neuzeit vermögen es, die sprudelnde Atemlosigkeit und den Witz eines schöpferischen Genies, die hinter Mozarts Werken aufleuchten, auf die Romanform zu übertragen. Von der Handlung sei hier nichts verraten, aber einige herausragend gelungene Formulierungen erwähnt, von denen es unzählige im Roman gibt: wie Mozart die Eile der Wiener Passanten empfindet, als "stünde allenthalben die Sperrstunde bevor"; wie die Improvisation mit einer Saxophonistin dazu führt, dass Mozart "das Tempo wechselt" und die Musik "zart ihre schlanken Arme streicheln und sanft über ihren Nacken fahren" lässt; wie die Wiederannäherung an die angebetete "Vogelfrau" beschrieben wird (leider zu lang um hier wörtlich wiedergegeben zu werden). Der Roman ist ein Geniestreich und hat zweifellos viele Leser verdient. Dass es der Romanerstling einer Autorin ist, die selbst nur ein wenig Klavier spielt und für ihre Recherchen hier in der Gegend alle möglichen Musiker interviewt hat, offenbart Liebe zum Detail, Einfühlungsvermögen in eine zunächst fremde Materie, die Fähigkeit zu großer Synthese und den souveränen Umgang mit verschiedensten Sprachebenen. All dies lässt auf weitere Edelsteine von Eva Baronsky hoffen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
absoluter Lesespass,
Von
Rezension bezieht sich auf: Herr Mozart wacht auf: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zeitreiseromane gibt es viele. Eva Baronski hat mit "Herr Mozart wacht auf" aber etwas besonderes geschaffen. Hier wird die Hauptperson nicht von der Gegenwart in die Vergangenheit katapultiert, sondern umgekehrt und herausgekommen ist ein unwiderstehlicher Lesespass, der unterhaltsam, intelligent, aber auch nachdenklich machend ist.Wolfgang Amadeus Mozart stirbt am 5.Dezember 1791 an einem akuten Nierenversagen, ehe er sein Requiem, seine Totenmesse vollenden kann....., aber was ist das?Als er zu sich kommt, weiß er nicht ob er im Paradiese gelandet ist, oder an einem anderen Ort, denn es erscheint ihm alles so eigenartig.Kutschen, die ohne Pferde fahren und einen Höllengestank von sich geben, wie er nur in der Hölle zu finden ist. Menschen, die unterirdisch in lange Schlangen steigen, um von einem Ort zum anderen zu kommen und in kleine schwarze Apparate sprechen ,die Siemens heißen und aus denen unsichtbare Stimmen sprechen.Nachttöpfe, in die er seinen Urin abschlägt,dessen Besitzer ihn dann schelten, weil es ihre Jumbokaffeetassen waren. Es ist schon eine eigenartige Welt ,das Wien, in dem sich Amadeus im Jahre 2006, also 200 Jahre nach seinem Tod wiederfindet. Das Debütwerk von Eva Baronski ist absolut lesenswert, erzählt es doch nicht nur lustig und unterhaltsam, sondern versucht auch in die Geschichte mit hineinzubringen, wie schwer es für ein Genie, wie Mozart es war,ist, sein Leben zu leben, das nur von Leidenschaft und Musikbesessenheit geprägt war.War es im 18. Jahrhundert schon schwer, so wird diese Aufgabe im Jahre 2006 schier unlösbar . Die wunderbare Art der Autorin diese Geschichte zu beschreiben, läßt die Seiten nur so dahinfliegen und man identifiziert sich mit Wolfgang und leidet mit ihm mit.Die Sprache, die die Autorin für" Wolferl" gewählt hat, gibt dem Ganzen noch einen besonderen Schliff und sorgt auch für viele amüsante Einschübe. Dieses Buch war für mich eine absolute Entdeckung und ein großer Lesespass, dem ich gern mehr als 5 Punkte geben würde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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