Das neue Schuljahr fängt an. Oberlehrer König versucht, den Stundenplan für die Volksschule zusammenzustellen, aber es stimmt vieles nicht. Welch Glück, daß sich gerade der neue Lehrer Herr Klingsor vorstellt. Er beugt sich über den Stundenplan, schnippt zweimal mit den Fingern - und schon stimmt der Plan für die ganze Schule. Herr Klingsor lächtelte nur und meinte, er könne halt ein bißchen zaubern. So kommt es, daß in der dritten Klasse, deren Lehrer Herr Klingsor wird, jetzt öfter seltsame Sachen passieren. Beim Singen singen alle Kinder durcheinander das Lied, daß sie gerne singen möchten und jeder Zuhörer hört auch das, was er singen möchte. Die Zwillinge kann man plötzlich auseinanderhalten, die Kinder geben sich nach einem witzigen Erlebnis plötzlich Mühe beim Schreiben, damit die Schrift ordentlich aussieht. Warum alle diese Veränderungen vonstatten gehen ist doch klar - da hat der Herr Klingsor gezaubert. Aber er macht es mit seiner Zauberei keinem zu leicht, die "Verzauberten" müssen meist selbst noch etwas tun - und tun es, ohne, daß sie extra darauf hingewiesen werden müssen. Als Kind hatte ich beim Lesen dieser Geschichten sehr viel Vergnügen. Es ist spannend, herauszufinden, in welchen Situationen Herr Klingsor wie zaubert. Manchmal sehen seine Zaubereien ganz anders aus, als der Leser erwartet. Die meisten Zaubereien bewirken Veränderungen in Bereichen, die viele Kinder gerne auch für sich verändern würden. Wie schön wäre es, wenn sich an jeder Schule viele Probleme einfach wegzaubern ließen. Aber, Kinder, achtet einmal darauf, was Eure Leher tun, "denn jeder Lehrer, der wirklich ein guter Lehrer ist, muß wohl ein wenig zaubern können. Jeder auf seine Weise." (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)