oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Herr Fuchs mag Bücher
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Herr Fuchs mag Bücher [Gebundene Ausgabe]

Franziska Biermann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 11,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 8 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Zum Fressen gern

Wolf und Fuchs in neuen Bilderbüchern

Liebe geht durch den Magen, heisst es, und am besten schmeckt das Verbotene. Was man alles essen kann, ob aus Appetit, Neugier oder blosser Gier, erzählen und zeigen zwei Bilderbücher, die unter ihresgleichen zu den Leckerbissen gehören.

Die französische Bilderbuchautorin Anaïs Vaugelade ist dafür bekannt, dass sie das Schwierige liebt. Krieg, Einsamkeit und enttäuschte Liebe gehören für sie durchaus zum Repertoire der in Bilderbüchern zu verarbeitenden Themen. Und auch mit ihrem neuesten Buch, «Steinsuppe», räumt sie einem Gefühl Platz ein, das im Alltag der Menschen einen festen Platz hat, ohne jedoch meist konkret ausgesprochen zu werden – dem Misstrauen. Dieses Gefühl jedenfalls ist es, das das Schwein, die Ente, das Pferd und andere Tiere auf den Plan ruft, als sie sehen, was für ein Gast ihrer Freundin, der Henne, da ins Haus geschneit ist: der Wolf, der Rast macht, um sich eine Steinsuppe zu kochen.

Mit sparsamen Mitteln zeichnet und erzählt Anaïs Vaugelade das improvisierte Abendessen, zu dem jeder und jede etwas mitbringt, allein schon um einen Grund zu haben, eingelassen zu werden. In einem einzigen Raum hat die ganze Geschichte Platz, die Wände sind in ein weiches flaches Gelb getaucht, die Bodenfliesen strahlen in warmem Rot. Mittelpunkt des Geschehens ist ein offener Kamin, über dessen prasselndem Feuer ein beeindruckend grosser Topf hängt, in dem die Suppe vor sich hin brodelt. Um ihn schart sich eine Tiergesellschaft, die ganz offensichtlich gewillt ist, jedes böswillige Ansinnen durch pure Lebenslust zunichte zu machen. Die Körperhaltung der Tiere aber spricht neben aller Ausgelassenheit noch eine andere Sprache. Alles Geschnatter, Gelächter und Wohlbehagen verbindet sich mit einer an der Gespanntheit der Silhouetten ablesbaren Wachsamkeit, die deutlich macht, dass der gefährliche Fremde buchstäblich von niemandem aus dem Auge gelassen wird. Ein Lehrstück nicht nur in moralischer, sondern auch in ästhetischer Hinsicht. Denn das, worauf es ankommt, steht zwischen den Zeilen und ruht im Verborgenen – so wie im richtigen Leben oftmals auch.

Wie der Wolf, so ist auch der Fuchs in der Kinderliteratur als hinterlistiger Vielfrass bekannt. Die Leibspeise des von Franziska Biermann erfundenen und gezeichneten kleinen Herrn Fuchs aber sprengt nicht nur sein Portemonnaie, sondern auch den Rahmen des Gewöhnlichen: «Herr Fuchs mag Bücher!» Und wie! Nicht irgendwelche etwa, sondern das Niveau der russischen Klassik sollte es schon sein. Mit ein bisschen Salz und Pfeffer bestreut, schmecken sie ihm am besten. Nachdem er dieser lebensnotwendigen Leidenschaft aber bereits sein ganzes Hab und Gut geopfert hat, ist guter Rat teuer. Zu welchen Tricks und Umwegen der «Beschaffungsmassnahme» sich der verzweifelte Habitué hinreissen lässt, wird von der Bilderbuchkünstlerin mit so viel Einfallsreichtum und Verve erzählt, gezeichnet, collagiert und gemalt, dass man sich am Ende selbst wie der kleine Herr Fuchs fühlt und das Buch förmlich verschlingt – Salz und Pfeffer nicht nötig!

Starke Farb- und Formkontraste, ein phantasievolles Wechselspiel von Bild und Text und ein spielerisch ausbalanciertes Abwechseln von kunterbunt durcheinander gewürfelten und klar gezeichneten Bildpassagen machen das Buch zu einem Seh- und Leseabenteuer. Der Weg von der Leihbücherei bis zum Letter Labor in Hollywood ist eben nicht nur entbehrungsreich, sondern auch mit vielen Einfällen und Buchstaben gepflastert. Dieses Buch, das im Mai erscheint, kann gerade für Kinder, die dabei sind, das Lesen zu entdecken, ein gefundenes Fressen sein.

Ursula Sinnreich -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Der kleine Herr Fuchs mag Bücher zum Fressen gern - am liebsten mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer. Als er sich aus Geldnot seine Leibspeisen illegal besorgt, wandert er ins Gefängnis. Dort darbt er bei Wasser und ohne Bücher. Bis er den Wärter beschwatzen kann, ihm Papier und Stifte zu bringen ... Ab 8 Jahre. Großformat -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Franziska Biermann, Jahrgang 1970, studierte an der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung. Zusammen mit Antje von Stemm gründete sie unter dem Namen 'Brillante Töchter' 2000 eine gemeinsame Firma. Ihre Bücher haben ihnen bereits zahlreiche Auszeichnungen eingebracht.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de