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Produktinformation
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Wolf und Fuchs in neuen Bilderbüchern
Liebe geht durch den Magen, heisst es, und am besten schmeckt das Verbotene. Was man alles essen kann, ob aus Appetit, Neugier oder blosser Gier, erzählen und zeigen zwei Bilderbücher, die unter ihresgleichen zu den Leckerbissen gehören.
Die französische Bilderbuchautorin Anaïs Vaugelade ist dafür bekannt, dass sie das Schwierige liebt. Krieg, Einsamkeit und enttäuschte Liebe gehören für sie durchaus zum Repertoire der in Bilderbüchern zu verarbeitenden Themen. Und auch mit ihrem neuesten Buch, «Steinsuppe», räumt sie einem Gefühl Platz ein, das im Alltag der Menschen einen festen Platz hat, ohne jedoch meist konkret ausgesprochen zu werden dem Misstrauen. Dieses Gefühl jedenfalls ist es, das das Schwein, die Ente, das Pferd und andere Tiere auf den Plan ruft, als sie sehen, was für ein Gast ihrer Freundin, der Henne, da ins Haus geschneit ist: der Wolf, der Rast macht, um sich eine Steinsuppe zu kochen.
Mit sparsamen Mitteln zeichnet und erzählt Anaïs Vaugelade das improvisierte Abendessen, zu dem jeder und jede etwas mitbringt, allein schon um einen Grund zu haben, eingelassen zu werden. In einem einzigen Raum hat die ganze Geschichte Platz, die Wände sind in ein weiches flaches Gelb getaucht, die Bodenfliesen strahlen in warmem Rot. Mittelpunkt des Geschehens ist ein offener Kamin, über dessen prasselndem Feuer ein beeindruckend grosser Topf hängt, in dem die Suppe vor sich hin brodelt. Um ihn schart sich eine Tiergesellschaft, die ganz offensichtlich gewillt ist, jedes böswillige Ansinnen durch pure Lebenslust zunichte zu machen. Die Körperhaltung der Tiere aber spricht neben aller Ausgelassenheit noch eine andere Sprache. Alles Geschnatter, Gelächter und Wohlbehagen verbindet sich mit einer an der Gespanntheit der Silhouetten ablesbaren Wachsamkeit, die deutlich macht, dass der gefährliche Fremde buchstäblich von niemandem aus dem Auge gelassen wird. Ein Lehrstück nicht nur in moralischer, sondern auch in ästhetischer Hinsicht. Denn das, worauf es ankommt, steht zwischen den Zeilen und ruht im Verborgenen so wie im richtigen Leben oftmals auch.
Wie der Wolf, so ist auch der Fuchs in der Kinderliteratur als hinterlistiger Vielfrass bekannt. Die Leibspeise des von Franziska Biermann erfundenen und gezeichneten kleinen Herrn Fuchs aber sprengt nicht nur sein Portemonnaie, sondern auch den Rahmen des Gewöhnlichen: «Herr Fuchs mag Bücher!» Und wie! Nicht irgendwelche etwa, sondern das Niveau der russischen Klassik sollte es schon sein. Mit ein bisschen Salz und Pfeffer bestreut, schmecken sie ihm am besten. Nachdem er dieser lebensnotwendigen Leidenschaft aber bereits sein ganzes Hab und Gut geopfert hat, ist guter Rat teuer. Zu welchen Tricks und Umwegen der «Beschaffungsmassnahme» sich der verzweifelte Habitué hinreissen lässt, wird von der Bilderbuchkünstlerin mit so viel Einfallsreichtum und Verve erzählt, gezeichnet, collagiert und gemalt, dass man sich am Ende selbst wie der kleine Herr Fuchs fühlt und das Buch förmlich verschlingt Salz und Pfeffer nicht nötig!
Starke Farb- und Formkontraste, ein phantasievolles Wechselspiel von Bild und Text und ein spielerisch ausbalanciertes Abwechseln von kunterbunt durcheinander gewürfelten und klar gezeichneten Bildpassagen machen das Buch zu einem Seh- und Leseabenteuer. Der Weg von der Leihbücherei bis zum Letter Labor in Hollywood ist eben nicht nur entbehrungsreich, sondern auch mit vielen Einfällen und Buchstaben gepflastert. Dieses Buch, das im Mai erscheint, kann gerade für Kinder, die dabei sind, das Lesen zu entdecken, ein gefundenes Fressen sein.
Ursula Sinnreich -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leckeres Lesefutter,
Von
Rezension bezieht sich auf: Herr Fuchs mag Bücher! (Taschenbuch)
Der kleine Herr Fuchs hat Bücher zum Fressen gern – am liebsten mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer. Und da er nicht besonders viel Geld hat, kann er die vielen Bücher bald nicht mehr bezahlen um seinen Hunger zu stillen. Darum besorgt er sich die Bücher illegal. Erst in der Leihbücherei und dann sogar mit einem richtigen Überfall. Natürlich kommt alles raus und der kleine Herr Fuchs muss ins Gefängnis. Dort lebt er ohne Bücher – nur mit Brot und Wasser. Wie der kleine Herr Fuchs sich aus dieser schwierigen Lage befreien kann und wie ihm der Gefängniswärter Herr Schultz dabei hilft, könnt ihr in dem urkomischen Bilderbuch „Herr Fuchs mag Bücher“ von Franziska Biermann lesen und bestaunen. Die lustig bunten Illustrationen erinnern ein bisschen an Collagen, wie ihr sie vielleicht im Zeichenunterricht schon einmal selbst gemacht habt. „Herr Fuchs mag Bücher“ ist ein wirklich köstlicher Augenschmaus für große und kleine Bücherfans. Salz und Pfeffer gefällig?
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Diesen Lesespaß muß man verschlingen,
Rezension bezieht sich auf: Herr Fuchs mag Bücher! (Taschenbuch)
Göttlich! Dieses Buch hat mich am Anfang mit seinen Bildern wirklich abgeschreckt, nachdem ich es meiner Tochter nach 6 Monaten das erste Mal vorgelesen habe bin ich begeistert.Herr Fuchs mag Bücher und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Er verschlingt sie, so dass nicht mehr übrig bleibt. Sein Appetitt ist ungebremst, die öffentliche Bücherei und auch der Laden um die Ecke haben daran allerdings wenig Vergnügen. Schließlich fehlen Seiten bzw. ganze 'Bücher nachdem Herr Fuchs da war. Nach einem Überfall auf eine Buchhandlung kommt er ins Gefängnis, dort wird er vom Leser/Fresser zum Autor. Franziska Biermann schafft es völlig zu fesseln. Außerdem bekommen Kinder noch eine kleine Portion "wie gehe ich mit Büchern um" mitgeliefert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein hevorragendes Bilderbuch für ältere Kinder & Erwachsene,
Von Möhring, Jonas (jmoe0088@rz.uni-hildesheim.de) (Hildesheim, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Herr Fuchs mag Bücher! (Taschenbuch)
Schon das Titelbild hat mich angesprochen: Hier wird grafisch gearbeitet. Die Geschichte ist spannend und sehr liebevoll umgesetzt. Besonders schön: die grafischen Collageelemente wie Tapete, Zeitungen, Fotos. Endlich mal ein Buch, das die Kinder nicht mit Weichzeichnerbildern "schont".Weiter so! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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