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Herr der Fliegen - Meisterwerke Edition
 
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Herr der Fliegen - Meisterwerke Edition

James Aubrey , Tom Chapin , Peter Brook    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: James Aubrey, Tom Chapin, Hugh Edwards
  • Regisseur(e): Peter Brook
  • Komponist: Raymond Leppard
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 21. November 2007
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 87 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000W495WS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 13.593 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Nach einem Flugzeugabsturz findet sich eine Gruppe von 30 englischen Schuljungen auf einer einsamen Insel wieder. Unter der Führung von Ralph versuchen sie, ihr zivilisiertes Leben in der Wildnis fortzuführen, bis sie gerettet werden. Doch schon bald erwächst Ralph mit dem aggressiven Jack ein Gegenspieler, der immer mehr Jungen auf seine Seite zieht. Seine Anhänger nennen sich "Jäger" und entwickeln sich zu primitiven Wilden, die schließlich anfangen, Jagd auf die anderen, schwächeren Kinder zu machen.

Produktbeschreibungen

Nach einem Flugzeugabsturz kann sich eine Gruppe englischer Jungen auf eine unbewohnte Insel retten; die beiden Piloten haben das Unglück zwar schwer verwundet überlebt, erliegen aber wenig später ihren Verletzungen. Die sechs- bis zwölfjährigen Buben müssen sich ohne die Hilfe Erwachsener auf der Insel zurechtfinden; Trinkwasser und Früchte sind glücklicherweise ausreichend vorhanden, es gelingt den Sechs- bis Zwölfjährigen sogar, ein Signalfeuer zu entfachen. Das Feuer muss ständig brennen und bewacht werden, es ist ihre einzige Chance, von vorbeifahrenden Schiffen oder von einem Flugzeug aus entdeckt zu werden.

Doch auch wenn sie die äußeren Widrigkeiten der Wildnis ohne größere Schwierigkeiten bewältigen, befindet sich die Gruppe in wachsender Gefahr: Dem besonnenen und umsichtigen Ralph, der zum Anführer gewählt wurde, steht Jack gegenüber, ein rücksichtsloser Verfechter des Recht des Stärkeren.

Ralph versucht, Ordnung in die Gruppe zu bringen, mit Hilfe eines Muschelhorns verschafft er sich Gehör. Die Regeln, an die sich die Jungen zu Hause halten mussten, sollen auch weiterhin ihre Gültigkeit behalten, man singt und arbeitet gemeinsam. Nur wenn sie zusammenhalten und sich gegenseitig helfen, haben sie eine Überlebenschance - davon ist Ralph überzeugt. Unterstützt wird Ralph von dem zarten, sensiblen Simon und einem dicklichen, kurzsichtigen, aber äußerst intelligenten Jungen, den alle nur Piggy nennen.

Der charismatische Jack hingegen ist mehr an Abenteuern und Action interessiert. Welchen Sinn sollen die alten Regeln haben - an einem Ort, an dem weit und breit kein Erwachsener ist und von

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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein filmisches Kleinod 11. Juni 2008
Von Eberhard
Herr der Fliegen
sw, England 1963

Hervorragende Verfilmung des berühmten Romans von William Golding " Lord of the Flies".
Das Buch wurde zweimal verfilmt: 1963 in England von Peter Brooks und 1990 in USA von Harry Hook.
Vor zwei Jahren kaufte ich die DVD mit der neueren Fassung. Dieser Film ist sehenswert, gut gemacht, in Farbe. Aber ihm fehlt ein wenig der "Biss" der Buchvorlage. Natürlich war ich erfreut, dass nun die alte schwarz/weiß - Verfilmung als DVD vorliegt. Schon beim ersten Anschauen fiel mir auf, dass diese Fassung sehr viel werkgetreuer ist als der USA-Farbfilm.
Diese Rezension gilt der englischen Fassung von 1963.

Eine Gruppe englischer Schuljungen überlebt einen Flugzeugabsturz und kann sich auf eine unbewohnte Insel im Pazifischen Ozean retten. Kein Erwachsener überlebt.
Die Jungen versuchen, zivilisatorische Ordnungsprinzipien aufrecht zu erhalten. Als erstes wollen sie einen Anführer wählen. Jack, der älteste Junge und selbsternannte Sprecher eines 'Knabenchors', hofft insgeheim, dass die Wahl auf ihn fallen würde. Er ist enttäuscht, dass ein anderer Junge, der eher bedächtige und umsichtige Ralph, gewählt wird. Er fügt sich trotzdem der Wahl.
Das Überleben auf der einsamen Insel ist zunächst fast problemlos zu bewältigen. Es gibt Trinkwasser, es gibt die verschiedensten Früchte in Hülle und Fülle, es gibt Fische, es gibt sogar wilde Schweine, die erlegt werden können. Jack entwickelt sich zum erfolgreichen Schweinejäger.
Ralph lässt Hütten bauen, erkundet die Insel, richtet einen Wachdienst für ein Signalfeuer ein. Er freundet sich mit einem dicken, kurzsichtigen Jungen an (von den Anderen "Schweinchen" genannt) Schweinchen ist ihm bei seiner Führungsrolle eine große Hilfe.
Der gute Anfang gerät aber nach und nach in eine Krise, als Jack mehr und mehr die Führung an sich reißt. Immer mehr Jungen schlagen sich auf Jacks Seite, sie nennen sich Jäger, vernachlässigen ihre Pflichten als Hüter des Feuers, feiern Feste und kümmern sich immer weniger um die von Ralph mühsam aufrecht erhaltene Ordnung. Diese Krise nimmt schließlich "diabolische" Formen an. Aus der Schweinejagd wird immer mehr ein blutiges Schlachten. Die Gemeinschaft zerfällt, Terror und barbarische Primitivität gipfeln bald in einem Machtrausch, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt.

Im Buch wird ein Schweinekopf auf einen Holzspieß gesteckt. Er wird von Fliegen umkreist. Er ist der Herr der Fliegen. Simon, ein sehr zurückhaltender und ängstlicher Junge "unterhält" sich mit diesem Schweinekopf, der ihm zu verstehen gibt, dass die "Bestie", die die Jungen suchen, und vor der zumindest die Kleineren unter ihnen Angst haben, sie selber sind. Diese Szene kommt leider im Film viel zu kurz!

Golding kommt es offenbar darauf an, zu zeigen, dass der Mensch von Haus aus böse ist, und dass er nur durch gesellschaftliche Verhaltensweisen "gut" wird. Hier möchte ich sogar die Bibel zitieren: "Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf" (1.Mose 8,21). Die Richtigkeit dieser These wird durch das Filmende angedeutet, bei dem die Jungen beim Anblick von Marinesoldaten wieder in ihre angelernten Verhaltensmuster zurück finden.

Das beängstigende an diesem Gleichnis menschlicher Gesellschaft ist die Tatsache, dass die Jungen keineswegs Verbrecher oder Monster sind. Es sind Jungen, die in jeder Jungenklasse der zivilisierten Welt zu Hause sein könnten.

Brook wählte aus mehr als 3000 Kandidaten 30 Jungen aus, die mit wenigen Ausnahmen zuvor noch nie vor einer Kamera gestanden haben. Gedreht wurde auf einer Insel bei Puerto Rico, wo bei Improvisationen mehr als 60 (i.W. Sechzig) Stunden Filmaufnahmen entstanden sind, aus denen schließlich der 90-minütige Film geschnitten wurde. Das Resultat lässt sich sehen: Es wurden durchweg erstklassige Aufnahmen verwendet.
Eine großartige, sehr werkgetreue Verfilmung des Romans von William Golding. Das Bonusmaterial ist eher "mickerig", trotzdem ist der Film unbedingt kaufenswert.
Von mir bekommt er 5 Sterne.
eboku
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Pete Thrope TOP 500 REZENSENT
Das Buch "Herr der Fliegen" oder "Lord Of The Flies" war eine Zeitlang Pflichtlektüre im Englischunterricht verschiedener Gymnasien. Eine Gruppe englischer Schuljungs findet sich nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel wieder, wo sie zuerst versuchen, ihre zivile Herkunft aufrecht zu erhalten, aber nach und nach verrohen, was schließlich in Barbarei und Tod endet. Am Anfang wird ein Junge namens Ralph zum Anführer gewählt, worauf der Leiter eines Chors, Jack, sofort Anspruch erhoben hat. Mit der Zeit wenden sich anderen Jungen immer mehr Jack zu, weil der anscheinend mehr zu bieten hat, nämlich Vergnügen, während der rationale Ralph sich auch mit Unterstützung seines Freundes Piggy (ein dicker, asthmatischer Junge) um ihre Rettung kümmert. Zwischen diesen Fronten steht noch der schwindsüchtige Simon. Und da gibt es auch noch eine Bestie, die vor allem den Kleineren Angst macht.

Das Buch wurde zweimal verfilmt, einmal 1963 von Peter Brooks und 1990 von Harry Hook. Die erste Verfilmung (diese hier) ist die weitaus bessere, da sie die Intensität und die Stimmung des Buches exakt wiedergibt. Interessant ist schon mal, dass gegen alle damals üblichen Gepflogenheiten die "guten" Ralph und Piggy dunkelhaarig sind und die "bösen" Jack und sein Helfershelfer Roger blond. Einzig der ebenso zu den Guten zählende Simon ist ebenfalls blond. Simon ist es auch, der schließlich die Lösung findet, wobei die Verfilmung hier ihren einzigen Fehler hat.

Im Buch "unterhält" Simon sich mit dem Kopf eines Schweins, das die Jugendlichen erlegt haben und auf einen Holzstock gespießt haben. (Zum besseren Verständnis: Der Schweinskopf wird von Fliegen umkreist, er ist der "Herr der Fliegen". Der "Herr der Fliegen" ist aber auch ein Synonym für den Teufel). Der Schweinskopf gibt Simon zu verstehen, dass die Bestie, die die Jungen suchen, sie selbst seien. Dies ist ein wichtiger Hinweis auf das, worauf es William Golding in seinem Buch ankam. Er stellt damit die These auf, dass der Mensch grundsätzlich böse ist und nur durch gesellschaftliche Verhaltensmuster "gut" wird. Er untermauert diese These durch das Ende, bei dem die Jungen beim Anblick eines Marinesoldaten wieder in ihre ursprünglichen Verhaltensmuster zurückfallen. Dieser Dialog zwischen Simon und dem Schweinskopf fehlt völlig. Dabei ist es schließlich nicht unfilmisch, den Schweinskopf quasi aus dem Off sprechen zu lassen. Die katastrophale Neuverfilmung hat nicht mal diesen Fehler korrigiert.

Das Bonusmaterial ist leider mickrig (Trailer), die Anschaffung der DVD ist wegen des Films allein aber empfehlenswert - trotz des angesprochenen Fehlers.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hugo Humpelbein TOP 1000 REZENSENT
"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut", sagte Goethe in "Das Göttliche". Golding sagte sinngemäß was anderes mit seiner berühmten Geschichte "Lord of the Flies" (was ein Symbol für den Teufel ist): "Quatsch, vergesst es! Der Mensch ist ein Scheusal von Kindheit an."
Ich bin in meiner Schulzeit an der allgemeinen Pflichtlektüre vorbei gekommen und kann die zwei Kinoversionen von '63 und '90 deswegen nur als eigenständige Kunstwerke bewerten und nicht als verfilmte Literatur. Was alles drin fehlt, weiß ich nicht genau. Was aber eindeutig zu fehlen scheint, ist eine Erklärung, was es mit der "Bestie" auf sich hat, die es zu erledigen gilt.
Die Aussage der tiefsinnigen Story ist vermutlich vielfältig interpretierbar. Ich entnehme ihr die Erkenntnis, dass Kinder, wenn man sie ohne erzieherische Einflüsse auf sich allein gestellt aufwachsen lässt, in steinzeitliche Zustände zurückfallen würden, in denen nicht mehr die von Menschenhand aufgestellten Regeln der Zivilisation regieren, sondern das Gesetz der Natur: Töte oder werde getötet. Brüllend, bemalt wie Krieger, halbnackt wie Neandertaler wird gejagt, gestritten, herumgerannt - und am Schluss auch gemordet. Ob eine solche unzivilisierte Lebensform (wie die Tiere sie ja bis heute pflegen) auch für Menschen gut wäre - da enthalte ich mich mal lieber eines Kommentars, sonst werde ich noch geköpft.
Vielleicht müsste mal ein Psychologe auf die Idee kommen, ein der Gesellschaft unzumutbares Experiment zu wagen und eine Gruppe Kinder auf eine einsame Insel zu platzieren. Wenn die Ausgesetzten sich dann auch so entwickeln wie im "Herr der Fliegen", dann zeigt sich, ob William Golding mit seiner Negativsicht Recht hatte oder nicht.
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