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5.0 von 5 Sternen
Zurückversetzt in die Kindheit!, 31. Juli 2004
Aus akutem Lesemangel lieh ich mir dieses Buch in unserer Schulbibliothek aus, obwohl es unter dem Regal der „Kinder und Jugendbücher" ausgestellt war.
Schon das Gedicht auf der ersten Seite dieses Buches hat mich verzaubert. Ich fand es so schön, dass ich es mir herausgeschrieben , eingerahmt und in mein Zimmer aufgehängt habe!
Das Gedicht handelt - wie natürlich auch die restliche Geschichte des Buches - von einem sehr heikleren Thema: Dem Erwachsenwerden.
Die zwei Geschwister Prosper und Bo sind nach dem Tod ihrer Mutter von Zuhause abgehauen, weil ihre Tante nur Bo aufnehmen möchte, weil er noch ein süßes kleines Kind ist. Prosper dagegen soll ins Internat. Da die beiden aber nicht getrennt werden wollen, flüchten sie nach Venedig, der Stadt, von der ihrer Mutter ihnen immer vorgeschwärmt hatte.
Sie finden Anschluss bei einer Bande von Kindern, deren Anführer der „Herr der Diebe" ,wie er sich selbst nennt, ist. Scipio, wie der Herr der Diebe wirklich heißt, ist selbst noch ein Kind, sichert jedoch das Leben der ganzen Bande (bestehend aus 5 Kindern) durch geschickte Raubzüge, bei denen er wertvolle Dinge stiehlt ,die die ganze Truppe dann weiterverkauft. Sein Ruf als Meisterdieb eilt ihm voraus und schließlich bekommt er einen sehr heiklen Auftrag, welcher am Schluss das Geheimnis von Scipios Fähigkeiten als Meisterdieb aufdeckt und Scipios Leben vollkommend verändert, denn sein größter Wunsch wird wahr: Er ist erwachsen!
Wie oft hört man Kinder sagen: Ich möchte endlich erwachsen sein, dann werde ich... . Und wie oft antworten die Erwachsenen dann: Ach, könnt ich doch noch einmal so jung sein wie du! Genau dies ist die Thematik, die Cornelia Funke in ihrem Buch verarbeitet: Auf der einen Seite stehen die Kinder, die es satt haben, von den Erwachsenen bevormundet zu werden, die ihr eigenes Leben führen wollen. Auf der anderen Seite sind die Erwachsenen, die am Ende des Buches wieder zu Kindern werden und dann erst merken, wie schwer es Kinder manchmal auf der Welt haben, weil sie (fast) nie ernstgenommen werde...
Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt, wie kein anderes zuvor. Ich bin mit meinen 18 Jahren gerade im Prozess zwischen Kindsein und Erwachsenwerden und war früher immer tödlichst beleidigt, wenn man mich noch ein Kind nannte. Nach diesem Buch bin ich mir jedoch nicht mehr ganz so sicher, ob ich jemals Erwachsen werden will.. denn ist es nicht eigentlich wunderschön, ein Kind zu sein?
Doch im Endeffekt möchte jeder immer das haben, was er nicht haben kann, jedoch das Leben zu akzeptieren, wie es ist, macht einen am allerglücklichsten. Dies ist meiner Meinung nach die Aussage dieses wunderbaren Buches!
Ich liebe den Schreibstil von Cornelia Funke und ich liebe dieses Buch. Jeder kann es lesen, egal ob Jung oder Alt, es ist zum Vorlesen und Selberlesen, zum Verschenken und zum Träumen. Außerdem sehr empfehlenswert ist das Buch „Drachenreiter" von Cornelia Funke.
Nach dem Lesen dieses Buch habe ich ein Stück meiner eigenen Kindheit wiederentdeckt und ich wünsche mir, dass noch viele andere Menschen dieses Buch lesen und es ihnen genauso ergehen wird wie mir!
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Rätselhaftes Venedig, 4. November 2003
Von meinen beiden Söhnen hat einer das Buch und der andere das gleichnamige Hörspiel geschenkt bekommen.
Nachdem mein achtjähriger Sohn die Hörspielkassette ohne Ende laufen lässt, den Text auswendig mitsprechen kann und so davon begeistert ist, musste ich schnell dieses Buch lesen.
Die Geschichte um Scipio und seine Freunde wird spannend erzählt, die Personen glaubt man gleich zu kennen und man ist mitten im Geschehen. Ein bezaubender Detektivroman in einzigartiger Umgebung. Venedig wird zum Anfassen schön beschrieben. Ein Stadtplan dient zur Orientierung. Große Beachtung verdienen auch die Illustrationen der Autorin, die hervorragend sind.
Als wir letzthin die Stadt besuchten, waren die Kinder ständig auf der Suche nach den Schauplätzen. Kaum ist Venedig im Fernsehen, sagt einer: "Da könnte doch jetzt Viktor sitzen, oder?"
Das Ende des Buches ist etwas zu phantasievoll geraten und ich hätte mir gewünscht, es wäre offener geblieben, damit Cornelia Funke eine Fortsetzung hätte schreiben können. Ein "Commissario Brunetti" für Kinder. Ein gelungenes Buch.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Diebesbande in Venedig, 17. April 2005
Zwei Brüder fliehen in die Stadt des Mondes, schließen sich einer Diebesbande an und versuchen ein neues Leben zu führen...
Was mir am meisten an dem Buch gefällt, ist dass die Geschichte in Venedig, der Stadt des Mondes, spielt. Die Autorin beschreibt das winterliche Venedig mit seinen vielen Gassen, berühmten Plätzen und großen Häusern nie zu ausführlich, trotzdem konnte ich die spannende Handlung beim Lesen immer mit der Umgebung in Einklang bringen, und der „Film" in meinem Kopf war schnell vorbei!
Die erste Hälfte der Geschichte ist ziemlich realistisch, die Geschichte um Prosper, Bo und ihre neuen Freunde zeigt wie Kinder versuchen ohne Erwachsene zu überleben und mit welchen Mitteln sie das schaffen.
Mit der zweiten Hälfte des Buches wird die Geschichte fiktiv und phantastisch: die Autorin versucht einen alten Menschentraum und dessen problematische Folgen ins Licht zu bringen.
Was ist das, was viele Menschen sich oft wünschen, zudem sie aber die Macht nicht haben? Letztenendes habe ich durch das Buch begriffen, dass man sich klar werden muss, ob man sich etwas wirklich wünscht und sich dessen Folgen bewusst ist!
Ein Buch über Geschwisterliebe, Freundschaft, Diebe, Detektive ... in Venedig!
(Beim Lesen zu beachten: Worterklärungen und Venedigkarte am Buchende!!!)
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