15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend gut trotz propagandischem Einschlag, 22. März 2010
Aus Asien ist man in den letzten Jahren ja gute Filme gewohnt. Gerade Südkorea hat mit den actionbetonten, trotzdem selbstkritisch-reflektierten Filem Marke Brotherhood, The Guardian oder Joint Security Area stark aufgetrumpft.
Jetzt ist ein sehr beeindruckender Kriegsfilm ("Antikriegsfilme" gibt es nicht!) aus chinesischer Schmiede zu uns geschwappt, den ich allen nur empfehlen kann.
Erzählt wird die Geschichte des rotchinesischen Hauptmannes und Kompanieführers Gu Zidi, der mit dem Rest seiner Kompanie (47 Mann) im Jahre 1948 gegen die Nationalchinesen unter Tschiang Kai Scheck (jaja, überall wird er Name anders geschrieben) kämpft.
Schon die ersten Minuten, der den Kampf in einer Stadt schilert, in der die Kompanie des Zidi bis auf die besagten 47 Mann abgekämpft wird, gehören zu den drastischsten Kriesgszenen, die ich seit Saving Private Ryan oder Band of Brothers gesehen habe. Brutal ist der Krieg, und hier wird er eben so gezeigt. Wer umherfliegende Gedärme und Körperteile nicht verträgt sollte bei den Kampfszenen wegschauen (was sich durch den gesamten Film hinwegzieht).
Der Hauptmann bekommt nach dem Kampf den Befehl, mit seinen 47 Mann und mangelhafter Bewaffnung einen Höhenrücken und einen dahinterliegenden Flußübergang zu halten, bis sich die eigenen Truppen zurückziehen konnten. Nach dem Rückzug sollte ein Trompetensignal "Sammeln" geblasen werden. Dieses Signal kommt nicht, und die Kompanie geht in den Kämpfen nach und nach drauf. (Eben darum heißt der Film im Original "Assembly", also nach dem Signal zum Sammlen. Warum man hier den Film zu "Heroes of war" macht...ein ewiges Rätsel).
Der Hauptmann überlebt, und nun beginnt die eigentlich beeindruckende hndlung nach dem Kampf: Das Umherirren der Überlebenden, das "Abrechnen" der Toten (die Angehörigen bekamen 200 Pfund Mehl für einen Vermissten und 700 Pfund für einen Gefallenen). Zidi wird seine Geschichte nciht geglaubt, er geht als einfacher SOldat nach Korea und wird dort erneut schwer verwundet. Als Veteran versucht er nun, die Ehre seiner 47 Mann wiederherzustellen.
Soviel zur Handlung, den Rest sollte man sich doch bitte selber ansehen.
Kritiken:
Der Film besticht durch eine beeindruckende Handlung, eine sehr gute Kameraführung und einem sehr guten Drehbuch. Die chinesichen Macher haben sich übrigens Hilfe von den Machern von "Brotherhood" geholt, eine fruchbare Zusammenarbeit.
Sammler und Modellbauer werden ihre Freude haben. Die Uniformen und Bewaffnungen sind so, wie man sie aus der Literatur kennt. Kleine Einschränklung: Die Nationalchinesen wurden zwar massiv von den USA unterstützt, aber 1948 wurden keine M26 und Firefelies geliefert. Aber es ist gut für die Dramatik, und den Fehler werden viele nicht bemerken.
Größerer Kritikpunkt: Es ist ein chinesischer Film, bezahlt und beaufsicht von der Roten Agentur. Und das merkt man. Der Politoffizier (genannt "Instrukteur") ist superwichtig, ohne ihn geht nicht. Im Film ist er ein etwas ängstlicher Volksschullehrer, der natürlich in der Schlacht zum Helden wird. Okay. Die Partei hat immer Recht.
Wer gut aufpasst wird auch etwas wohldosierte, systemungefährliche Kritik bemerken, z.B. die stumpfe. teils menschenverachtende Bürokratie (ein sicheres Zeichen für jedes totalitäre Regime). Wie gesagt, der Film (immerhin ein in China vielausgezeichneter Kassenschlager)hat eine politische Aussage, aber die kann ein halbwegs denkender Mensch ausblenden.
Was bleibt ist ein beeindruckender, spannender Film, der auch im ruhigeren letzten Teil immer noch fesselt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Kriegsfilm der oberen Liga, 5. April 2010
Achtung diese Rezension bezieht sich auf die Hongkong DVD die ich am 24.11.2008 gesehen habe.
Wieder hat mich Regisseur Feng Xiaogang nach "The Banquet" voll und ganz in seinen Bann gezogen. Ich bin nicht der größte Fan von Kriegsfilmen - weil sie mir meistens zu viel Pathos haben - zu patriotisch sind - zu künstlich in ihrer Dramaturgie wirken. Es gibt ganz wenige Filme die mir in diesen Genre wirklich zusagen - das wäre vor allem "Stalingrad" - dann "Platoon", "Jarhead", "Apokalypse Now" und bei Filmen wie "Soldat James Ryan" kommt mir fast das pure Kotzen. Darum war ich sehr skeptisch bei "The Assembly" aber der Film ist genial in meinen Augen - allein der Aufwand lässt einige amerikanische Vertreter sogar blass aussehen. Das ist aber nicht was mich an den Film beeindruckt hat - es ist die Botschaft des Films die zeigt wie sinnlos Menschenleben im Krieg verschleudert werden und es eben danach teilweise geleugnet wird oder wie man den Toten nicht mal genug Respekt zollen will. Die Schauspieler im Film spielen hier mehr als gut und beeindrucken - und die Dramatik ist nie künstlich sondern hat bei mir still und leise gewirkt ohne das Schmalz ala "Soldat James Ryan" die Tragweite des traurigen Geschehens erstickt. Die Kampfszenen sind hart schonungslos und lassen einen das Blut zu Wallung bringen - man fühlt sich mitten drinnen und als Ex-Soldat fühlt man bei der realistischen Darstellung mit - besonders was die Vorgehensweise der Soldaten betrifft. Interessant fand ich auch wie Regisseur Feng Xiaogang den Film ausklingen hat lassen - das hat mir sehr gefallen. Der Film hat sich am Ende Zeit gelassen und ging ruhig, aber irgendwie melancholisch schön zu Ende.
P.S.
Wegen den oft gezogenen Vergleich zu Taegukgi - Assembly ist in meinen Augen wesentlich besser. Taegukgi war mir zu schmalzig gewesen zu sehr auf Manipulation aus was die dramatischen Effekte betrifft (auch wenn sie gewirkt haben).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
China antwortet auf Soldat James Ryan, 23. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Heroes of War - Assembly (Limited Edition, 2 DVDs + Blu-ray) (DVD)
Mit Assembly schuf Feng Xiaogang ein Kriegsfilm, der locker mit Hollywoodfilmen wie 'Der Soldat James Ryan' und Co. mithalten kann. Feng Xioangang ist hier zu Lande durch sein Meisterwerk "The Banquet" bekannt und auch sein Spionagethriller "The Message" wird bestimmt seinen Weg nach Deutschland finden (sehr empfehlenswert).
Zum Inhalt: Der Hauptmann und Kompanieführer der chinesischen Volksarmee Gu Zidi
(Zhang Hanyu, "The Message") wird zur Zeit des chinesischen Bürgerkrieges befehligt, mit seinen 47 Männern eine Stellung gegen die Nationalisten im Falle eines Angriffes zu halten bis das Trompetensignal ertönt um sich dann zu sammeln, jedoch ertönt dieses niemals. Jahre später, der Krieg ist vorbei und er hinterließ nichts als Trauer, Chaos und Zerstörung. Gu Zidi ist der einzige Überlebende seiner Kompanie. Als er auf seine Geschichte aufmerksam machen will, glaubt ihm das Militär nicht oder diese hat keine Hintergrundinformationen mehr zu seinem Einsatz und so macht er sich auf den weg die Ehre seiner 47 Kameraden wieder herzustellen.
Zusammen mit dem 'Taegugki'(Brotherhood)-Team zeigt Feng Xiaogang beeindruckende und verstörende und zugleich auch blutige Kampfszenen die nichts für schwache Nerven sind.
Gerade am Anfang des Filmes wird man sofort mit den Kriegshandlungen konfrontiert und das blutige Sterben nimmt in harten Bildern seinen Lauf. Beispiel hier für ist,
als ein Politoffizier den halben Unterkörper abgeschossen wird und das Blut nur so fließt. Aber auch als die Kompanie ihre Stellung halten soll, wird an Explosionen, Schusswechseln und zerschossenen Gliedmaßen nicht gespart. Die Geschichte wird keinesfalls nur von solchen Szenen getragen. Auch die fast aussichtslosen Versuche Gu Zidi, die Anerkennung seiner gefallen Soldaten wiederherzustellen, unterstreichen die Dramatik des Filmes und ist auch gleichzeitig eine Kritik an die chinesische Armee, nicht richtig gehandelt zu haben. Lobenswert hier zu erwähnen ist auch der Schauspieler Zhang Hanyu, der seine Rolle als Gu Zidi hervorragend umgesetzt hat. Seine Rolle in der Kompanie hat schon fast etwas väterliches und auch gewisse Szenen bekräftigen dies.So baut er den neuen Politoffizier wieder auf, nachdem dieser verurteilt wurde,weil er sich im Gefecht in die Hose gemacht hatte.!! In einer anderen Szene entfernen sich sogar einige seiner Soldaten aus ihrer Stellung, um von den toten, gegnerischen Soldaten eine Uhr zu erbeuten um diese Gu Zidi zu schenken. Jedoch am stärksten ist diese Vaterfigur, als er sich auf den Weg macht um für seine gefallenen Kameraden zu kämpfen. Der Kampf gegen das Vergessen.
Zur DVD/Blueray:
Zum ersten Mal wird hierbei eine DVD in Kombination mit der Bluerayversion mitgeliefert. Ebenfalls befindet sich auf der Blueray und der Bonus DVD die Specials wie Making of,Trailer,Behind the Scenes.Die Specials haben eine Gesamtlänge von über einer Stunde und geben tiefe Einblicke in der Entstehung dieses Meisterwerks. Dazu gibt es noch ein 16stg. Booklet, die die historischen Hintergründe des Bürgerkrieges erzählt.Die DVD Variante wird hier mit einen 5.1 Dolby Digital Sound mitgeliefert, während die Bluerayversion ein klaren DTS HD Sound besitzt.Neben der deutschen Tonspur besitzen beide Scheiben ebenfalls die Mandarinoption.Das Bild der Blueray zeigt sich in Höchster HD Auflösung (1920x1080)!! Das Bild liegt hier bei beiden Versionen 16:9 2.35:1 vor.
Fazit: Ein grandioser Antikriegsfilm der durch seine Bilder,einen überragenden Zhang Hanyu und den Vielen Extras hervor sticht.
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