Schade. Das ist zu dem zu sagen, was aus Heroes in der 2. Staffel geworden ist. Vorbei die Zeiten, in denen man mit den Charakteren mitgefiebert hat und die Storylines noch nachvollziehbar waren. Vorbei die Zeiten, in denen man sich noch die einzelnen Episoden ansehen konnte, ohne genervt die Augen zu verdrehen.
Das größte Problem der Staffel ist, dank des Autorenstreikes, die Hauptstoryline, die nicht richtig in Fahrt kommt. Die Folgen plätschern vor sich hin, ohne Neues oder Aufregendes zu enthüllen. So darf der Zuschauer Peter als Möchtegern-Gangster und Hiro als Möchtegern-Held erleben. Das zweite Problem ist der wachsende Nerv- und der sinkende Symphatie-Faktor der Charaktere. Während das unbeholfene Verhalten Hiros in der 1. Staffel noch lustig war, ist es in der 2. Staffel nur noch eins: Nervig. Der Charakter entwickelt sich in keinster Weise weiter, was sehr schade ist. Das gleiche mit Claire: Ihre neue Highschool-Romanze, die, was für ein Zufall, auch ein "Hero" ist, wirkt so unwichtig und konstruiert, dass es beinahe wehtut. Und nun zum größten Ärgernis, Maya und Alejandro. Wer auch immer die Idee hatte, die beiden in die Serie aufzunehmen, gehört gefeuert. Die Geschichten, die sich um die beiden drehen, laufen immer gleich ab: Maya bringt Menschen um, Sie weint, Alejandro nimmt sie an die Hand, Flucht. Noch nie hatte ich ein größeres Bedürfnis, eine Serienfigur zu schütteln, wie bei Maya. Die Storyline hat mich zu keiner Zeit berühren können, auch wenn es bei deren Zusammenkunft mit Sylar ein wenig interessanter wurde. Apropos Sylar: Er ist der einzige Lichtblick in dieser Staffel, da er noch immer so herrlich gefährlich wie in der 1. Staffel ist.
Letztendlich endet die Staffel so unspektakulär, wie sie begonnen hat und lässt die Hoffnung auf eine gute 3. Staffel erheblich schrumpfen.
EXTRAS: Besonders das Alternative Ende ist der interessant, lässt mich jedoch ein wenig traurig werden, da die ganze Virus-Geschichte doch sehr spannend geworden wäre und auch altes Heroes-Potenzial gehabt hätte.
FAZIT: Leider schafft es Heroes nicht, den Spaß, die Spannung und die symphatischen Charaktere in die 2. Staffel zu transferieren. Die unwichtigen Geschichten stapeln sich und mit keiner der Figuren fühlt man mit. Hier wurde viel Potenzial verschenkt, gerade wenn man sieht, was die Autoren, wie man in den Extras sehen kann, ursprünglich geplant hatten.
WERTUNG: Ein Stern für das gute Alternative Ende und der zweite für die gute Darstellung Sylars.