Ein ziemlich großes Projekt haben sich die Macher der neuen Mysterieserie
"Heroes" hier aufgeladen.
Komplexe Handlunsstränge, zahlreiche unterschiedliche Charaktere,
und eine Geschichte, die am Ende, alles zusammenführen soll.
Dazu kommt noch, dass jeder der "Heroes" eine besondere Fähigkeit besitzt,
die bei jeder Szenenwahl bedacht werden muss.
Ziemlich schwierig also hier für eine logische Übersicht über die
23 Episoden der ersten Staffel zu sorgen, denn schon alleine wenn ein
"Hero" durch die Zeit reisen kann, kann dies bereits den kompletten
logischen Aufbau einer Serie durcheinander werfen.
Umso erstaunlicher dass die Serie doch fast durchgehend der Logik treu
bleibt.
Bis auf einige wenige Details, in denen man sich fragen muss, warum der
Held nicht einfach seine besonderen Kräfte benutzt hat um diese Situation
zu lösen, bleibt die Geschichte glaubhaft beim Betrachter in Erinnerung.
Die Charaktere sind allesamt großartig.
Auch wie Storytechnisch, die zunächst einzelnen Schicksale schließlich
zusammen laufen und miteinander verbunden werden, ist einfach spannend
und intelligent inszeniert.
Die ursprüngliche Idee, dass Terroristen ein atomares Attentat auf New
York vorhaben, wurde schließlich abgeändert, wohl auch wegen Rücksicht
auf die Anschläge von 2001.
Somit wirkt die gesamte Geschichte um die explodierende Bombe in New York
etwas übertrieben und unglaubwürdig.
Auch die Engstirnigkeit der Amerikaner wird durch die etwas hochgepushte
Story deutlich.
Eine explodierende Bombe in New York City wird wohl kaum die Welt
verändern oder diese zerstören.
Abgesehen von diesen kleinen Mankos ist "Heroes" einfach eine grandiose
Serie geworden.
Vor allem die einzelnen Charaktere und ihr alltäglicher Kampf mit ihrer
"Fähigkeit" klar zu kommen, ist sowohl von der Erzählweise, als auch
von den Darstellern selbst, perfekt umgesetzt worden.
Abwechslungsreiche Storywendungen schaffen es regelrecht den Zuschauer
von Episode zu Episode zu zwingen.
Einzig das Ende wirkt etwas zu simpel für die komplex aufgebaute Story.
Es scheint fast als hätte man die Serie, zu mindest die erste Staffel,
zu einem Ende bringen müssen, denn ziemlich abrupt kommt die Story zur
Ruhe, und alle vorher sorgfältig aufgebauten Geheimnisse werden plötzlich
und unerwartet gelöst.
Einen Spannungsbogen zur zweiten Staffel hat man sich selbstverständlich
nicht nehmen lassen, obwohl auch dieser hätte spannender ausfallen können.
Viele Ideen der aufgebauten Story in den ersten Episoden wurde bereits in
dieser Staffel auch wieder abgeschlossen.
Hoffen wir mal das Erfinder Tim Kring noch genug Fantasie hat für eine
starke zweite Staffel, das Potenzial dazu hat die Serie allemal...