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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Streifzug durch die Lebensstationen des Dichters - Lesegenuss und Augenschmaus über Hesses Jahre in der Schweiz.,
Von Literaturtipp.com "Redaktion Literaturtipp.com" (Butjadingen-Stollhamm, an der Nordseeküste) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Hermann Hesse in der Schweiz. Mit 108 Abbildungen (Gebundene Ausgabe)
von seinen Lesern und fand ihn wiederum in den Eidgenossen wieder, denen gerade Eigensinn im Grundcharakter nachgesagt wird. Das Buch "Hermann Hesse in der Schweiz" von Autor Georg A. Weth begeht die Stationen im Leben von Hermann Hesse literarisch mit jenem Quäntchen Eigensinn, das dem Leser ermöglicht, sich ein eigenes Bild von dem Künstler zu machen.
Seine Verbundenheit zur Wahlheimat Schweiz machte Hermann Hesse 1904 amtlich, als er die Baslerin Maria Bernoulli heiratete. Der Grundstein für diese Verbundenheit war allerdings schön früh in seiner Kindheit gelegt worden. "Die glücklichsten Kinderjahre" hatte der Missionarssohn nach eigenen Worten in Basel verbracht, und als Hermann Hesse in einer Buchhandlung in Basel Arbeit fand, begann die erste Episode in einem sich langsam erfüllenden Traum. Die Schweiz wurde sein Nest, in welches er nach seinen Reisen stets gerne zurückkehren würde. "Als Hermann Hesse im Mai 1919 in Montagnola den Klingelknopf unterhalb des Namensschildes Camuzzi betätigte konnte er nicht ahnen, dass sich von diesem Moment sein Leben verändern sollte." Eine Symbiose von Wohnen, Arbeit und Leben schien Hermann Hesse schließlich im Tessin gefunden zu haben; die malerischen Landschaften und das Temperament von Mensch und Natur inspirierten zahlreiche seiner Werke. Aquarelle, von denen einige in der Ausgabe "Hermann Hesse in der Schweiz" abgedruckt sind, Gedichte und seine Erzählungen und Romane profitierten davon, während selbst die Liebe von diesem Glück etwas abbekam; er ehelichte seine dritte Frau Ninon. Fingerabdrücke des Künstlers findet man über die ganze Schweiz verteilt. Sei es Bern, Basel, Zürich oder Sils Maria - an jeder "Haltestelle" hat der Schriftsteller Spuren hinterlassen. Über den Vierwaldstätter See schreibt er beispielsweise: "Was mein Auge so begeistert, ist einzig die Schönheit dieses klaren Wassers, das von Blauschwarz über Grün und Grau bis zum silbernsten Silber jeder Farbe und Nuance fähig ist." Auf der Rückseite einer Speisekarte des Hotels "Waldhaus" in Sils Maria malte er in schnellen Strichen ein Aquarell und schickte es der Schwester. Auf diese Weise überlebte diese Speisekarte bis heute. Zwölf Kapitel lang folgt der Leser den Pfaden Hermann Hesses, findet Anekdoten, Textauszüge, Gedichte, Aquarelle und Fotos vor, um in den letzten fünf Kapiteln den Blick über die Nachkommen Hermann Hesses zurück auf den Schriftsteller zu werfen. Die Söhne Bruno und Heiner Hesse und die Enkel Christine, Sibylle und David vervollständigen das Bild des Vaters und Großvaters und hinterlassen den Eindruck eines verschrobenen, liebenswerten Eigenbrötlers, der die Natur und ihren Frieden über alles liebte. "Hermann Hesse in der Schweiz" säumt mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen die Jahre des Schriftstellers in der Schweiz, wirft einen Blick hinter die Kulissen, ohne jemals ins Voyeuristische abzurutschen. Gleichzeitig Lesegenuss und Augenschmaus ist dieses schön gebundene, biographische Werk, welches zahlreiche noch unbekannte Winkel in Hermann Hesses Leben beleuchtet! (c) Michèle Kirner-Bernoulli von Literaturtipp.com Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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