Auf den ersten Blick schaut der Gewindescheidsatz in Ordnung aus. Die angegebenen Gewindegrößen sind alle vorhanden und die Oberflächen sind TiN-beschichtet.
Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass es sich um Regel- und Feingewinde handelt. Erst bei der Gewindegröße M7 wurde ich skeptisch, weil es die eigentlich nicht gibt. Auch bei die Größen M3x0.6, M4x0.75, M5x0,9, M10x1.25 und M12x1.5 gibt es laut DIN 13 nicht. D.h. die Hälfte der Gewindebohrer und -schneider sind keine Normgewinde und damit für die meisten Anwendungen unbrauchbar. Ok, wenn ich genau gelesen hätte, wäre es mir vorher aufgefallen.
Heute hatte ich das "Vergnügen" den Satz beim Schneiden von M5 Regelgewinden in eine 6 mm Aluminiumplatte zu benutzen. So etwas habe ich noch nicht erlebt, der Bohrer schneidet nicht sondern quetscht sich durch das Material. Er führt sich nicht selbst und bildet keine richtigen Späne. Das fertige Gewinde schaut trotz Anwendung von CRC Supercut II Schneidöl (normalerweise ein Garant für sauber geschnittene Gewinde) wie mit einer groben Feile bearbeitet aus. Eine M5 Schraube wackelt im Gewinde wie ich es noch nie gesehen habe.
Fazit: Der Gewindeschneidsatz ist für den Müll produziert. Leider habe ich ihn nicht sofort ausprobiert, sonst hätte ich ihn noch zurück geschickt. Selbst für Laien, die nur selten ein Gewinde schneiden wollen ist dieser Satz nicht zu empfehlen, weil er das Bauteil ruinieren wird. In Stahl oder A2 werden die Bohrer garantiert abbrechen.