Kurzbeschreibung
Wer hätte von Jason Collett - Mitstreiter beim kanadischen Indie-Kollektiv Broken Social Scene - erwartet, dass er in diesem Jahr eins der schönsten Singer/Songwriter-Alben zwischen hier und Toronto abliefert? „Idols Of Exile“ gehört zu einem der schönsten Alben, die das Genre Roots/Folk/Americana in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Eine Platte wie ein warmer Sonntagnachmittag. Seine musikalische Laufbahn begann Jason Collett bei der Band von Andrew Cash, ebenfalls ein Kanadier. Jason Collett nahm immer wieder eine Auszeit um sich sehr mehr um seine beiden Kinder zu kümmern. Demnächst wird er zum dritten Mal Vater. Sein neues Album ist in Kanada eingeschlagen wie eine Bombe und erhielt durchweg gute Kritik seitens der Presse. Here’s To Being Here wurde von Howie Beck prodziert! Featuring Apostle von Hustle's Andrew Whiteman, Tony Scherr (Norah Jones, John Scofield, Bill Frissell) und Liam O’Neil (The Stills).
Fernab vom bombastischen Artpop der Broken Social Scene strickt Gitarrist Jason Collett weiter an seiner Solokarriere. Wurde er beim letzten Alleingang "Idols of Exile" noch vor allem von den Mitstreitern des Indiekollektivs unterstützt, hat Collett diesmal seine alte Band Paso Mino reaktiviert. Stilistisch geht er seinen Weg aber konsequent weiter und zelebriert einen US-Rock, der sich bei Americana genauso bedient wie bei denStones der 70er. Das langsame "Henry's Song", der flinke Boogie "Charlyn, Angel of Kensington" oder die grandiose Countryballade "No Redemption Song": Collett hat seine bisher besten Songs geschrieben, die ihm größte Schmeicheleien bis hin zu Dylan-Vergleichen einbringen werden. Bleibt die ängstliche Frage, wie lange ein Songwriter seiner Klasse noch bereit ist, sich in ein Indiekollektiv einzufügen. (cs)