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Hereafter - Das Leben danach [Blu-ray]

Matt Damon , Marthe Keller , Clint Eastwood    Freigegeben ab 16 Jahren   Blu-ray
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (72 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,81 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Matt Damon, Marthe Keller, Jay Mohr, Charlie Holliday, Cecile De France
  • Regisseur(e): Clint Eastwood
  • Sprache: Ungarisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Tschechisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1), Polnisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Dänisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Tschechisch, Schwedisch, Ungarisch
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 3. Juni 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 129 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (72 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004L9KMA4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.100 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

George (Matt Damon) ist ein amerikanischen Arbeiter, der seit seiner Kindheit eine besondere Verbindung zum Jenseits besitzt. Die französische Journalistin Marie (Cécile de France) wird durch ein Nahtoderlebnis traumatisiert. Und als der Londoner Schuljunge Marcus (Frankie/George McLaren) den Menschen verliert, der ihm am nächsten steht, lässt ihn das Unerklärliche fast verzweifeln. Alle drei sind auf der Suche nach der Wahrheit, und als sich ihre Wege kreuzen, machen sie kraft ihres Glaubens an ein Leben nach dem Tod fundamentale Erfahrungen.

Oscar®-Preisträger Clint Eastwood inszenierte diese eindringliche, authentische Geschichte nach dem Drehbuch des zweifachen Oscar®-Kandidaten Peter Morgan. In weiteren Rollen sind Jay Mohr, Bryce Dallas Howard, Marthe Keller and Derek Jacobi zu sehen.

FBW Prädikat: Besonders Wertvoll

Hereafter
Hereafter
Hereafter
Hereafter
Hereafter
Hereafter

VideoMarkt

Die französische Fernsehjournalistin Marie wird beim Urlaub in Thailand vom Tsunami überrascht, von der Flutwelle mitgezogen und ertrinkt - bis sie nach mehreren Minuten ins Leben zurückgerissen wird. Die Zwillinge Marcus und Jason in London müssen ihr Leben in London meistern - bis ein Unfall ihre Existenz völlig auf den Kopf stellt. Der Fabrikarbeiter George in San Francisco kann mit den Toten kommunizieren, was es ihm unmöglich macht, normale Beziehungen zu führen. Auf verblüffende Weise streben die Figuren aufeinander zu.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben nach dem Leben 20. Juni 2011
Format:DVD
Ich kann mich den negativen Stimmen nicht anschließen.
Der Film ist zum größten Teil sehr ruhig. Die Geschichte bzw. das Ende ist vorraussehbar. Und? Das trifft so ziemlich jeden amerikanischen Film zu und man sieht sie sich doch gerne an.
Überhaupt geht es in der Geschichte nicht einfach um den Tod, sondern wie man mit der Erfahrung (egal ob Verlust eines nahestehenden Menschen oder einer Nahtod-Erfahrung) umgeht.
Die französische Journalistin Marie (Cécile de France) hat den Tsunami 2006 hautnah mit erlebt und wäre dabei fast umgekommen. Als sie wieder ins Leben zurückgeholt wird, lässt sie diese Erfahrung nicht mehr los. Sie kämpft um ihre Glaubwürdigkeit, weil das Umfeld diese Erfahrung als Spinnerei abtut. Im Übrigen bin ich auch kein Freund von Untertitel und spreche bzw. verstehe nur noch etwas Schul-Französisch, aber gestört hat es mich nicht, dass diese Passagen in Französisch gedreht wurden. Ich finde das verleiht dem Film schon etwas Authensität.
Der Junge Marcus (Frankie McLaren) aus London hat seinen älteren Zwillingsbruder Jason (George McLaren) bei einem Unfall verloren. Seine Mutter ist stark Drogenabhängig, will aber eine Entziehungskur nun durchstehen, trotzdem steht der Junge erstmal so ziemlich allein da. Auch wenn seine Pflegeeltern sich bemühen finden sie keinen Zugang zu ihm. Er vermisst seinen Bruder und probiert verschiedene Möglichkeiten auf mit ihm in Kontakt zu treten, doch alle Medien, die er aufsucht, stellen sich als ziemlich schlimme (und profitgierige) Schwindler heraus.
George (Matt Damon) der eine echte "Gabe", einen echten Kontakt zum Jenseits herstellen kann KÖNNTE mit dieser Gabe viel Profit machen, aber letzendlich WILL er es nicht mehr. Er leidet darunter, denn für ihn ist diese Gabe ein Fluch, der ihn vermutlich schon viele Beziehungen gekostet hat. Obwohl er immer wieder versucht sich davon abzulenken, mit Geschichten von Charles Dickens oder einem italienischen Kochkurs, wird er immer wieder auf seine Gabe angesprochen, bis er schliesslich die Flucht ergreift und am Ende in die Stadt kommt, wo alle 3 Fäden am Schluss zusammenverlaufen.
Ehrlich gesagt der Film hätte mit dem sentimentalen Thema sehr viel kitschiger werden können. Ist er aber nicht. Er berührt schon, aber auf eine ruhige Art und Weise und nicht übertrieben melodramatisch.
Egal wie fantastisch auch die Sache mit George als echtes Medium sein mag, sie macht einen sehr realistischen Eindruck auf mich. Niemand würde eine solche Gabe gerne auf Dauer haben wollen, außer er ist skrupelos und Profitgierig bis ins Mark.
Ich rechne es Eastwood sehr hoch an, dass er diesen Weg gegangen ist und auch seine Botschaften in den Film auf sehr subtile Art überträgt.
Es gibt ein Lied in dem es heißt "Niemals geht man so ganz" und genau das ist nach meiner Einschätzung nach die grobumfasste Botschaft des Films. Praktisch das Leben NACH dem Leben und wie man damit weiterlebt. Wir als Lebende begegnen den Tod unterschiedlich und jeder wird auch unterschiedlich mit ihm fertig oder zerbricht im schlimmsten Fall daran.
Es gibt viele Fragen und wenige bis kaum Antworten.
Diese liefert Eastwoods Film auch nicht. Er gibt nur 3 Beispiele vor, wie Menschen damit umgehen, wie sie suchen, verzweifeln und kämpfen.
Ich finde es ist ein sehr gutes Werk von ihm. Es ist genau richtig, dass er so ruhig verläuft und trotzdem einen kurzen Raum für einen Überraschungsmoment lässt.
Das Ende ist typisch amerikanisch. Romantisch, ja.... aber nicht kitschig.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Lebenden brauchen die Lebenden 15. Oktober 2011
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Es ist unglaublich, unfassbar - nein, nicht der Zugang zum Tode und zu den Toten, um den es hier geht, sondern dass Clint Eastwood immer noch immer besser wird, wo seine vorangegangenen Werke schon meisterlich waren. Der Meister untertreibt massiv mit seinem Ausspruch: "Ich bin nur ein Typ, der Filme macht." Er hat die Kreisquadratur fertiggebracht, seiner Handschrift treu zu bleiben und doch etwas ganz Neues, Komplexes, aber auch Emotionales zu filmen, mit einem Thema zudem, das auf den ersten Blick nicht zu Eastwood zu passen scheint. Es geht um drei Geschichten: Die Französin Marie (Cécile de France) gerät in Thailand in einen Tsunami und hat eine Nahtoderfahrung. Der kleine Junge Marcus verliert in London seinen Zwillingsbruder durch einen Autounfall (der für ihn auch Ersatzvater und die treibende Kraft in einer nicht einfachen Kindheit mit einer drogensüchtigen Mutter war). In San Francisco möchte sich der grüblerische George (Matt Damon) neu orientieren: Als Kind hatte er selbst eine Nahtoderfahrung, arbeitete später als Medium und empfindet seine Gabe jedoch als Fluch, so dass er den kargen Lohn eines Lagerarbeiters vorzieht (aber bald wegrationalisiert wird, so dass sein Fluchtversuch zunächst gescheitert ist).

Erstaunlich ist, dass Eastwood sich auf das Terrain des Übersinnlichen begibt und es tatsächlich ernst nimmt. George hat WIRKLICH Kontakt zu den Toten, Marie hatte WIRKLICH die Nahtoderfahrung, die ihr Leben verändert, Marcus hat WIRKLICH noch in einer Szene seinen Bruder-Schutzengel aus dem Jenseits. Und doch: Eastwood redet gar nicht der Möglichkeit des Kontakts mit dem Jenseits das Wort wie etwa Robert Wise in "Audrey Rose" (1976). Man muss seine Geschichte wohl metaphorisch deuten. Es geht nicht um die Lebenden und die Toten. Es geht um die Lebenden und die Lebenden. Und es geht, wie so oft bei Eastwood, um Menschen, die einander brauchen. Oftmals leben seine Filme von zwei parallelen und parallelmontierten Handlungssträngen und zwei Hauptpersonen, die sich in Schlüsselszenen nur kurz oder manchmal auch nur fast begegnen (das können Gegner sein wie in "Unforgiven" und "Absolute Power", oder auch gegensätzliche Verbündete wie in "True Crime" und eigentlich auch in "A Perfect World"). Hier haben wir gleich drei! Und drei Hauptpersonen, die Seelenverwandte sind und einander brauchen. Denn soviel steht fest, der Tod ist eine nicht auf die leichte Schulter zu nehmende Angelegenheit, und Eastwood zeigt eindrücklich, dass man Erlösung erlangen muss. Nicht die Sterbenden müssen es, so wie Maggie in "Million Dollar Baby". Sondern die Lebenden müssen es, Eastwoods Film erzählt eigentlich nur vom Leben und nicht vom Tod, und die Erlösung der Lebenden ist alles andere als einfach zu haben. Wieder einmal versagt die Kirche (die dies schon in "Million Dollar Baby" tat und - mit einem versöhnlichen Ende - in "Gran Torino") in einer an sarkastischem Minimalismus und erzählerischer Ökonomik à la Eastwood nicht zu überbietenden Szene: Beim Trauergottesdienst für Marcus' Bruder geht alles sehr schnell zu. Der Pfarrer dreht sich noch einmal dienstbeflissen statt würdevoll um, ob der Orgelspieler auch bereit ist, sagt dann pflichtschuldig seinen Text, um anschließend die Überreichung der Asche zu erläutern und schon nach wenigen Minuten die Nächsten in die Kirche zu lassen, die - möglicherweise - Hindus sind. Die Kirche als Dienstleistungszentrum für Bestattungen aller Religionen im Minutentakt! Es versagen auch die ganzen selbsternannten Scharlatane der Spiritistik. Es scheitert ferner eine sich anbahnende Beziehung zwischen George und Melanie, einer jungen Frau, die offenbar als Kind missbraucht wurde und beim "Hearing" mit George nicht verkraftet, damit konfrontiert zu werden. George ist unerlöst, weil er mit seiner Gabe sein Leben vom Tode bestimmen lässt, Melanie hat sozusagen ihre "Leiche im Keller", Marie muss ihre Erfahrung verarbeiten und jemanden treffen, der sie wirklich versteht, der kleine Marcus muss lernen, seinen toten Bruder loszulassen.

Wie das bei Eastwood so ist, sind die Rollen der Helfenden und der Hilflosen nicht eindeutig verteilt, jeder Hilfsbedürftige kann auch dem Anderen etwas geben, und wer wen rettet, ist nicht ausgemacht. Selbst der scheinbar so verzweifelte Marcus, der immer der passivere der beiden Brüder war, erkennt ganz genau, dass George Marie sucht und gibt ihm einen entscheidenden Tipp. Am Ende, soviel sei angedeutet, wird George erstmals eine Vision haben, die nicht mit dem Tod, sondern mit dem Leben zu tun hat. Und das letzte, was er tut: Er kann jemandem die Hand geben, ohne sofort eine Todesvision zu haben. Er kann jemanden berühren, ohne unangenehm berührt zu sein. Eastwoods humanistisches Anliegen scheint mir generell in der Behauptung zu liegen, dass jeder Mensch etwas zu geben hat, dass auch der scheinbar Hilfsbedürftige den scheinbar Überlegenen "retten" kann (hier ist mein Lieblingsbeispiel immer wieder "True Crime": Ein Mann sitzt in der Todeszelle, ein anderer - von Eastwood selbst gespielt - ist nicht des Lebens bedroht, hat aber ein ungleich verpfuschteres Leben. Man kann sagen, dass sie einander wechselseitig das Leben retten!).

Und dies ist bei Eastwood nicht These, sondern er kann davon ERZÄHLEN, dieser vielleicht letzte große klassische Geschichtenerzähler des US-Kinos. Von der minimalistischen Meisterschaft einer Szene war schon die Rede. Eastwood gelingt es durchgängig, seine teils recht bedrückende Geschichte in ein Schattenreich zu tauchen, in dem (das kennt man vom Regisseur und seinen jahrelang konstanten Kameramännern, seit 2002 Tom Stern) oftmals eine Gesichtshälfte völlig im Dunkeln bleibt. Eine Ausnahme der letzten Jahre bildet der freundliche "Invictus", in dem ebenfalls Matt Damon mitspielte. Um wie viel grüblerischer und nachdenklicher ist er hier! Auch hat ihm die Maske das eine oder andere graue Haar mitgegeben. Man fühlt sich fast an den großen Tim Robbins und seine unendlich tragische Rolle in Eastwoods "Mystic River" erinnert und hätte das Strahlemann Damon ehrlich gesagt kaum zugetraut. Mit einem sicheren Gespür für Atmosphäre und beeindruckenden Kinderdarstellern zeigt Eastwood auch das Leben von Marcus und zunächst noch Bruder Jason in nicht schönen Vierteln von London, und wie das so ist, wenn Kinder viel zu früh die Eltern ihrer Mutter werden müssen, weil diese an der Nadel und an der Flasche hängt (aber von Eastwood mit Sympathie statt Zeigefinger porträtiert wird). Und die ganze Pracht der weltumspannenden Orte sowie ein CGI-Wunderwerk eines Tsunamis verkommen nie zu Ausstellungsstücken. Eastwood lässt nie seine Geschichte und vor allem seine Protagonisten aus dem Blick, widersteht der Versuchung, beim Tsunami aufgrund der Effektmöglichkeiten Marie aus den Augen zu verlieren. Ähnlich bei dem italienischen Kochkurs, bei dem sich Melanie und George kennenlernen: Dieser wird mit eingespielten Opernarien und "Essen mit Maske erkennen" zur sinnlich-erotischen Verlockung, aber die Belastung des Unerlöst-Seins ist sofort spürbar, wenn sich Melanie und George beim Reichen der Probierhappen kurz berühren. Rot ist hier auch das Blut im Sinne der "offenen Wunden", nicht nur der Wein und die Tomaten (dass diese mit riesigen Messern geschnitten werden müssen, die unsere Protagonisten zunächst verwechseln, mag zudem anzeigen, dass sie noch nicht wissen, ob und wie sie einander sezieren sollten bzw. ob und wie sie an ihrer eigenen trügerischen Schutzhülle herumschneiden sollten).

Eastwood hat trotz der spektakulären Eröffnung eigentlich einen (auch in der von ihm selbst komponierten Musik gewohnt) leisen und zurückhaltenden, dafür aber umso eindringlicher den Blick aufs Wesentliche lenkenden Film gemacht. Und, wie gesagt, einen sehr komplexen. Wobei diverse Anspielungen auf Charles Dickens vielleicht ein bißchen hergesucht sind und sich mir noch nicht so recht erschlossen hat, warum das Drehbuch diese so wichtig nimmt, bloß weil der Autor und sein Werk gut zum sinnsuchenden George passen (das täten in dieser Allgemeinheit noch viele andere). Sei's drum, anregend sind die aus Dickens' Werk vorgelesenen Passagen allemal. Wie alles an diesem Film, der den Zuschauer nicht loslässt und noch lange nachwirkt.
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56 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Berlinoise TOP 100 REZENSENT
Format:DVD
Im Film "Hereafter" beschäftigt sich Clint Eastwood mit dem Leben nach dem Tod.

Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge, die erst zum Ende hin miteinander verbunden werden, nähern sich dem Thema auf ganz unterschiedliche Weise:

Die Pariser Journalistin Marie wird während eines Thailand-Urlaubes bei einem Tsunami in letzter Sekunde nach einem Nahtod-Erlebnis gerettet und beginnt daraufhin, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.

In San Francisco lebt George, der die besondere Gabe hat, mit Toten zu kommunizieren.
Eine Zeit lang hat er diese Fähigkeit kommerziell genutzt, betrachtet sie inzwischen jedoch eher als Fluch denn als Gabe, hält sie demzufolge geheim und bestreitet seinen bescheidenen Lebensunterhalt mit einem Fabrikjob.

In England hat der 12jährige Marcus seinen Zwillingsbruder durch einen Unfall verloren; dennoch scheint dieser ihn noch aus dem Jenseits zu beschützen.

Die drei Handlungsstränge sind auf ihre Art alle interessant, inhaltlich berührend und gut gespielt.

Dennoch hat mir die Umsetzung des Filmes nicht so gut gefallen, wie ich es nach so großartigen Filmen wie "Mystic River" oder "Million Dollar Baby" von Clint Eastwood erwartet hätte.

Die drei Handlungsstränge laufen bis zum Ende, wenn sich die drei Hauptfiguren in London begegnen, völlig zusammenhanglos nebeneinander her, so daß das abschließende Zusammenführen als reiner Selbstzweck erscheint.

Die Tatsache, daß die Handlungen in Amerika, Frankreich, England, Thailand und der Schweiz spielen, führt dazu, daß lange Teile des Filmes, nämlich der gesamte Handlungsstrang um die Pariser Journalistin Marie, auf französisch gezeigt werden.
Zwar gehöre ich persönlich zu denjenigen, die des Französischen mächtig genug sind, um die Dialoge auch ohne ablenkendes Lesen der Untertitel zu verstehen, sehe aber in diesem Fall keine dramaturgische Notwendigkeit für die Zweisprachigkeit des Filmes.
Wenn hier unbedingt ein weltumspannendes Handlungsgeflecht aufgebaut werden sollte, hätte Marie auch Britin oder Australierin sein können.
So jedoch wird die Tatsache, daß die drei Erzählebenen gar nichts miteinander zu tun haben, nur noch unterstrichen und das Ende, in dem eine sich anbahnende Beziehung zwischen Marie und George angedeutet wird, erscheint umso unglaubwürdiger.

Seltsam fehl am Platze wirkt auch die ungemein aufwendig gestaltete Tsunami-Sequenz am Anfang, die so gar nicht zu dem restlichen Film mit seiner ruhigen Erzählweise passen mag.
Die Tatsache, daß Marie erst nach einen Nahtod-Erlebnis anfängt, sich mit dem Leben nach dem Tod zu beschäftigen, hätte man auch anders darstellen können.
So drängt sich der Verdacht auf, daß hiermit lediglich ein eher Action-interessiertes Publikum mit angelockt werden sollte - dabei hat Clint Eastwood derartige Taschenspielertricks doch gar nicht nötig und sich solcher bislang auch nicht bedient.

"Hereafter" hat eigentlich alle Voraussetzungen für einen sehr guten Film:
ein interessantes Thema, einen fantastischen Regisseur und gute Darsteller.
Umso bedauerlicher, daß er sein Potential leider nicht voll auszuschöpfen vermag.

Einige sehr berührende und nachdenklich stimmende Szenen werden mir mit Sicherheit im Gedächtnis bleiben, so der kleine Marcus, der dem leeren Bett seines toten Bruders eine gute Nacht wünscht und auf der Suche nach einem geeigneten Medium, von dem er sich Kontakt zu seinem Bruder erhofft, auf diverse dubiose Scharlatane trifft, der zurückhaltende George, den seine "Gabe" in erster Linie unendlich einsam macht und den eine junge Frau, nachdem er sich ihr nach ersten zarten Annäherungen (gezwungenermaßen) offenbart, prompt völlig verstört auf Nimmerwiedersehen verlässt und der Besuch Maries in einem Schweizer Pflegeheim, wo sie sich weitere Informationen zu Nahtoderlebnissen erhofft.

Über weite Strecken jedoch haben mich die oft völlig unzusammenhängenden, bruchstückhaften Sequenzen leider nicht wirklich berühren können.
Insbesondere der Handlungsstrang um Marie hat mich zum größten Teil nicht fesseln können, obwohl ich Cécile de France recht gerne sehe und in diversen anderen Filmen (L'auberge espagnole, Chanson d'Amour, Ein Geheimnis, ...) sehr gut fand.

Zum einmaligen Sehen kann ich den Film insbesondere Fans von Clint Eastwood und/oder Matt Damon durchaus empfehlen, aber dieses eine Mal reicht dann auch.

Mehr als gute drei Sternchen sind daher für mich leider nicht drin.
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5.0 von 5 Sternen Meine Meinung
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Vor 15 Tagen von R. und Margit Maier veröffentlicht
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5.0 von 5 Sternen Wunderschön!
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Vor 1 Monat von Manuela Starkmann | Starkmann Guiding veröffentlicht
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Vor 2 Monaten von metacommet veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Habe mir ein wenig mehr erwartet
Die Story ist sehr überschaubar. Dies ist leider der zweite Film von Matt Damon (nach der Plan) der mich leider nicht überzeugen konnte.
Vor 2 Monaten von T. Diehl veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eastwood goes Fantasy....
PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: gute Details und Schärfe, tolles sattes Schwarz, wenig Filmkorn
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