Produktinformation
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Nicolai von Schweder-Schreiners einzigartiger kehliger Bariton -- gegerbt und verschlissen von zuviel hartem Alkohol oder zu vielen Zigaretten oder zu vielen nächtlichen Gesprächen -- läßt einen manchmal an eine coole Version von Chris Rhea denken. Veranda Music sind geprägt von ihren gleichzeitig trägen, aber doch sprunghaften Songs, die sich durch eine Wüste von musikalischen Stilen bewegen, inklusive Blues, Appalachian Folk, Country und Lo-Fi Industrial. "Boy Girl Canoe" fängt mit einem finsteren Bayou-Blues Riff an und steigert sich in einen teuflischen Mitsing-Kracher. "One-Legged Man or Dwarf" kommt wie eine spontane Industrial-Terassen-Jam-Session, inszeniert von David Lynch, mit Maultrommel, Whiskyflasche und pumpender Orgel.
Weitere Highlights wären das böse und ohnmächtig klingende "Commonwealth of Style", das an Nick Drake erinnernde "Hazy Dazy Came by Train" und die relaxte Ballade "Ruins of Mandy". Die Welt von Veranda Music ist dunkel, aber auch literarisch, und es ist angemessen, daß der Song "Death by Water" seinen Text von T.S. Elliot ausleiht. Er stellt einen angemessenen Einfluß dar, gleichzeitig der schönen Zerbrechlichkeit des Lebens bewußt, aber auch dem unvermeidlichen Flüstern des Todes. Wenn die Welt eines Tages, wie der alte T.S. schrieb, nicht mit einem Knall, sondern einem Winseln untergeht, dann werden diese Jungs auf der Veranda sitzen und die Musik dazu spielen. --Tod Nelson
Jennifer Koegst / © Intro - Musik & so
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Als ich diese CD das erste mal hörte, dachte ich bei den ersten Takten im Shuffle-Modus an Calexico. Wie sehr man sich manchmal täuscht! Veranda Music haben eine wundervolle Scheibe rausgebracht, die stilistisch fast schon in eine eigene, IHRE Richtung weist. Eben "Veranda Music". Passend zum Wetter trällert sie mir ein wundervolles "I've got a call" entgegen, dem ich ohne Worte zustimmen möchte, um direkt danach ein wunderschön blaues "Hazy Dazy Came By Train" einzustimmen.
Durch und durch erzählt jedes Lied eine Geschichte, deren Stimmung man sich fantastisch anpasst, ohne es sofort zu spüren.
Diese CD ist ein absoluter Undergroundtipp für Leute, die den Rock lieben, der Stimmungen hervorruft. Und das haben sie bei mir geschafft. Weiter so, ich warte mit Spannung auf "LEBLON"!
Es ist einfach "Original Veranda Music".
Veranda Music ist nicht nur die blaue Melancholie, die einen überkommt wenn man festellt, daß es kälter wird oder zu lange regnet. Veranda Music ist auch das rote Grausen - die Furcht vor dem Unbekannten. Eine Manifestation in: "Mama there's a big gun", eine Konfrontation mit der eigenen Unfähigkeit, wenn man fragt: "Do you praise the lords when you dance with the devils?", ist die Suche nach dem eigenen "Nature Girl", ist der "Commonwealth of style". Ein Spiegel für alle Seelen, eine Erleichterung der Furcht, melancholische Poesie und eine der besten Longplayer der letzten Jahre. Here's to them all! Danke!
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