Jedenfalls für mich!
Als ich meinen eigenen abgenutzten Hit-Mix nicht mehr hören konnte, geriet ich beim Internet-Stöbern an Fritz! Fritz wer? Fritz Kalkbrenner. Fritze - so hieß mein Opa! Und nun das hier ...
Ich halte mich m.E. ja schon mal für hipp, höre Gängiges, aber auch Eigenwilliges und Außergewöhnliches, aber diese >Szene< sagte mir nichts. Ich habe auch keine Worte oder Definition dafür, was das hier ist und was es mit mir macht - ich kann mich dazu bewegen oder dazu träumen und auch einfach nur fasziniert vom Sound dasitzen und begeistert sein, wie schon lange nicht mehr, bei (mehr oder weniger) überwiegend instrumentalen Stücken.
Ich bin extrem beeindruckt von der Sounddichte, den Klangfarben und dem >angetrieben fühlen<. Titel wie >Facing the sun< oder >Kings in exile< machen mich süchtig und steigern meine Stimmung. Gelegentlicher Ersteindruck von Monotonie kippt sofort ins Meditative und man wünscht sich, es höre niemals auf.
Blank & Jones oder auch Schiller (die ich beide total mag), die man hiermit zwar nicht vergleichen sollte, aber könnte, dürften sich ruhig mal anhören, was Fortschritt ohne Rückschritt ist und wie mutige Klangwelten wirklich klingen. Selbst >alte< Werke von seinem Bruder Paul, den ich hier gleich mit empfehlen muss, klingen frisch, immernoch revolutionär und modern, wie ein nie dagewesener Sound (z.B. das Album >Self< aus 2004).
Die Freaks und Profis hier mögen mir meine blutigen Anfänger-Zeilen verzeihen, denn ich bin hier neu und dies ist eine Rezension für alle, für die das hier auch Neuland ist. Was für eine Bereicherung für mich! Ich werde mir in jedem Fall >beide Brüder< noch einmal gehörig vor die Brust nehmen ;-) und empfehle dieses Album uneingeschränkt für neugierige Musikliebhaber, die das Abgegriffene und Berechenbare nicht mehr ertragen und sich dem öffnen mögen, was da so klingt, chillt, dröhnt, schwebt und brodelt.
Weiterer Anspieltipp - >Sideways & Avenues<.