Elsa Rieger schreibt hier über Menschen wie sie jeder vielleicht kennt. Zum einen über ein Ehepaar, dass seinem Leben eine komplette Wende gibt, ausbricht aus den Fängen des Alltäglichen und sich noch einmal Träume erfüllt, die zuvor unmöglich waren.
Über eine hochbetagte Frau, die immer noch Freude am Leben hat, und in ihre Vergangenheit eintaucht, um sich mehr oder weniger zu verabschieden.
Oder eine durch das Leben, misstrauig gewordene 70ig-jährige, die in ihrem Alter doch noch den passenden Deckel findet.
Die Autorin besitzt die Gabe in wenigen Sätzen ihren Figuren Leben einzuhauchen. Die Geschichten sind sehr detailreich formuliert,man erkennt eine große Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe der Autorin, die eine feines Gespür für Kleinigkeiten hat,sie in ihre Geschichten einfliesen lässt, und dadurch ein bemerkenswerte Lenbendigkeit erzielt.Die Protagonisten sind nicht etwa oberflächlich beschrieben, oder gar langweilig dargestellt, nein sie besitzen Ecken und Kanten und Eigenheiten.
Der Titel des Buches trifft genau des Pudels Kern. Denn Herbstastern sind Blumem, die im letzten Viertel des Jahres noch einmal alles geben, um den Sommer gebührend zu verabschieden, und den Winter langsam einzuläuten. Genauso verhält es sich mit den Figuren in diesen Kurzgeschichten.
In eigener Sache noch ein paar Worte. Was erwartet man eigentlich von Kurzgeschichten? wie lang sollen sie denn sein? was erwartet man für 0,99 Cent? Eine Rezension zu diesem Buch hat mich echt geärgert! wie kann man solch eine unkompetente Meinung abgeben dürfen, über Autoren, die es nicht verdient haben, solche Prügel einstecken zu müssen. Blick ins Buch erlaubt einem schon im Vorhinein zu prüfen, ob man evtl. richtig liegt mit seinem Kauf. Wer es nicht tut, ist selber schuld! Aber danach sollte man seinen Frust nicht auf den Autor abwälzen und ihm vernichtende Rezensionen schreiben, wie oben geschehen.