In diesem doch sehr melancholischen Buch über das Mumintal kommen die Mumins nur in einem winzig kleinen Ausschnitt vor. Der Rest des Buches handelt von den Figuren aus dem Mumintal wie dem Mumrik (Snuffkin), Homsa Toft, der Filifjonka (die im Gegensatz zu der Animé-Serie aus Japan keine Kinder hat), dem Hemul, dem Onkelschrompel und der Mymla (Klein My's Schwester). Sie alle finden sich im Haus der Mumins ein und warten auf die Mumins, ohne zu wissen, wie lange sie warten müssen.
Es ist das ruhigste und nachdenklichste Buch über das Mumintal und auch das "erwachsenste". Die Beziehung der Personen untereinander wird beschrieben, was sie im Muminhaus erleben und was sie denken. Der Einzug des Herbstes ist ein grosses Thema, weshalb ich dieses Buch auch eher im Spätsommer oder im Herbst lesen würde, weil es eine perfekte Einstimmung auf diese Jahreszeit bietet. Somit ist aber auch klar, daß man sich zwangsläufig beim Lesen mit den für den Herbst typischen Themen wie Vergänglichkeit und innerer Einkehr beschäftigt. Es ist daher auch nur bedingt ein Kinderbuch. Am besten eignet es sich meiner Meinung noch als Kinderbuch, wenn man es vorliest, weil man dann eventuell auftretende Fragen sofort beantworten kann.
Alles in allem ist es ein Mumin-untypisches Buch, melancholischer noch als "Winter im Mumintal", aber wegen seiner Tiefe lesenswert. Insgesamt ist es ein sehr "leises" Buch. Für Einsteiger nicht unbedingt empfehlenswert, wenn man erwartet, erst einmal die Mumins kennenzulernen.