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Herbst der Chimären
 
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Herbst der Chimären [Gebundene Ausgabe]

Yasmina Khadra , Mohammed Moulessehoul , Regina Keil-Sagawe , Regina Keil- Sagawe
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nur wenige Flugstunden von Mitteleuropa entfernt, spielt sich seit mehr als einem Jahrzehnt das Drama eines nordafrikanischen Landes ab -- Algerien. Dort tobt ein "unsichtbarer Bürgerkrieg", inzwischen kaum beachtet von unseren Nachrichtenorganen, mit unklaren und für uns kaum erkennbaren Fronten über den Konflikt zwischen Regierung, Militär und islamischen Fundamentalisten hinaus. Ein Autor hat diesem Konflikt unter dem Pseudonym Yasmina Khadra in literarischer Form zu neuer Aufmerksamkeit verholfen. Khadra hat sich mittlerweile als hochrangiger Offizier der algerischen Armee mit dem tatsächlichen Namen Mohammed Moulessehoul zu erkennen gegeben und ist ins Exil nach Paris gegangen, weil er sich dort sicherer fühlen kann. Er wird aber den tapferen Frauen seines Heimatlandes zu Ehren weiterhin unter dem weiblichen Pseudonym veröffentlichen.

Mit Herbst der Chimären ist die inhaltlich zusammenhängende Trilogie um den Schriftsteller und Commissaire Brahim Llob in Deutschland nun komplett. Im Gegensatz zu den ersten Bänden Morituri und Doppelweiß, die Llob als ermittelnden Kommissar in verworrenen Mordfällen schilderten, wird der Polizist im vorliegenden Buch seiner schriftstellerischen und aufklärerischen Tätigkeit wegen vom Dienst suspendiert. Drohungen und Anschläge auf sein Leben lassen nicht lange auf sich warten und dem Charakter dieses undurchsichtigen und grausamen Krieges entsprechend ist keineswegs klar, wem diese Gewaltakte zuzuschreiben sind. Brahim Llob jedenfalls wird einen hohen Preis für seine Aufrichtigkeit und den jahrelangen Kampf um Gerechtigkeit bezahlen.

Auch Herbst der Chimären ist ein ungewöhnlich fesselnder Politkrimi mit einer ungemein starken Hauptfigur. Stark aber keinesfalls im Sinne von überlegen, clever und stets obenauf. Stark vielmehr in ihrer Gebrochenheit, ihren Freuden und Ängsten und ihrer zunehmenden Hilflosigkeit. Brahim Llob repräsentiert das Schicksal vieler algerischer Intellektueller, indem er selbst wie die meisten von ihnen zur Zielscheibe wird. Yasmina Khadra teilt nunmehr das Schicksal seines Alter Ego. Seine brillante literarische Dokumentation des algerischen Dramas zeigt beispielhaft das Befinden einer Welt, die seit dem 11. September 2001 einen neuen Albtraum gigantischen Ausmaßes erlebt, aus dem sie wohl für eine lange Zeit nicht wird erwachen können. --Ulrich Deurer

Pressestimmen

Wie in seinen Vorgängern gibt es auch in diesem dritten Llob-Roman tiefe Einblicke in die wenig Hoffnung erweckenden Zustände in Algerien. In einem ausführlichen Nachwort von Beate Burtscher-Bechter erfährt man vieles über den algerischen Bürgerkrieg, den Autor und seine Situation. Alfred Ohswald, www.buchkritik.at "In ungemein direkter und schnörkellos dichter Prosa gelingt Khadra eine präzise Beschreibung der algerischen Wirklichkeit - ein Albtraum, der mit dem 11. September offenbar geworden ist." Ralf Koss, Handelsblatt "Llob ist einer der wenigen Aufrechten. Seine schnoddrig-sarkastische Rede stärkt die Eigenständigkeit seiner Figur. Gelegentliche pathetische Metaphern mindern nicht den sonst schnörkellosen Plot, der die Hydra der Gewalt und die Korrumpierbarkeit der Armen, aber auch Ansätze der Gegenwehr vorführt. Wahnsinns-Zeitbild." Buchmarkt "Für uns ist die Trilogie eine der offensten und schonungslosesten Darstellungen der Situation im heutigen Algerien ohne mahnenden Zeigefinger, temporeich und unterhaltsam, aber stets politisch." Frank-M. Nowara, www.nahost.de "Nicht nur ein hervorragender Krimi, sondern hoch politisch und aktuell. Kaum ein anderer Autor hat so viel Licht in das Dunkel islamisch-fundamentalistischer Machenschaften und verbrecherischer Organisationen unter dem Deckmäntelchen Allahs gebracht..." Ein Leser, Amazon "In eine jederzeit fesselnde, beeindruckend verzahnte Kriminalhandlung streut Khadra mit begnadeter Beiläufigkeit Beurteilungen, Beobachtungen und Analysen über die aktuelle Lage in Algerien ein, über ein durch und durch korruptes System, einen religiös begründeten Bürgerkrieg und Kinder, die als Killer agieren. Sprachlich jederzeit brillant, mit überraschenden Wortspielen und Vergleichen, ist diese Trilogie etwas für Literaturliebhaber, die nicht davor zurückschrecken, plastisch gezeigter, brutalster Realität ins Antlitz zu sehen." rs, www.kulturnews.de "In einer klaren und harten Sprache beschreibt Khadra eine Atmosphäre der Angst und Verzweiflung und die Hilflosigkeit gegenüber Fundamentalisten und der neuen Macht der "Kriegsgewinnler". Ihm gelingt das Kunststück, diese schwer verdaulichen Bilder in eine spannende und temporeiche Krimihandlung einzubetten und bei aller Aufklärung bestens zu unterhalten." Dortmunder Agentur, online-Redaktion "So interessant Khadra als Person ist, so aufschlussreich sind seine drei Kriminalromane, und das nicht nur, was seine Person betrifft. ... Khadra betreibt Literatur als Augenzeugenbericht. ... Llob reflektiert in der Zeit, die ihm bleibt, über den Schmerz, den das Blutvergießen hinterlässt, die Mechanismen von Gewalt, die menschliche Rasse und vergebliche Ideale." Tiroler Tageszeitung "Seine Romane sind eine fesselnde Aufklärung zu einem Drama, das sich abseits der Weltöffentlichkeit abspielt." Augsburger Allgemeine "Wer wissen will, wie ein denkender Mensch in Algerien zwischen Fundamentalisten und Korruption überleben kann, findet hier die Antwort: gar nicht. ... konsequent, verzweifelt und äußerst einprägsam. ... Bewertung: klug" Wienerin "Wir lesen keinen Krimi, eher einen Abgesang des bisher unter Pseudonym schreibenden Autors auf seine Zeit in Algerien." Rundschau Imst "Mit diesem literarischen Trick schafft sich der wirkliche Autor die Möglichkeit, die Rezeption seiner Bücher in Algerien zu kommentieren." Medienspiegel "'Herbst der Chimären" ist wohl der politischste Roman aus der Kommissar-Llob-Serie, von denen jeder einzelne ein eindringliches Bild der kaum durchschaubaren Zustände des heutigen Algerien zeichnet." Wirtschaft im Alpenraum "Ein Roman, der Anlass gibt, mehr über Algerien wissen zu wollen." Christina Gastager-Repolust, bibliotheksnachrichten "Der algergische Autor erzählt ohne Selbstmitleid, aber mit großem Können." Schweizer Familie "Aufrüttelnd-realistischer Kriminalroman" Tiroler Almanach Nr. 31 "Der Roman ist mit Realität und Fiktion so verflochten wie die Zustände im heutigen Algerien, die zwischen Horror, Angst, Unerschrockenheit und Lebenswille oszillieren. ... Dieser reale Hintergrund und eine so poetische wie genaue und lakonische Sprache gehen in ihrer Melancholie unter die Haut und lassen sehnlichst wünschen, dass sich Algerien aus der jetzigen, verfahrenen Situation befreien kann." Maria Vogel, Kommission für Schul- und Gemeindebibliotheken des Kantons Luzern "Die interessantesten Krimis dieses Herbstes überzeugen mit Aktualität, Ironie und kosmopolitscher Breite. ... Aktueller kann Literatur nicht sein." Der Standard "Herbst der Chimären ist die dunkle Zustandsbeschreibung eines Landes, in dem mittlerweile 200.000 Menschen im Krieg ihr Leben verloren haben. Einfache Antworten auf die Frage nach dem Warum sucht man vergebens. Dem Leser werden vielmehr Facetten einer Gesellschaft vor Augen geführt, die den Krieg perpetuiert. ... Das Buch versteht es, diesem vom Bürgerkrieg erschütterten Algerien, viele Gesichter zu geben." Das Parlament Nr. 3-4 "Auch die zynische Weltsicht seines Romanhelden, die sich in einer knallharten, plastischen, gleichzeitig sehr poetischen Sprache Ausdruck gibt, vermag kaum noch gegen den Abgrund an Verzweiflung anzukommen, der Algerien seit Jahren erschüttert. ... Mit Nachdruck empfohlen." ekz-Informationsdienst "Yasmina Khadra schreibt nicht nur gute Bücher, sondern er hat seinen Erfolg auch verdient." BH JOS FRITZ.BÜCHER, Freiburg Die besten Analysen über den unversöhnlichen Hass der Islamisten auf die ganze Welt hat allerdings kein Journalist, sondern der algerische Schriftsteller Yasmina Khadra, ein früherer Offizier, in Büchern wie "Herbst der Chimären" oder in "Morituri" aufgeschrieben. Von ihm stammt der Satz: 'Wahrhaftig, es sind die Erleuchteten, die das Feuer der Hölle schüren.'" Hans Leyendecker, Süddeutsche Zeitung Nr. 300 "So gerät bald der alltägliche Terror in Algier ins Blickfeld. Die Angst, die Hoffnungs-losigkeit. Geschildert in einer Sprache zwischen poetischer Wehmut, ungewöhnlichem Sprachwitz und knallhartem Hyperrealismus. Khadra kennt sich nicht nur im Politischen aus. Seine Sprache - ein atemloser Sog, ein Wechselbad an Emotionen, das den abrupten Wendungen der Handlung entspricht. ... Man sollte sie als ein Ganzes lesen, diese drei exzellent geschriebenen und bei aller politischer Sprengkraft überaus unterhaltsamen Krimis. ... Die Erinnerung an eine helle und heile Kindheit und Jugend bestimmt den letzten Band. Die Erinnerung an ein Land, das eine Zukunft hatte." Kerstin Achenbach, www.3sat.de "Das Miniaturportrait des gegenwärtigen Algeriers, das einem der Autor Yasmina Khadra da so plastisch und eindrücklich vor Augen führt, zeigt, dass die monokausale Schuldzuweisung an den Westen, der viele hierzulande ja frönen, nur die halbe Wahrheit ist. ... Die Lektüre dieses Buches ist auch ein sprachliches Vergnügen. Wer auf sarkastische Beobachtungen oder geradezu stoische Witze steht, der kommt einmal mehr auf seine Kosten." Dresdner Neueste Nachrichten "Herbst der Chimären ist mehr als ein spannender Politkrimi, vielmehr stellt das Buch das Leben eines politisch Verfolgten in Algerien dar und steht für viele Intellektuelle auf der gesamten Welt, die sich gegen das Regime ihres Landes stellen. ... Ein spannender Kriminalroman, der mehr ist als einfach Unterhaltung." Inga Z., www.mediodrom.com

Kurzbeschreibung

Nach 35 Dienstjahren muß Commissaire Llob den Dienst quittieren. Man hat entdeckt, daß er auch als Schriftsteller tätig ist. Seine Kriminalromane, die unter dem Pseudonym Yasmina Khadra erscheinen, erregen an höchster Stelle Mißfallen. Ihm wird vorgeworfen, hohe Beamte anzuschwärzen und das Land in Mißkredit zu bringen. Tatsächlich hatte Llob in seiner Doppelrolle als Autor und Kommissar einen Zweifrontenkrieg führen müssen: gegen die Mächtigen im Land wegen ihrer korrupten Praktiken und gegen die Fundamentalisten, deren Zielscheibe er als Intellektueller war. Herbst der Chimären ist nicht in erster Linie von einer raffiniert konzipierten Kriminalhandlung bestimmt. Dafür ist das neue Buch vielleicht der politischste der drei Commissaire-Llob-Romane des algerischen Autors, der heute wie viele seiner Kollegen im Exil lebt. Nach Llobs Suspendierung passiert Mysteriöses: seine Wohnung wird durchsucht, in seinem Stammcafé gehen Handgranaten hoch. Llob weiß nicht, von welcher Seite die Bedrohung kommt. Als man ihm die Rehabilitierung und die Rückkehr auf seinen Posten anbietet, lehnt er ab. Er kann ohnehin nichts erreichen in dieser sich selbst zerstörenden Gesellschaft. Resignation und eine drastische Schlußsequenz: Wer immer in Algerien derzeit für Gerechtigkeit und gegen die vielen Mißstände auftritt, wird zum Schweigen gebracht, so die traurige Botschaft des Autors.

Klappentext

Commissaire Llob wird nach 35 Dienstjahren in Pension geschickt. Man hat entdeckt, dass er auch als Schriftsteller tätig ist, und seine Kriminalromane, die unter dem Pseudonym Yasmina Khadra erscheinen, erregen wegen ihrer schonungslosen Offenheit an höchster Stelle Missfallen. Ihm wird vorgeworfen, hohe Persönlichkeiten anzuschwärzen und Algerien in Misskredit zu bringen.

Tatsächlich hatte Llob in seiner Doppelrolle als Polizist und Autor einen Mehrfrontenkrieg zu führen: gegen gewöhnliche Verbrecher, gegen Terroristen aus dem Umkreis fundamentalistischer Gruppen und gegen viele der Mächtigen im Land wegen ihrer korrupten Praktiken. Davon handeln Morituri und Doppelweiß, die ersten beiden Commisaire-Llob-Romane.

In Herbst der Chimären hat Llob keinen komplizierten Kriminalfall mehr zu lösen. Aus dem Amt geschieden, wird er selbst zum Verfolgten. Es passiert Mysteriöses: Seine Wohnung wird durchsucht, ein Freund benimmt sich verdächtig, im Stammcafé gehen Handgranaten hoch. Llob weiß nicht einmal, von welcher Seite die Bedrohung kommt. Und wer steckt dahinter, als ihm plötzlich die Rehabilitierung angeboten wird?

Herbst der Chimären ist wohl der politischste der Commissaire-Llob-Romane von Yasmina Khadra, von denen jeder einzelne ein eindringliches Bild der kaum durchschaubaren Zustände im heutigen Algerien zeichnet.

Über den Autor

Yasmina Khadra, Pseudonym des 1956 geborenen algerischen Autors Mohammed Moulessehoul, der im Dezember 2000 ins Exil gehen mußte und jetzt mit seiner Familie in Frankreich lebt. Als hoher Offizier der algerischen Armee mußte er nicht nur den Haß der Fundamentalisten fürchten, sondern auch das herrschende Regime und seine Nutznießer, die er als Mitschuldige an der algerischen Tragödie entlarvt. Im Haymon-Verlag erschienen 1999 und 2000 seine ersten beiden Commissaire-Llob-Romane Morituri und Doppelweiß.
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