Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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44 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kurze Inhaltsübersicht über diskographische Sternstunde, 19. Februar 2008
Der Kenner, der hier nachsieht, weiß um die Qualität der EMI-Aufnahmen von Karajan. Sie zählen schlicht zu seinen besten. Jeder Klassik-Fan dürfte auch etliche dieser Einspielungen bereits besitzen. Fraglich ist deshalb, ob sich die Anschaffung lohnt. Wer im Netz nachsieht, muss sich über die EMI-Vermarktungsstrategie aber ärgern: Viel Glitzer, wenig Information über den Inhalt. Allerdings besänftigt der tolle Preis.
Die Edition wird in einem Pappwürfel geliefert. Die 88 CD (bei der letzten handelt es sich um eine Karajan-Doku) werden in einfachen Papphüllen (vgl. Brillant Classic präsentiert). Der Pappwürfel wird von einer Pappbanderole umschlossen, die sich abstreifen lässt und so die CD schützt. Ein Beiheft gibt einen Überblick über den Inhalt. Es leuchtet ein, dass bei diesem Preis keine hochwertige Verpackung "drin" ist. Das ganze macht im Übrigen keinen billigen Eindruck. Nun zum Wichtigsten, dem Inhalt:
Diverse Platten mit Walzern (Strauß, Suppé) und leichter Musik (Donna Diana usw.) sowie Opernintermezzi, Zwischenspielen (Mascagni, Puccini).
Soweit nicht gekennzeichnet spielt das Philharmonia Orch. Die späteren Aufnahmen sind meist mit den Wiener Symphonikern und den Berliner Philharmonikern. Auffällig: Die Brahmssymphonien wurden wohl nicht komplett für die EMI eingespielt und auch nicht Mendelssohn und Schumann. Die einzelnen Platten enthalten meist eine bunte Mischung, die einem Konzertabend entspricht und stellen auch in dieser Kombination eine Bereicherung für den dar, "der schon alles hat." Im Einzelnen:
Balakirev, Symphonie Nr. 1;
Beethoven: 9 Symphonien; Nr. 9 (zwei berühmte Aufnahmne mit den Wiener Symph. 1947 und 1955) Klavierkonzerte 4,5( Gieseking), 1-5 (Weissenberg); Tipelkonzert (Oistrach, Rostropovitsch, Richter);
Berlioz: Div. Ouvertüren, Symphonie Fantastique; Ungar. Marsch aus Faust;;
Bartok Musik f. Saiteninstrumente etc.; Konzert für Orchestra; beide ein zweites Mal mit Berliner Philharmonikern;
Borodin, Polowetzer Tänze;
Brahms:Symphonien 1, 2, 4 mit Philharmonia Orch.; Haydn-Variationen; Klavierkonzert 2 (Richter-Haaser) und Berliner Philh.; Tragischer Ouvertüre; Violinkonzert (Kremer, Berliner);
Bizet, Carmen- und Arlesienne-Suite (mehrmals auch mit Berlinern);
Britten: Variations on a theme by Bridge;
Bruckner, Symphonien mit Berliner Phil. 4, 7, 8
Charbrier, Espana, Marche Joyeuse;
Debussy, La Mer (auch mit Berliner Phi.); Prélude;
Dvorak (Berliner Philh.): Symphonien 8, 9 (2 mal); Slav. Tanz 8;
Franck, Symphonische Variationen (Gieseking, Weissenberg)); Symphonie (Orch. de Paris);
Gounod, Balletmusik Faust;
Grieg; Klavierkonzert (Gieseking)
Händel: Wassermusik;
Haydn, Symph. Huhn, Uhr, und Nr. 104 mit Berlinern;
Hindemith, Matthis (Belriner);
Hummel, Trompetenkonzert (André);
Kodaly; Hary Janos;
Liszt: Les Préludes; Ung. Rhapsodie 2;
Mozart: Symphonien: 35, 38, 39; Divertimento; Hornkonzerte 1-4 (Brain); Kleine Nachtmusik; Klavierkonzerte (Gieseking) 23, 24; Symph. (Berliner) Nr. 29, 35, 36, 38, 39 & 39 mit Probeausschnitt, 40 und 41 jeweils auch mit Probeausschnitten; Klavierkonzerte (Lipatti): Nr. 21; Klarinettenkonzert (Wlach, Wiener und Leisler, Berliner); Oboenkonzert (Koch, Berliner); Flötenkonzert (Galway, Berliner); Fagott-Konzert (Piesk, Berliner); Konzertante Symphonie (mehrmals);
Leop. Mozart: Spielzeugsymphonie;
Mendelssohn, Hebridenouvertüre;
Mussorgsky, Bilder einer Ausstellung; Auszüge aus Chowantschtschina;
Offebach: La gaité parisienne (Suite).
Ponchielli, Tanz der Stunden;
Prokofiev: Peter und der Wolf (Ustinov);
Rachmaninov, Klavierkonzert (Weissenberg, Berliner);
Ravel: Rapsodie espagnole; beide Klavierkonzerte (Leimer; Alborada, La Valse)
Respighi: Pini die Roma;
Rossini: Ouvertüren Italiana, Semiramide, Guillaume Tell mit weiterem Ballettausschnitt; seidene Leiter, diebische Elster;
Roussel, Symphonie Nr. 4;
Schubert: Symphonie 8 h-Moll; Nr.5 (Berliner); ; Symphonie Nr. 1 - "9" (Berliner); Rosamunde.
Schumann, Klavierkonzert (Lipatti) und (Gieseking);
Sibelius, Alle Symphonien (Philharmonia), Nr. 1, 2, 4, 5, 6 (Berliner); Philharmonia: Finlandia, Tapiola, Valse Triste; Berliner: En Saga, Finlandia, Valse triste, Tapiola
Smetana, Moldau (2mal);
Johann Strauß: Alle großen Walzer, Zigeunerbaron-Ouvertüre, alle bekannten Polka.
R. Strauss: Don Juan, Eulenspegel, Tod und Verklärung, Don Quixote (Rostropov. Berliner); Heldenleben; Domestica;Metamorphosen (
Strawinsky: Jeu de cartes;
Telemann, Trompetenkonzert (André, Berliner);
Tschwaikowsky: Symph. 4-6 (Philharmonia O.); 4-6 (Berliner); Suiten Schwanensee (2), Dornröschen (2), Nussknacker; Ouvertüre solenelle; Klavierkonzert (Weissenberg, Berliner); Romeo und Julia (Wiener Symphoniker)
Vaughn Williams: Tallis
Verdi, Ballettmusik Aida;
Vivaldi, 4 Jahreszeiten (Mutter, Wiener Symph.); Trompetenkonzert (André, Berliner)
Wagner: Mehrmals: Tannhäuser-Ouv.; Meistersinger Vorspiel; Fliegener Holländer; Parsifal Akt I und III-Vorspiel;; Tristan und Isolde I und III-Vorspiel; Lohengrin Vorspiel Akt III;
Weber, Aufforderung zum Tanz.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut phantastisch, 15. Februar 2008
Ich habe mir diese Box zugelegt um im Karajan Jahr auch genug Karajan hören zu können. Und bis jetzt bin ich absolut begeistert vom Umfang und der Qualität der Aufnahmen sowie vom Preis-Leistungsverhältnis. Die Box ist fast schon zu günstig, wenn man bedenkt, dass man für manche Einzel CDs bis zu 20 ¤ bezahlen muss (wie etwa für die Mutter-Karajan Aufnahme der Vier Jahrezeiten oder den ersten Beethoven Sinfonien-Zyklus). Ich höre mit Gänsehaut das Piano Konzert No 1 von Tchaikovsky mit Alexis Weissenberg oder die unvergleichliche 1953 Aufnhame der 1. Sinfonie von Beethoven mit dem London Philharmonia Orchestra....
Also ich gebe volle Kaufempfehlung!
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Viel Licht und viel Schatten, 22. September 2009
In mir hat diese Ausgabe sehr widersprüchliche Gefühle hervorgerufen :
+ Einzelne Aufnahmen sind von einer sagenhaften Intensität und können bis heute als Referenzwerke gelten. (zB. die Tschaikowsky-Sinfonien 4-6, Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung", Brahms 2. Klavierkonzert mit Hans-Richter Haaser, die Symphonie fantastique von Berlioz, einzelne Sinfonien von Bruckner und Sibelius etc.) Die Aufnahmequalität dieser Einspielungen zwischen 53 und 60 verblüfft und ist auch heute noch ein echter Klanggenuss.
+ Das Remastering ist hervorragend. Es wurde aus den alten Bändern das Beste herausgeholt. Sogar die Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern vor 1950 sind großteils klanglich absolut akzeptabel.
- Leider sind in dieser Sammlung auch Karajans Schwächen deutlich dokumentiert : sein zunehmender Hang zu martialisch-bombastischen Aufnahmen und zum Kommerziellen (weitgehende Beschränkung auf das klassische Wunschkonzert der bekannten Standardwerke). Auch - sein häufig eigenmächtiger und verfälschender Umgang mit Kompositionen (bei der Barockmusik besonders gut zu bemerken.). Und seine Besessenheit, dieselben Werke immer wieder (und leider oft mit nachlassender musikalischer Überzeugungskraft) aufzunehmen. Etliche Orchesterwerke sind hier 2-4x zu hören (zB. 3x die 5. Sinfonie von Sibelius - während die Dritten von Sibelius und Brahms völlig fehlen).
Ganz nebenbei : Warum Karajans erste Aufnahme der Beethoven-Sinfonien mit dem Philharmonia Orchestra so legendär sein soll, ist mir nicht nachvollziehbar. Insbesondere die Neunte ist für mich enttäuschend (kein Vergleich zB. zur zeitgleichen Fricsay-Aufnahme). Man könnte weinen wenn man bedenkt, dass dafür von EMI eine geplante Studio-Einspielung der Neunten mit Furtwängler geopfert worden ist.
- Die Zusammenstellung ist teilweise ein unübersichtliches und musikalisch oft nicht zusammenpassendes Durcheinander. Ich habe mir etliche CDs am PC neu zusammenstellen und brennen müssen, um eine sinnvolle musikalische Reihenfolge herzustellen (zB. die Strauss-Walzer sind auf mindestens 5 CDs verteilt). Auf den CD-Hüllen selbst sind lediglich Minimal-Informationen gedruckt - auf der Vorderseite nur die Nummer und hinten nur das Werk ohne zusätzliche Angaben (keine Satzbezeichnung, kein Aufnahmejahr). Man muss also dauernd das Beilageheft durchblättern um sich zurechtzufinden - das aber innerhalb kürzester Zeit zu zerfallen beginnt, da es nur billigst gebunden ist. Benutzerfreundlich ist das nicht - sondern zusätzlich hinderlich und verwirrend.
Zusammenfassung : man bekommt hier einige absolute Höhepunkte der Geschichte der Schallplattenaufnahme, etliche gute Aufnahmen und so manche weniger überzeugende "Karajanisierungen" durchwegs bekannter Werke (die ich von anderen Dirigenten viel lieber höre) und viele Mehrfachaufnahmen. Eine begeisterte Empfehlung kommt mir nicht über die Lippen - da hier (wie für Karajan nicht untypisch) über weite Strecken Quantität vor Qualität geht und die optische Gestaltung die Benützung unnötig erschwert.
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