Zu beanstanden wäre allenfalls:
die Pausen zwischen den einzelnen Sätzen sind zu kurz, es geht zu schnell weiter. Und: der Chor wirkt für seine Größe ziemlich substanzarm, vor allem bei a cappella-Stellen. Schön zwar, dass er auswendig singt, und von daher ununterbrochen zum Dirigenten sehen kann. Aber die persönliche Anteilnahme ist beim Chor nicht sichtbar und kaum spürbar - es sind singende Statuen, die unbeweglich stehen und gerade mal den Mund auf und zu machen, also - boshaft ausgedrückt - Töne produzieren. Okay - vielleicht hat man dem Chor gesagt, er solle sich nicht bewegen. Vielleicht liegt der mangelnde Klang an der Aufnahmetechnik, vielleicht liegt es am Raum, vielleicht tue ich dem Chor unrecht. Aber ich kann nur von dem ausgehen, was ich auf der DVD höre. Das Orchester ist gut, aber doch auch routiniert professionell. Die einzigen, bei denen Emotionen spürbar und sichtbar sind, sind die Solisten und der Dirigent.
Alles in allem eine beeindruckende Aufnahme, die aber mehr sein könnte.