Andreas Thalmayr, der unter dem Pseudonym Hans Magnus Enzensberger einige tragbare und sogar hin und wieder sehr schöne Bücher geschrieben hat, begibt sich in dieser Publikation ins Innere des Handwerkszeugs jedes Schriftstellers, in die Sprache, genauer: ins Deutsche, wenigstens meistens, wenigstens behauptet er das. Und der Umschlagtext verrät: "Mit keiner Logik, keiner Sprachwissenschaft" sei ihr, der Sprache, "beizukommen. Macht nichts, meint Andreas Thalmayr" - und fortan klammert er sich beflissen an dieser Erkenntnis fest. Was folgt, sind sieben Runden plus Quellenverzeichnis. Dass Thalmayr bereits ab der ersten Runde einen mentalen Knockout erlitten hat, mag das folgende Delirieren erklären. Nicht, dass er nichts zu sagen hätte. Er hätte schon und fängt auch immer wieder damit an. Doch dann verlässt ihn die Lust, und überhaupt sind andere Themen ja auch ganz interessant.
Ich bin nun kein großer Freund von Bastian Sick. Über Sprache ließe sich sicherlich intelligenter und auch witziger dozieren als dies bei Biedermann Sick geschieht. Und Thalmayr könnte das, er mag aber nicht. Und deswegen mag ich das Buch nicht. Der Duden liest sich spannender.