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'Seit fünfzig und mehr Jahren gibt es die Sinfonie, so wie das 19. Jahrhundert sie gesehen hat, nicht mehr. Zwischen Strawinsky und Webern scheint alles, was sich als Sinfonie ausgibt, entweder Replik, Nachruf oder Echo zu sein. Es ist, als ab die heutige musikalische Sprache der alten Form nicht mehr mächtig wäre oder als ob die alten Formen über die neue Sprache keine Macht mehr besäßen.' Der sich da 1963, knapp ein Jahr nach der Fertigstellung seiner fünften Sinfonie, so skeptisch über die Gattung äußert, darf heute nichtsdestoweniger getrost als der bedeutendste deutsche Sinfoniker der Gegenwart gelten. Marek Janowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielen bei WERGO die durchweg hörenswerten Sinfonien von Hans Werner Henze (*1926) ein. Ihr Engagement für das sinfonische Schaffen Henzes wurde unlängst mit dem 'Echo Klassik 2010' für die Einspielung der 9. Sinfonie ausgezeichnet.
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