"Man ist, mit einem Wort, hier sofort auf Du und Du mit Henry Purcell, mit tanzenden Luftgeistern, verwunschenen Wäldern und rituellen Tänzen im Morgennebel. Und da kommt schon die Hauptperson auf dieser auch beim dritten Hören im Detail und im Ganzen immer noch umwerfenden Aufnahme ' Dorothee Mields." meint Mirko Weber in der Zeit.
Eine im Detail und im Ganzen umwerfende Aufnahme ?
Erst einmal gilt es der Kunst des Henry Purcell zu gedenken. Er hatte ein reiches ,wenngleich nicht gerade langes ( er starb, wie Mozart mit 36) Leben als anerkannter Komponist und schrieb unglaublich schöne, oft tief bewegende Musik.
Dann ist die Lauttencompagnie unter Katschner zu loben. Dem begeisterten Kritiker ist nur zuzustimmen :"Die Lautten Compagney Berlin verbreitet einen ganz seltsamen, durch nichts und niemanden zu verscheuchenden Zauber im Raum".
Wie farbig hier musiziert wird, die Vielfalt von Instrumenten, wie schon, gleich zu Beginn das Gezirpe der Maultrommel. Diese Vielfalt bringt viel Lebendigkeit in diese Aufnahme.
Schliesslich die Sopranistin. Der Kritiker weist darauf hin, dass Mields mit der Erfahrung im Umgang mit zeitgenössischer Musik zu Purcell zurückkehre:"Mields weicht keinem Risiko aus und durchschreitet die Stücke trotzdem mit sicherer Balance. Purcell ist bei ihr in doppeltem Sinn gut aufgehoben."
Hier kann ich nicht vorbehaltlos zustimmen. Wenn ich Kathleen Battle höre, wie sie singt: sweeter than roses, dann höre ich einen deutlichen Qualitätsunterschied.Battle kann mit ihrer Stimme diesem Lied eine Süße geben, die Dorothee Mields vielleicht verschlossen ist, jedenfalls hier nicht eingesetzt wird.
Damit will ich diese schöne Produktion in keiner Weise abwerten.Diese Aufnahme ist unbedingt zu empfehlen. Der Hinweis auf andere ist angesichts der unglaublichen Fülle von Aufnahmen immer ein wenig gemein, weil das Spieglein an der Wand oft jemand zeigt, der/ die es noch schöner, besser kann.
Ich will daher die Bemerkungen zu dieser Aufnahme eher mit Mirko Weber schliessen."Es ist, wenn man so will, Volksmusik im besten Sinne: ganz simpel ungeheuer raffiniert gemacht, direkt aufs Herz zielend."