John Updike, 1932 in Shillington (Pennsylvannia) geboren, schrieb neben Romanen, Erzählungen, Feuilletons und Gedichten auch brillante Reportagen und Kritiken. Der vorliegende Band "Henry Bech" sind Geschichten, die gewissermaßen eine Reportage über ein Schriftstellerleben darstellen und gleichsam eine Satire über die Realität des Literaturbetriebes. Ein einziges Mal hat Henry Bech einen guten Roman geschrieben, und das war sein erster. Alles andere, was folgte, war Mittelmaß. Doch je unbedeutender seine Werke wurden, je mehr seine Kräfte nachließen, desto mehr wuchs sein Ansehen. Er ist zwar auf der Höhe seines Ruhms, aber auch in der Mitte seines Lebens, und Ängste aller Art überfallen ihn: sexuelle Ängste, Lebensängste und die Angst, nicht mehr schreiben zu können. Aber das Leben geht weiter, er wird in den erlesenen Kreis bedeutender Autoren aufgenommen, reist sogar als Kulturbotschafter seines Landes in der Welt herum. Trotzdem verfolgen Henry Bech melancholische Selbstzweifel und das verdammte Wissen, "ein Staubfleck zu sein, eine Maus in einem Hochofen". Manfred Orlick, Halle. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)