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Henri Rousseau. Der Zöllner - Grenzgänger zur Moderne. Ausstellung Kunsthalle Tübingen 3.2.-17.6.2001
 
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Henri Rousseau. Der Zöllner - Grenzgänger zur Moderne. Ausstellung Kunsthalle Tübingen 3.2.-17.6.2001 [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Götz Adriani
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 282 Seiten
  • Verlag: DuMont (2001)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3770155912
  • ISBN-13: 978-3770155910
  • Größe und/oder Gewicht: 31,8 x 25,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 236.570 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Götz Adriani
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Als "naiv", "kindlich", "primitiv" und "lächerlich" beschrieben viele zeitgenössischen Kritiker die Werke Rousseaus. Zu sehr hoben sich die Bilder des bis zu seinem 49. Lebensjahr als Stadtzöllner angestellten Autodidakten von dem Kunstgeschmack am Ende des 19. Jahrhunderts ab. Ganz anders hingegen das Urteil der jungen Avantgardekünstler Pablo Picasso, Robert Delaunay oder Georges Braque, die ihn des Öfteren in seinem Atelier in Paris besuchten, und von denen er den Spitznamen "Papa Rousseau" erhielt. Sie schätzten seine Art, sich frei von jeder Tradition in seinen Bildern auszudrücken und zählten zu seinen größten Bewunderern. So schrieb Delaunay begeistert über ein Bild Rousseaus: "Welch Sinn für die Fläche, welch Lebensgefühl, welche Schönheit der Maße!"

Der vorliegende Band stellt die gesamte Bandbreite des Werkes Rousseaus vor: Seine frühen Landschaftsbilder, in denen er erstmals das immer wiederkehrende Motiv des in der Natur ausgesetzten Menschen thematisierte, seine Porträts, die Stadtansichten, die Blumenstilleben und seine fantastisch anmutenden Dschungelbilder. Die jedem Bild beigefügten Texte von Götz Adriani dienen nicht nur dem Verständnis des Werkes Rousseaus, sondern geben darüber hinaus Einblick in das Leben der Pariser Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Deren Verbundenheit mit Rousseaus Arbeiten wird durch zahlreiche Bilder belegt, die ebenfalls in der Publikation vorgestellt werden.

Der 1844 geborene Rousseau wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und hatte nie eine akademische Ausbildung erhalten. Erst mit 40 Jahren begann er sich hauptsächlich der Malerei zu widmen. Umso erstaunlicher ist es, welchen richtungsweisenden Einfluss sein Werk für die Moderne hatte.

"Wieder war ich frappiert von der Ausdruckskraft dieses großen Poeten", schrieb Wassily Kandinsky 1911, und es bleibt dem Betrachter des sehr schön gestalteten Bildbandes mit rund hundert farbigen Abbildungen überlassen, ihm darin zuzustimmen. --Britta Müller

Pressestimmen

"Götz Adriani hat die wundervollen Facetten der Kunst eines lange Verkannten herausgearbeitet, demonstriert und illustriert." (Deutsche Welle)

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Während der Impressionismus noch en vogue war, ja die offiziell anerkannte Malerei gerade den langen Weg in die Ungegenständlichkeit antrat, zum selben Zeitpunkt drehte Rousseau das Rad zurueck, malte unbeirrt kindlich-naiv und anschaulich. Henri Rousseau, ein kleiner, einsamer Mann, aus Hohn und Armut sich mühsam heraushangelnd, - er begann in großer Unschuld seine Träumereien zu malen. So bedeutende Künstler wie Picasso, Franz Marc, Wassily Kandinsky, Max Beckmann und Otto Dix wurden später sehr von ihm beeinflusst... MAX BECKMANN: "Ich dachte oft an meinen großen alten Freund, Henri Rousseau, diesen Homer in der Portiersloge, dessen praehistorische Träume mich manchmal in die Nähe der Götter versetzt haben." Ein gutes Beispiel hierfür ist das Gemälde "Traum der YADWIGHA": Eingewickelt in wuchernde Urwaldvegetation und anreisende Elefanten, Voegel und Tiger liegt Yadwigha unbekleidet auf einem roten Sofa; während Gauguin sich nach Tahiti eingeschifft hatte, ging Henri Rousseau etwas weniger risikobereit und kostenneutraler auf ähnliche Inhalte zu. Rousseau ist somit ein Kolumbus, Magellan, Cook - der nur zielstrebiger (und ohne groß nass zu werden) ansteuerte, was ihn in seiner städtischen Umgebung einengte: bei seiner lächerlichen Aufgabe am Ausgangstor von Montrouge, auf der Brücke von Tournelle, bei der Porte de Meudon. Nicht nur wer ironisch ist, sondern auch wer sich die Kraft einer kindlichen Weltliebe nicht hat abnehmen lassen - für den ist Rousseau wertvoll - und nicht ein "primitiver" Maler im abwertenden Wort-Sinne - und das Buch von Goetz Adriani, das die ganze Bandbreite Rousseau'schen Malens vorstellt, - es wird vielleicht zum bibliophilen Mittelpunkt einer Sofa-Ecke, die nicht unbedingt im Urwald platziert sein muss. Apollinaire schrieb auf Rousseaus, des Zöllners, Grabstein: "... lass unsre Koffer zollfrei durch die Pforte des Himmels, wir bringen dir Farbe und Leinwand..." - na, das war doch wohl rührend naiv und trostreich genug gesagt?
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Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Waehrend der Impressionismus noch en vogue war, ja die offiziell anerkannte Malerei gerade den langen Weg in die Ungegenstaendlichkeit antrat, zum selben Zeitpunkt drehte rRusseau das Rad zurueck, malte unbeirrt kindlich-naiv und anschaulich. Henri Rousseau, ein kleiner, einsamer Mann, aus Hohn und Armut sich muehsam heraushangelnd, - er begann in groszer Unschuld seine Traeumereien zu malen. So bedeutende Kuenstler wie Picasso, Franz Marc, Wassily Kandinsky, Max Beckmann und Otto Dix wurden spaeter sehr von ihm beeinflusst... MAX BECKMANN: "Ich dachte oft an meinen groszen alten Freund, Henri Rousseau, diesen Homer in der Portiersloge, dessen praehistorische Traeume mich manchmal in die Naehe der Goetter versetzt haben." Ein gutes Beispiel hierfuer ist das Gemaelde "Traum der YADWIGHA": Eingewickelt in wuchernde Urwaldvegetation und anreisende Elefanten, Voegel und Tiger liegt Yadwigha unbekleidet auf einem roten Sofa; waehrend Gauguin sich nach Tahiti eingeschifft hatte, ging Henri Rousseau etwas weniger risikobereit und kostenneutraler auf aehnliche Inhalte zu. Rousseau ist somit ein Kolumbus, Magellan, Cook - der nur zielstrebiger (und ohne grosz nass zu werden) ansteuerte, was ihn in seiner staedtischen Umgebung einengte: bei seiner laecherlichen Aufgabe am Ausgangstor von Montrouge, auf der Bruecke von Tournelle, bei der Porte de Meudon. Nicht nur wer ironisch ist, sondern auch wer sich die Kraft einer kindlichen Weltliebe nicht hat abnehmen lassen - fuer den ist Rousseau wertvoll - und nicht ein "primitiver" Maler im abwertenden Wort-Sinne - und das Buch von Goetz Adriani, das die ganze Bandbreite Rousseau'schen Malens vorstellt, - es wird vielleicht zum bibliophilen Mittelpunkt einer Sofa-Ecke, die nicht unbedingt im Urwald platziert sein muss. Apollinaire schrieb auf Rousseaus, des Zoellners, Grabstein: "... lass unsre Koffer zollfrei durch die Pforte des Himmels, wir bringen dir Farbe und Leinwand..." - na, das war doch wohl ruehrend naiv und trostreich genug gesagt?
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