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am 25. August 2014
„Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg“ ist der fünfte Teil in der Reihe um den Schongauer Henker Jakob Kuisl und seine Familie. Nachdem die ersten beiden Bände in deren Heimatstadt Schongau spielten, hat Oliver Pötsch sich nach Regensburg (Band 3) und Andechs (Band 4) nunmehr für den Ort der Handlung das mittelalterliche Bamberg ausgesucht. Die Kuisl-Familie reist dorthin, um an der Hochzeit von Jakob Kuisls Bruder Bartholomäus teilzunehmen, der in Bamberg die Stelle des Henkers innehat und bei dem Jakobs Sohn Georg seit zwei Jahren in die Lehre geht.

Auf mysteriöse Weise verschwinden seit Wochen Bamberger Bürger. Nachdem einzelne Leichenteile, die Spuren grausamster Folter zeigen, gefunden werden und Augenzeugen davon berichten, einen Werwolf gesehen zu haben, droht eine Neuauflage der Bamberger Hexenprozesse, in deren Folge einige Jahrzehnte zuvor fast tausend Bamberger grausam hingerichtet wurden. Natürlich befinden sich Jakob Kuisl und seine Mitstreiter schnell im Zentrum des Geschehens und beteiligen sich an der Aufklärung der schaurigen Verbrechen, ehe es zu einer blutigen Eskalation kommt.

Ich habe die vier Vorgängerromane gelesen. Mit Ausnahme des dritten haben mir alle sehr gut gefallen - den vorliegenden fünften Band fand ich von allen am spannendsten und besten. Wie gewohnt hat Oliver Pötsch die historischen Gegebenheiten bis in die kleinsten Details sehr gut recherchiert. Mir läuft noch immer bei der Erinnerung an die Szene, in der eine an Syphilis erkrankte Gespielin des Bischofs zur Behandlung von seinem Leibarzt am ganzen Körper mit Quecksilber bestrichen wird, ein kalter Schauer über den Rücken.

Die Geschichte ist unglaublich spannend erzählt. Geschickt legt Oliver Pötsch einige falsche Fährten, um am Schluss eine sehr stimmige und plausible Lösung des Falles um die verschwundenen Bamberger zu liefern. Die Handlung erstreckt sich insgesamt über nur acht Tage im Herbst des Jahres 1668, ist aber in mehrere Handlungsstränge gegliedert, die am Schluss alle geschickt zusammen geführt werden. Trotz der insgesamt komplexen Handlung lässt Oliver Pötsch nach einem furiosen Finale keine Fragen offen.

Oliver Pötsch macht nicht den Fehler, dass er allzu viele Details des blutigen Henkerhandwerks wiederholt, die man schon aus den ersten Bänden der Reihe kennt. So stellt sich keine Langeweile ein, wenn man die Vorgängerromane gelesen hat. Ein Schwerpunkt liegt vielmehr darauf, wie Henker damit zurecht kommen, in ihrer langjährigen Tätigkeit oft hunderte von Personen gefoltert und hingerichtet zu haben.

Mit „Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg“ hat Oliver Pötsch einen sehr spannenden historischen Krimi geschrieben. Wie von ihm gewohnt findet sich am Ende wieder ein sehr interessanter kurzer Reiseführer. Anknüpfend an die Geschehnisse seines Romans beschreibt Oliver Pötsch die Stadt Bamberg darin so interessant, dass ich mir vorgenommen habe, bei nächster Gelegenheit einen Ausflug dorthin zu machen.
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am 22. Dezember 2014
Klappentext

Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena und ihrem Mann Simon reist der Henker Jakob Kuisl im Jahre 1668 nach Bamberg. Was als Familienbesuch geplant war, wird jedoch bald zum Alptraum: In Bamberg geht ein Mörder um. Die abgetrennten Gliedmaßen der Opfer werden im Unrat vor den Toren der Stadt gefunden. Schnell verbreitet sich das Gerücht, die Morde seien das Werk eines Werwolfs. Jakob Kuisl mag sich diesem Aberglauben nicht anschließen und macht sich auf die Suche nach dem »Teufel von Bamberg«.

Meine Meinung

Ich mag ja die Reihe um die Henkerstochter echt gerne, aber der fünfte Band hat die vorherigen noch getoppt. Ein bisschen skeptisch war ich vorher schon, weil das Buch um einiges dicker ist, als die Teile vorher, aber ich wurde nicht enttäuscht! Man kann die Bände durchaus einzeln lesen, aber zum besseren Verständnis vor allem zur Familie Kuisl wäre es besser, die Reihenfolge einzuhalten.

Oliver Pötzsch ist sich seinem Stil treu geblieben und man fühlt sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt. Vor allem die Dialoge wirken in ihrer leicht bayerischen Mundart sehr authentisch und nie übertrieben. Die Perspektiven wechseln zwischen den Protagonisten, was mir einen sehr guten Überblick geschaffen hat und vor allem konnte ich auch die Gedanken und Gefühle der Figuren sehr gut nachvollziehen.

Der Henker Jakob Kuisl kommt schön langsam in die Jahre. Er ist immer noch ein bärbeißiger, unwirscher und grober Kerl, der sich durch seine Arbeit eine sehr raue Schale zulegen musste. Trotzdem hab ich ihn schon lange in mein Herz geschlossen, denn das sitzt trotz seinem brutalen "Job" immer noch auf dem rechten Fleck.
Sein Bruder, Bartholomäus, von dem man in diesem Band zum ersten Mal hört, lebt einige Meilen von Jakobs Heimat in Bamberg. Warum die beiden Brüder sich schon so viele Jahre nicht gesehen haben und was sie damals auseinandergetrieben hat, ist ein wohl gehütetes Geheimnis in Jakobs Familie. Die ständigen Stänkereien sind für alle Familienmitglieder nicht einfach zu ertragen und vor allem Magdalena, Jakobs Tochter, muss oft mit ihrem vorlauten Mundwerk dazwischenfahren.
Sie ist mittlerweile mit dem Bader Simon Fronwieser verheiratet. Dadurch hat er sich einige Chancen vespielt, denn eine Henkerstochter gilt als niedrigster Stand und somit ist ihm eine hohe Laufbahn als Medicus verwehrt.

Die Morde, die das Städtchen Bamberg seit einigen Wochen erschüttern, sind mysteriös und lassen viel Spielraum für eigene Vermutungen. Der Autor hat es geschafft, keinen Moment Langeweile aufkommen zu lassen. Die vielen Verwicklungen in der Kuisl Familie, die Schauspieltruppe, die zur gleichen Zeit in Bamberg weilt und die hohen Würdenträger der Kirche, die nur allzu gerne einen Werwolf als Täter verurteilen würden, hat mich lange rätseln lassen, in welchem Zusammenhang die Morde wohl stehen. Es passiert sehr viel und die Spannung steigt gegen Ende immer mehr, während man langsam ahnt, wer tatsächlich dahinter stecken könnte.

Historische Romane oder Krimis mag ich vor allem auch deshalb, um hinter die Kulissen der damaligen Zeit zu blicken. Gerade der Beruf des Henkers und der damit verbundene niedere Stand sind hier bemerkenswert vielseitig und unverblümt dargestellt. Wie schwer gerade diese Menschen und Familien es hatten und wie sich das auf ihre gesellschaftliche Stellung ausgewirkt hat, kann man heute gar nicht mehr nachvollziehen.

"Sowohl Scharfrichter als auch Schauspieler waren ehrlose Berufe, ausgeübt von Menschen, mit denen brave Bürger nichts zu tun haben wollten. Trotzdem erwartete man von beiden Zünften eine handwerklich perfekte und unterhaltsame Ausführung." S. 405

Fazit

Für Fans der Reihe ein MUSS! Rundum gelungener historischer Krimi, mit viel Spannung, neuen Hintergründen zur Familie Kuisl und einer außergewöhnlichen Mörderjagd.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Henkerstochter Reihe

1 ~ Die Henkerstochter
2 ~ Die Henkerstochter und der schwarze Mönch
3 ~ Die Henkerstocohter und der König der Bettler
4 ~ Der Hexer und die Henkerstochter
5 ~ Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg
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am 18. Oktober 2014
Ich bedanke mich mit 5***** für ein super Lesevergnügen mit der Henkerstochter und dem Teufel von Bamberg. Ohne den anderen Lesern den Spaß zu verderben, muß ich Oliver Pötzsch beipflichten. Kein Schriftsteller könnte sich so unglaubliche Geschichten ausdenken, wie sie das wahre Leben schreibt. Und ich empfinde immer wieder eine tiefe Dankbarkeit, dass ich in der heutigen Zeit und hier leben darf.
Spannender Krimi, Zeitreise ins Bamberg um 1670. Ich bin immer wieder gefesselt von den Wirren und dem Unglauben der damaligen Zeit.
Wer sich in diese Zeit zurückversetz sehen will und wirklich fühlen will, was in dieser Zeit passiert ist und wie die Uhren damals getickt haben, dem seien die Romane der Henkerstochter und der Henkersfamielie Kuisl allesamt empfohlen.
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am 8. September 2014
Leider kann der fünfte Teil nicht mehr ganz mit den ersten vieren mithalten. Die Geschichte ist - wieder - spannend geschrieben aber hier und da wirken die Handlungsstränge etwas weit hergeholt. Insbesondere das Ende wirkt sehr konstruiert und gezwungen. Alles in allem ein leichtes, unterhaltsames Buch. Aber mit den vier Vorgängern kann es eben nicht ganz mithalten.
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am 4. September 2014
Dies ist ein mittelalterlicher Roman, der wirklich Spaß macht zu lesen. Die altertümliche Welt ist wirklich gut recherchiert und nicht geschönt dargestellt, man kann sich gut in die damalige Zeit versetzen. Ebenso kann man sich in die Charaktere versetzen und die Kriminalgeschichte ist spannend erzählt. Auch ohne die vorherigen Bücher gelesen zu haben kann man dieses Buch genießen.
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am 24. August 2014
Ich bin nicht nur Gernleser von Oliver Pötzsch Romanen, vor allem aber speziell der Henkerstochter-Reihe.

Besonders nach diesem Roman möchte ich tiefen Respekt jenen ehrlosen Menschen aussprechen, die zu diesen Zeiten von den "Mächtigen" als Werkzeuge benutzt wurden. Gab es zu dieser Zeit eigentlich auch schon Psychologen oder Menschen, die sich daran versuchten ;-)? Erschreckend war für mich auch, die Leichtgläubigkeit der Menschen u. deren Manipulation. Teilweise ein Phänomen was gut in unsere Jetztzeit reicht.

Seit Band Drei dieser Reihe wollen die Spannungsbögen während den Geschichten nicht abreißen. Ich habe wieder sehr gerne über Jakob u. seine Familie gelesen. Ich freue mich auf weitere Teile!
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am 10. Februar 2015
Eine gelungene Mischung aus Kriminalroman (Whodunit), Familiengeschichte und historischen Roman (gerade der sogenannte "Alltag" kommt recht authetisch rüber, nach dem Motto - so könnte es damals wirklich gewesen sein). Hinzu kommen eine ganze Reihe Figuren, die sympathisch sind und sich erfreulicherweise auch als recht gelungene Individuen erweisen. Gut gefällt mir auch, dass die Motive der Figuren (auch der Täterfigur) nachvollziehbar sind, alles wirkt schlüssig und Verwebung von Fiktiven und Historischen kommt mir in diesem Buch äußerst geglückt vor.

Vermutlich hängt es mit dem Einbeziehung der Bamberger Hexenprozesse zusammen, dass ich den Eindruck habe, dass die historischen Elementen in diesem Buch wesentlich stärker wirken als in den früheren Büchern.

Insgesamt gehört das Buch zu den besseren dieser Kriminalserie, wobei allerdings anzumerken ist, dass mir bisher noch keiner der Bände gänzlich missfallen hat.

Wem die bisherigen Bücher gefallen haben, dem / der wird auch dieses Buch sicher gefallen.
Aber ich habe den Eindruck, dass es auch für Neueinsteiger/innen geeignet sein dürfte.
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am 7. Februar 2015
Der Schongauer Henker Jakob Kuisl und seine Tochter Magdalena reisen mit Ihren engsten Familienangehörigen nach Bamberg, um dort der Hochzeitsfeier von Jakobs Bruder Bartholomäus beizuwohnen. Die Hochzeit und die Hochzeitsvorbereitungen geraten allerdings schnell in den Hintergrund, als ein vermeintlicher Werwolf scheinbar wahllos Bürger reißt und die Stadt dadurch in Angst, Schecken und Chaos versetzt. Schritt für Schritt begeben sich die Kuisls auf die Fährte des gefürchteten Monstrums und dringen dabei immer tiefer in die dunkle Vergangenheit Bambergs ein.
Mit „Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg“ hat Oliver Pötzsch erneut einen ansprechenden historischen Kriminalroman verfasst. Die breit angelegte Handlung kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die einzelnen Erzählelemente und -strukturen weitestgehend mit denen der Vorgängerromane übereinstimmen. Neue Ideen würden der Fortsetzung der Reihe daher sicher guttun.
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am 8. Mai 2016
Ich habe die bisher von mir gelesenen Romane von Oliver Pötsch haben mir alle sehr gut gefallen, es ist gut recheriert und auch die Beschreibungen der einzelnen Handlungsorte sind gut, man kann sich in die Orte eindenken. Dieser Roman Henkerstochter und der Teufel von Bamberg hat mir wieder sehr gut gefallen und ich habe das Buch zügig im Urlaub durchgelesen. Ich bin nur immer wieder froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Werde mir auch den nächsten - neuen Roman von der Henkerstochter besorgen.
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am 25. Mai 2015
Ich bewerte entgegen meiner Gegensätze nun doch mal, weil mich die Bände von Oliver Pötzsch wirklich immer aufs Neue in ihren Bann ziehen. Die Charaktere sind einfach originell, die Handlungen fesselnd, das ganze noch in Historie eingebettet - ich freue mich schon aufs nächste Buch und hoffe und bange, dass es weitergehen möge... Deshalb kann ich nur zum Lesen raten - aber daran denken mit ausreichend Zeit zu starten, ich kam nämlich nicht mehr vom Buch weg!
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