Ich möchte diese Rezension sowohl allgemein als auch persönlich verfassen. Geschmäcker sind ja verschieden, jeder hat einen anderen Lieblingsstil und deshalb als erstes eine allgemeine Meinung zu dem Album, anschließend noch ein paar persönliche Worte zu den einzelnen Songs.
Alles in allem hat das Album 5 Sterne verdient. Ob man den neuen Stil von Eluveitie mag (der sich seit dem letzten Album nicht viel verändert sondern eher verbessert hat) überlasse ich jedem selbst. In dem (ohne Bonus Track) 59 Minütigen "Meisterwerk" (so betitelt es Eluveitie selbst) erleben wir Vielfalt, sehr gute Ideen, einen klasse Sound und tolle Texte. Wie denke ich jeder weiß ist das Album ein Konzeptalbum, somit wird also eine Zusammenhängende Geschichte erzählt. Doch dass in dem Album nur eine Geschichte erzählt wird ist kein Nachteil, denn was viele Bands falsch machen macht Eluveitie richtig: Die Vielfältigkeit. Wie eben bereits kurz angesprochen ist dieses Album sehr abwechslungsreich. Zwar gibt es den Typischen wechsel zwischen ruhigeren und schnelleren Songs, aber das besondere ist die große Eigenständigkeit eines jeden Songs. So haben wir wirklich in jedem Song ein Highlight das aber nie doppelt vorkommt. Genaueres hierzu schreibe ich weiter unten bei den einzelnen Songs. Was zum großen und ganzen zu sagen bleibt: Es ist kein Meisterwerk. Aber ein sehr gutes Album. Es übertrifft an sich das vorherige Album, auch wenn mir das vorherige besser gefallen hat.
Aber dies ist nun der Bereich in dem ich meine eigene Meinung stärker einfließen lassen möchte.
Ich ganz persönlich mag dieses Album auch sehr, war aber lange am überlegen ob ich 4 oder 5 Sterne vergeben soll. Aber 4 Sterne finde ich eigentlich zu wenig für das was die Schweizer hier geschaffen haben. Ich würde eher 8,5 von 10 Punkten verteilen wenn ich dürfte.
Das Album selbst hatte großes Potential ein richtig geniales Meisterwerk zu werden. Eluveitie sprühen nur so vor Ideen und einfallsreichtum. Aber dort wo viele Ideen aufeinander treffen kommt es manchmal zur nicht ganz so perfekten Ausführung dieser Ideen. Naja jetzt erstmal zum Ausführlichen Teil:
01 Prologue *** (3)
Für ein Konzeptalbum kein Ungewohntes Intro. Der gesprochene Text ist eine gute Einleitung, aber die nur sehr kurze Melodie, welche den übergang zum ersten "richtigen" Song (Helvetios) bereitet ist einfach sehr kurz. Ich hätte mir da schon etwas mehr gewunschen. Zudem hat mir die weibliche Stimme im letzten Album als "Erzähler/in" besser gefallen.
02 Helvetios **** (4)
Der Song beginnt sehr gut und ich hab ihm auch sehr viel potential bereits von der Hörprobe zugesprochen. Der Anfang des Songs ... ja einfach in die Hörprobe hören und ihr wisst was ich mein man muss dazu nicht viel sagen. Leider schlafft der Song darauf sehr schnell ab. Er ist zwar schnell was für den ersten Song meiner Meinung nach gut ist, aber vom Refrain hätte ich mir schon mehr erwartet (vorallem wegen dem Anfang). Trotzdem ein guter Song.
03 Luxtos *** (3)
Erinnert mich stark an Korpiklaani. Gute Idee, sehr gute Idee sogar und ansich auch alles richtig gemacht aber ... ich weiß nicht ob es an der Sprache liegt oder allgemein, der Refrain klingt für mich wie ein Kinderlied. Eher lächerlich als episch. Sicher geht das irgendwie in die Folk richtung aber es passt einfach nicht. Mittlerweile habe ich mich an den Song gewöhnt, aber Toll finde ich ihn nicht.
04 Home ***** (5)
Dieser Song hat mich überrascht. Als ich ihn das erste mal gehört hab war mein erster Gedanke "ah ein ruhigerer Song okay". Ruhige Songs sind nicht schlecht, aber so richtig überzeugt hatte mich bisher noch keiner. Bis ich diesen gehört hab. Hier passt einfach alles, die Instrumente, die Vielfalt, das Arrangement. Kann ich immer wieder hören und ich denke das dieser Song auch allgemein große Beliebtheit erzielen wird.
05 Santonian Shores **** (4)
Wieder eine schnellere Nummer, vielfältig, gut abgestimmt aber was mich stört ist dieses ... ich weiß nicht was das für ein Instrument ist aber es klingt wie ein kleiner Stromstoß. Bisher hat Eluveitie das schon oft benutzt aber nicht sooo oft wie hier. Und iwie find ich das Instrument (da es wirklich bei fast jedem Ton gleich klingt) geht einem auf die nerven. Ist jetzt zwar nicht so schlimm wie ich das hier schreib aber dennoch. Trotzdem ein guter Song.
06 Scorched Earth * (1)
Ich hab ja gesagt hier kommt nun Meine Meinung. Ich hasse diesen Gesang. Es stört mich nicht wenn er mal 30 sekunden vorkommt um einen Song einzuleiten. ABer über 4 Minuten halt ich das nicht aus. Ich hab diesen Song wirklich einige male gehört aber mittlerweile kommt bei mir nach dem 5. der 7. Song. Bah. Sicher manche werdens mögen, ich nicht ^^
07 Meet the Enemy **** (4)
Ein schlichter aber guter Song der nichts falsch macht aber auch nichts besonderes bietet. Die meisten müssten den Song ja schon kennen (gab ihn ja bereits einige Wochen vor dem Release auf der Eluveitie Homepage zum download). Ist ein schnellerer Song, passend zum Kampf, ja ich weiß nicht, ich kann bei dem song nichts bemängeln aber auch nichts als genial loben.
08 Neverland ***** (5)
Weiblicher und Männlicher Gesang perfekt abgestimmt (zumindest hier), schneller Song, tolle Melodie und ein Mitsing-Refrain. Für mich einer der besten Songs des Albums.
09 A Rose for Epona ***** (5)
Nennt ihn Kommerziell, nennt ihn geklaut, beschimpft den Song wie ihr wollt er wird ein absolut episches Meisterwerk bleiben. Die meisten müssten den Song auch bereits kennen (mittlerweile ist ja bereits das Video dazu auf youtube). Wer etwas gegen den Song hat der hört nicht richtig. Muss ich an der Stelle einfach sagen. Klar klingt der Song "Kommerzieller" als die anderen. Aber warum ist ein geniales Song immer gleich kommerziell? In Kommentaren hieß es der Song währe Pop-Musik. Also wenn das Pop-Musik ist dann fang ich an Pop-Musik zu hören ehrlich. Anna zeigt hier wirlich was sie Gesanglich drauf hat und Eluveitie hat hier einfach nur einen wunderbaren Song geschrieben den man immer wieder höhren kann. Für viele wohl der beste Song des Albums.
10 Havoc ***** (5)
Ein schneller Song der das richtig macht was bei Meet the Enemy fehlt. Der "epische" Teil. Die tolle Melodie und vorallem ein Gänsehaut-Feeling (welches bei mir immer ab 1:57 einsetzt). Auch hier ist bereits ein Video online, also einfach ansehen und überzeugen lassen.
11 The Uprising **** (4)
Wieder ein sehr guter Song der aber nach den vorherigen 3 eher schlaffer wirkt. Auch der "höhepunkt" oder "solo" wie immer ihr es nennen wollt, ist nicht ganz so ausgereift wie bei den anderen.
12 Hope **** (4)
Da ist er. Hatte ihn schon vermisst, den Instrumentalen Song. Instrumental macht Eluveitie keine Fehler aber für mich ist Eluveitie nunmal eine Metal band und dazu gehören E-Gitarre und Schlagzeug. Ein ruhiger Song im Album stört aber keineswegs sondern sorgt für eine kurze Pause. Leider ist die Melodie nicht gaanz so einfallsreich wie es beispielsweiße bei "Isara" oder "Setlon" aus dem Vorgänger-Album war.
13 The Siege ***** (5)
Ich weiß nicht wievielen er gefällt. Aber ich LIEBE diesen Gesang. Für mich ist dies der beste Song des Albums. Ist er auch nur 2:44 "lang" bietet er dennoch alles was ich mir je an einem Eluveitie Song gewunschen hab. Weiblicher Gesang, Männlicher (teilweise in Screaming gehende) männlicher Gesang, wahnsinns Höhepunkt, schnell und einfach WOW.
14 Alesia ***** (5)
Unglaubliches Intro wieder aber was bei Helvetios "verpatzt" wurde wird hier richtig gemacht. Der Refrain ist Top, für mich auch der beste Refrain des Albums. Und das ende erst .... mmmh leute kauft das Album ihr wisst nicht was ihr verpasst ;)
15 Tullianum ***** (5)
einem 24 sekunden track 5 sterne zu geben kann man nicht begründen. Aber weil er mir gefällt gebe ich ihm 5 Sterne, denn er fesselt die Gefühle und Emotionen von Alesia perfekt.
16 Uxellodunon **** (4)
Der letzte "richtige" Song des Albums... ich hätte mir mehr von ihm gewunschen, ich finde er ist ein gegenstück zu Helvetios. So wie es anfängt endet es. Aber nach den Emotionen und den Gefühlen des Alesia Songs konnte man das auch kaum toppen. Uxellodunon ist dennoch ein gutes Ende, aber eben kein Perfektes. Finde ich :)
17 Epilogue ***** (5)
Überraschung. Ich hatte eigentlich erwartet das der Song mit dem langweiligen Erzähler endet. ABer nein damit beginnt der Song nur. Der Song endet mit einem schönen Chor und den süßesten Instrumenten die Eluveitie so auftreiben konnten :) Ich denke ich muss nicht all zu viel dazu sagen.
Ja insgesammt bin ich der Meinung dass das Album nicht so überragend beginnt, dann die leiter langsam hoch krabbelt (mit dem ein oder anderen absturz) und dann einen schönen höhepunkt findet. sich dann kurz sammelt um einen zweiten Höhepunkt zu bekommen. Multiple Ohr-gasmen haha. Naja und dann endet das Album seicht aber auf hohem Niveau.
Wie ich schon am Anfang schrieb es ist kein Meistwerk wie ich finde aber ein wirklich sehr gutes Album und ich empfehle jedem den Kauf.
Wann währe es für mich ein Meistwerk geworden? Wenn man das Experimentierfreudige Luxtos etwas besser gestimmt hätte, Helvetios einen schöneren Refrain aufgesetzt hätte, Song 6 entfernt und das Elektroschok-Instrument etwas reduziert hätte.
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