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Helmut Kohl: Eine politische Biographie [Gebundene Ausgabe]

Hans-Peter Schwarz
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

3. September 2012
Die erste große politische Biographie über Helmut Kohl

Der Name Helmut Kohl beschäftigt die Deutschen noch immer. Für die einen bleibt er der Kanzler der Einheit, für die anderen ist er ein egozentrischer Machtmensch, dessen Name mit der größten deutschen Spendenaffäre verknüpft ist und der nicht nur seine eigene Partei, sondern auch seine Familie schwer beschädigt hat. Kohl, der Riese aus einer vergangenen Epoche, ist die größte lebende historische Figur der Bundesrepublik, die zugleich die stärksten Emotionen hochkochen lässt.

Der bekannte Zeithistoriker und Biograph Hans-Peter Schwarz hat nun die erste umfassende politische Biographie zu Helmut Kohl auf Basis umfangreichen und unveröffentlichten Quellenmaterials geschrieben. Ihm gelingt ein großes Lebens- und Zeitpanorama jenes Mannes, der die politischen Umbrüche am Ende des 20. Jahrhunderts so stark wie kaum ein anderer mitgeprägt hat. Gemeinsam mit Staatsmännern wie Michail Gorbatschow, George Bush sen. oder Deng Xiaoping hat Kohl Weltgeschichte geschrieben, gleichzeitig ist sein Name mit zahlreichen Affären und innenpolitischen Fehlentscheidungen verbunden. Alles an ihm hat eben riesenhafte Dimensionen – seine Verdienste ebenso wie seine Irrtümer, die auch in unsere Zeit hineinragen.


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Pressestimmen

»An Büchern über Kohl mangelt es nicht, aber erst jetzt erscheint eine klassische Biografie, die Person und Werk einordnet und deutet. Geschrieben hat sie Hans-Peter Schwarz, ein Doyen unter den deutschen Historikern. An seinem Buch hat Schwarz drei Jahre lang gearbeitet, dafür hat er 50 Politiker interviewt. So entstand eine detailreiche und meinungskräftige Biografie. Ihre Stärke liegt im Übergang zur Mentalitätsgeschichte, in der Beschreibung, wie sich das historische Bewusstsein und die Lebenshaltung der Kriegskinder ausprägen, zu denen Helmut Kohl gehört.« (DER SPIEGEL, 03.09.2012)

»Das Buch, gegliedert in sechs chronologisch geordnete Abschnitte mit je einem Essay als Überleitung, ist überwiegend ein faszinierendes Lebensbild entlang von Wahlen, Parteipolitik, Gremiensitzungen, politischen Gesprächen.« (DIE WELT, 25.08.2012)

»Seine Biografie nennt er einen ›Zwischenbericht‹. Das allerdings stapelt tief, da sie eine wahre zeithistorische Fundgrube ist und die erste wirklich ernsthafte Annäherung an das Rätsel namens Helmut Kohl.« (Die Zeit, 13.09.2012)

Über den Autor

Hans-Peter Schwarz, geboren 1934, zählt zu den angesehensten Politologen und Zeithistorikern in Deutschland und ist u. a. Verfasser des zweibändigen Standardwerks zu Konrad Adenauer (1986/91) sowie einer vielbeachteten Biographie zu Axel Springer (2008). Schwarz lehrte in Hamburg, Köln und Bonn und ist Mitherausgeber der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Für sein Werk erhielt er mehrere Auszeichnungen, u. a. den Historiker-Preis der Stadt Münster und den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Kaum ein lebender Politiker polarisierte so wie er. Auf der einen Seite heftige, oft bedingungslose Zustimmung und charismatische Verehrung des hünenhaften schwarzen Christdemokraten, auf der anderen Seite Verachtung ja Hass und Verspottung des hünenhaften schwarzen Christdemokraten. Dessen ungeachtet kam Altbundeskanzler Helmut Kohl in den sechzehn Jahren seiner Kanzlerschaft lange Zeit groß und mächtig daher. Kaum ein Massenmedium der bürgerlichen Mitte, kaum einer derer Redakteure wagte es, ihn und seine Inszenierungen zu kritisieren, mochte man den schwarzen Giganten doch als Interviewpartner nicht verlieren. Helmut Kohl galt andererseits zeitweise als "der Aussitzer". Oft setzte sich seine Karawane unter dem Motto "Weiter so!" danach wieder in behäbige Bewegung. Möchtegern-Putschisten hatten das Nachsehen. Helmut Kohl gilt aber auch als Kanzler der Einheit, vor allem, als er das schmale Zeitfenster zu dieser historischen Chance nutzte. Weitere geschichtliche Bedeutung hat er als Architekt eines neuen Europa, beides große Verdienste, die der Zeithistoriker Hans-Peter Schwarz mit Recht gebührend hervorhebt. Hierbei verwendet Schwarz bereits im Prolog und in dessen Titel die metaphorische Bezeichnung "Der Riese". Nach diesen weithin kometenhaft aufleuchtenden Glanzpunkten in Kohls Höhenflug kam aber die verlorene Wahl und schließlich der absolute Absturz des Giganten, der eine riesenhafte Schockwelle auslöste: Die CDU-Spendenaffäre und sein Umgang mit ihr brachte das Image des politischen Hünen ins Straucheln, die Berichterstattung mutierte ins Gegenteil, das lang schon mürbe gewordene Tischtuch zwischen ihm und vielen früheren Weggefährten und Getreuen zerriss vollends. Hans-Peter Schwarz nennt die Jahre 2000 und 2001 folglich "Horrorjahre". Heute sitzt Kohl weitgehend abgeschottet in seinem Haus in Oggersheim. Die Deutungshoheit über sein Leben hat er jedenfalls - auch infolge seiner jetzigen Sprachbehinderung - verloren. Sie ist - wen vermag dies zu überraschen - heftig umstritten.

Bei einer Biographie über dieses ehemalige, doch noch lebende politische Schwergewicht gilt es folglich, sine ira et studio vorzugehen, diesen Politiker somit ausgewogen und einigermaßen gerecht darzustellen, Licht und Schatten angemessen auszutarieren. Hans-Peter Schwarz versucht hierbei, nach den Leitlinien "Wahrhaftigkeit, Empathie und zugleich kritische Distanz" (S. 943) vorzugehen. Man kann auch die Frage stellen, ob es nicht zu früh für eine solche Einordnung ist, auf der anderen Seite liegt die Kanzlerschaft vierzehn Jahre zurück. Schwarz hat diese Gesichtspunkte immerhin gebührend reflektiert und kann dies auch treffend bildhaft darlegen: "Gehässigkeiten, Einseitigkeiten und Irrtümer des politischen Tageskampfes liegen ... noch wie Giftgasschwaden über dem Schlachtfeld" (S. 941). Mit einem deutlichen Schwerpunkt auf die Verdienste legt er hier eine umfassende und aktuelle politische Biographie vor, die allerdings eine wohl weniger gut ausfallende Lebensgeschichte mit Blick auf die Kanzlerehefrau und die Kinder nicht so sehr im Fokus hat. So stellt der Verfasser auch klar, dass die Gründe der schweren "Verwerfungen" zwischen den Kindern Kohls und dessen derzeitiger, altersmäßig fast den Kindern gleichen Lebensgefährtin Maike Kohl-Richter "in einer politischen Biographie nicht zu interessieren" haben (S. 920), da die Einschätzung als Ehemann oder Vater eigentlich [!]...ja irrelevant für die Beurteilung staatsmännischer Leistung" sei (S. 923). Dies ist im Kern richtig, doch die äußerst karg ausgefallene Darstellung dieser Dinge, bei der es dazu wie weiter unten näher ausgeführt um Abqualifizierung anderer Bücher geht, wird nicht allen Lesern gefallen. Die Frage sei auch gestattet, weshalb dann die Kindheit und Jugend Kohls ein wenig breiter dargestellt wird, denn erst ab Seite 57 tritt Kohl als Plakatkleber der Jungen Union in erste hauchzarte politische Erscheinung.

Doch von solchen Kleinigkeiten abgesehen stellt Hans-Peter Schwarz die politisch-biographischen Ereignisse als solider Nachkriegszeithistoriker nicht nur fundiert dar, er "betrachtet" sie und vor allem die allgemeinen Zeitumstände nach jedem der sechs Kapitel immer wieder. Darin liegt eine Stärke des Buches. Wie gliedert und akzentuiert Schwarz nun diesen Weg durch die Jahrzehnte? Angefangen von Kohls "Marsch durch die Institutionen", seinem "Erklimmen der Bundesebene", seinem "Fingerhakeln" mit Franz-Josef Strauß und seiner Tätigkeit als "Oppositionsführer", die Schwarz als "kritische Jahre" bezeichnet, stellt er zunächst die Etappen des Aufstiegs dar. Dieser lange Marsch kulminiert zunächst mit der Ablösung des anderen Helmut nach dem Scheitern der sozialliberalen Koalition, der derzeit im krassen Gegensatz zu Helmut Kohl kettenrauchend weit mehr Beachtung als Gegenwartsdeuter und scharfsinniger Analytiker erfährt als zu Zeiten seiner Kanzlerschaft, in der hauptsächlich dessen Scharfzüngigkeit hervorgehoben wurde.
Danach stellt Schwarz den Aufschwung durch das - wie er es nennt - "entspannte kurze Jahrzehnt" der achtziger Jahre dar. Schließlich folgt die "Umbruchsphase" und die neue Chance als "Kanzler der Einheit" ab Dezember 1991 mit der Auflösung der Sowjetunion und Kohls Rolle in der "Konsolidierung des neuen Europa". In diesen neunziger Jahren erwies sich Kohl als politisches und paneuropäisches Schwergewicht und gestaltete als "europäischer Riese" die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion maßgeblich mit. Somit installierte er aber auch den EURO ohne Rückversicherung, was heute nicht mehr so euphorisch gesehen wird. Ist dies eine Über-Aktualisierung, vor der man sich als Biograph hüten muss? Hans-Peter Schwarz gibt diese derzeitige Dysphorie zu, bringt hierbei allerdings lediglich die banale Selbstverständlichkeit ins Feld, es sei "unfair, ihm allein die Schuld" an der derzeitigen Krise Europas und des EURO-Systems anzulasten (S. 935). Danach stellt er den "Sinkflug" dar, in dessen Verlauf die übliche Inszenierung als "populärer Pascha" nicht mehr verfing, 1998 erfolgte mit der Wahlniederlage schließlich die erste, noch relativ harmlose Bruchlandung im Herbst des Lebens.

Das Aufdecken der Spendenaffäre im Jahr 2000 und der schwarzen Kassen, verbunden mit Korruptionsvorwürfen, ordnet der Biograph deutlich als "eine der ganz großen Affären in der Geschichte der Bundesrepublik" ein, in die sich in ein "raffiniertes Parallelsystem von Konten... neben der offiziellen Buchführung der CDU" auch dunkle Hintermänner im Dunstkreis von Rüstungslobbyismus und Bestechungen mischen, und Kohl sich konsequent weigert, die Spender zu nennen. Schwarz urteilt hier aber auch, dass in der Aufregung um diese Verstöße ein "Element der Künstlichkeit beigemischt" sei, er redet von einer "Pressekampagne", weiter stellt er seine Meinung heraus, dass Kohl zu "dem anrüchigen" Waffenhändler Schreiber nie Kontakt" gehabt habe, dass die Korruptionsvorwürfe gegen Kohl "nicht viel mehr als heiße Luft" seien, desgleichen die Aktenvernichtungsvorwürfe. Verniedlicht er hier oder versucht er, Richtigstellungen zu bringen, die äußerst karg begründet sind? Attestiert er einen Freispruch mangels Beweisen? Man wird sich dessen nicht so recht klar, obwohl hier weit mehr Meinung niedergeschrieben als eine Faktenlage erörtert wird.

Dieses Kentern Kohls war der Moment, an dem Angela Merkel vorpreschte", die von dem Patriarchen nicht mehr als sein Mädsche" abqualifiziert sein mochte, und dies war der letzte Auslöser für den unkittbaren Bruch zwischen Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble, ja für den grandiosen Schiffbruch einer bis dahin mächtigen politischen Größe, der ab da auch in der CDU bleiernes Negativimage anhaftete. Kohls 70sten Geburtstag stellt Schwarz als "psychologischen Tiefpunkt" dar, an dessen Ende der Suizid seiner verlassenen Ehefrau Hannelore steht. Schwarz, der der Auffassung ist, dass es "ganz unzutreffend" sei, "das Leben der Frau an der Seite Helmut Kohls als eine Art Opfergang zu verstehen" (S. 897) stellt hierbei ein weiteres Mal die "ungeheure Willenskraft" des Helmut Kohl in den Fokus.

So stellt der Verfasser - wie zu erwarten - Kohl auch nicht im Keim als selbstsüchtigen Riesen dar, in dessen Garten es kalt blieb, schon gar nicht als Halbgewicht oder Scheinriesen, sondern als politischen Hünen, der allerdings seit 2000 schwer angeschlagen ist. Er distanziert sich deutlich von anderen publizierten Sichtweisen, deren Thematiken allerdings auch nicht den Hauch eines Anspruches haben, Kohls politischen Lebensweg und Lebensleistung - und dies auch noch möglichst objektiv - darzustellen.
So charakterisiert der Autor Peter Kohls Buch über dessen bekannten Vater salopp als "Traumatisierungsstory" (S. 921). Er versäumt es auch nicht, ab Seite 913 auch den Journalisten Heribert Schwan nunmehr namentlich zu erwähnen, der Helmut Kohl ab 1998 an der Abfassung der unvollendeten Memoiren ("Erinnerungen", erschienen 2004 bis 2007) half und nun, nachdem er von Kohl nach der Veröffentlichung eines Enthüllungsbuches über Hannelore Kohl gefeuert worden ist, - aufmunitioniert mit umfangreichen Tonbandaufzeichnungen, Mitschrieben und sogar mit der Kenntnis von 13 Bänden Stasi-Akten - wohl ebenfalls eine Biographie in der Planung hat. Auf dieses Buch "Die Frau an seiner Seite. Lesen Sie weiter... ›
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielleicht das zukünftige Standardwerk zu Helmut Kohl 4. September 2012
Von Falk Müller TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Über Helmut Kohl sind schon so viele Bücher geschrieben worden, dass man sich fragen kann, ob die neue Biografie von Hans-Peter Schwarz überhaupt noch notwendig ist. Sicher enthält sie keine spektakulären Enthüllungen oder sonstige historischen Fakten, die einen neuen Blick auf die Geschichte notwendig machen würden. Aber sie besticht durch einen unglaublichen Detailreichtum. Der Autor hat jahrelang dafür in Archiven und Bibliotheken recherchiert, 40 Interviews mit Zeitzeugen wie Hans-Dietrich Genscher geführt, Tagebücher von Weggefährten wie Kurt Biedenkopf ausgewertet und er hat auch Helmut Kohl selbst mehrmals stundenweise zu Hause in Oggersheim besucht. Herausgekommen ist dabei ein Buch von rund 1000 Seiten, das vielleicht eine Art Standardwerk zu Helmut Kohl werden könnte.

Der Untertitel des Buches heisst ja: "Eine politische Biografie". Und so legt der Autor vor allem große Sorgfalt darauf, den politischen Lebensweg Kohls nachzuzeichnen. Schwarz erzählt alles ganz genau: Kohls prägende Jahre als Kriegskind, sein politischer Aufstieg in den 60iger Jahren in Rheinland-Pfalz, seinen innerparteilichen Kampf um die Kanzlerkandidatur, den persönlichen Triumpf der Kanzlerschaft 1982, die unverhofft und beherzt genutzte Chance 1989/90 als Kanzler der Einheit in die Geschichte einzugehen und der tiefe Fall nach seiner Abwahl 1998. Auch Kohls Europa-Politik nimmt sich der Autor vor und stellt den Bezug zur aktuellen Vertrauenskrise in Europa her. Hier gibt er zum Beispiel eine interessante Prognose: Denn es könnte gerade die Europa-Politik sein, die das Denkmal Kohl vom Sockel stossen könnte: "Wenn der Euro scheitert und Europa darüber auseinanderbricht, werde Kohl zur tragischen Größe" fürchtet Schwarz.

Im Buch geht es aber nicht nur um Politik, sondern auch um Helmut Kohls Leben vor, neben und nach der Politik. So zeichnet er etwa auch Kohls Kindheits- und Jugendjahre nach, beleuchtet das spannungsreiche Verhältnis zu seiner Familie und widmet sich auch Kohls Leben nach dem Ausscheiden aus der Politik 1998: den Tod seiner Ehefrau Hannelore, seinen schweren Sturz im Februar 2008, sein neues Glück durch die Heirat mit seiner jetzigen Frau Maike.

Fazit: Schwarz nutzt für seine Biografie viele Quellen, die der Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren und kann so auf rund 1000 Seiten ein facettenreiches Bild des großen Staatsmannes Helmut Kohl zeichnen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Aufschlussreich! 29. November 2012
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Man muss Kohl nicht unbedingt mögen oder ein Anhänger der C-Parteien sein, um dieses Buch zu lesen. Fast wäre man geneigt mit dem alten Mann heute noch Mitleid zu bekommen, wenn man erfährt, welche Intrigen er überstehen musste, um Kanzler zu werden. Besonders interessant sind die Rollen von Biedenkopf und Strauss. Während Strauß mit seiner CSU nichts unversucht ließ, um selbst Kanzler zu werden, verfolgte Parteifreund Biedenkopf seine eigenen Ziele. Wer solche Parteifreunde hatte, brauchte keine Feinde! Dass er es dennoch schaffte, Kanzlerkandidat zu werden, verdankte er nur seiner eigenen Schlauheit und seiner gefügigen Gefolgschaft. Als Kanzler war er eher ein mittelmäßiger Politiker, der nur das Glück hatte, dass ihm die Deutsche Einheit vor die Füße gefallen war.
Insgesamt ist dieses Buch eine aufschlussreiche Abhandlung über neuere deutsche Geschichte. Leider hat das Buch kein Inhaltsverzeichnis. Dieses muss man sich mit Markierungen und Notizen selbst schaffen. Was aber für die E-Book Ausgabe viel schwerer wiegt, ist der Umstand, dass keine Links zu den Anmerkungen vorhanden sind, so dass man ständig hin und her " blättern" muss. Wären diese beiden Punkte erfüllt, gäbe es fünf Sterne
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Unverändert scheint die Kindle-Version nicht empfehlenswert
Ich hatte im Herbst vorigen Jahres die Kindle-Version des Buches gelesen. Das fehlende Inhaltsverzeichnis und nicht verlinkte Fußnoten trübten aber den Lesegenuß... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dr.E. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Helle aus Oggersheim
Helmut Kohl war eine bedeutende Figur in der vergangenen politischen Periode. Schwarz schreibt darüber ohne zu sehr in falsche Verehrung zu fallen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Kurt Fruehauf veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ganz interessant, aber zu teuer und schlampig bearbeitet.
Weniger beeindruckend ist wieder mal das Lektorat. Es ist ärgerlich und bisweilen lächerlich-belustigend, was man da für teuer Geld alles geboten kriegt. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Michael Werner veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gerechtigkeit für Helmut Kohl
Gerechtigkeit für Helmut Kohl
Hans –Peter Schwarz äußerst umfassenden Biographie des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl könnte manche Leser... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Jaroschek veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klasse Biographie einer faszinierenden Persönlichkeit
Die Biographie ist herausragend geschrieben und strukturiert und zeigt ein kritisches Bild einer Der Persönlichkeiten, die die deutsche Politik im 20. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Thomas Jaeger veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Helmuth Kohl Rezension
Sehr ausfuehrlich geschrieben, eine sehr interessante politische Biographie, aber keinesfalls trocken oder langweilig. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Peter Seifert veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Kohl Eine politische Biografie
Prof. Schwarz ist einer der besten Historiker der Neuen Geschichte. Seine Forschungen haben große Wirkungen. Bedeutend, auch international, seine Adenauer-Biografie. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Dr.Lothar Kraft veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Bericht aus dem schwankenden Hochmoor der Politzszene
Zu Beginn möchte ich vorausschicken, dass ich der Partei Kohls nie nahestand und dies auch heute keinesfalls tue. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Happyx veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine zeithistorische Schatzkiste
Nach der Wahlkampfveranstaltung verließ der Bundeskanzler die Halle durch ein Spalier von Menschen. Ich hatte mich nach vorne gewuselt. Plötzlich stand er vor mir. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von R. & I. Jope veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ebook beispiellos schlecht!
Eine ausdrückliche Warnung vor der Kindle-Ausgabe: Weder das Inhaltsverzeichnis ist verlinkt noch die zahlreichen Anmerkungen - damit sind sie nutzlos. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Rainer Bauer veröffentlicht
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