Hellyeah!
Dies ist nicht nur der Name, der von den US-Medien als Metal-Supergroup angekündigten Band, sondern auch der Debut - Albumtitel (und 1.Tracktitel)Der im "Metal Sprachgebrauch" beliebte Ausspruch beschreibt auch ganz klar die Stimmung auf dieser Scheibe. Hier wird einfach richtig Sch***-drauf Mucke gemacht. Komplexe Song-Strukturen und Texte(sind durchwegs prollig) werden zwar nicht geboten, das will man aber auch nicht, denn diese Scheibe soll, wenn man den Bandmitgliedern glauben schenken soll, einfach nur Spaß am abrocken machen.
Nur warum Metal-Supergroup?(ich hasse diesen Begriff):ganz einfach das LineUP setzt sich aus bekannten Größen der amerikanischen Trash Metal und (New)Metal Szene zusammen: Chad Gray (Mudvayne) darf ins Mikro brüllen, kreischen aber auch singen, so wie man es von ihm in seiner unverwechselbaren Art kennt. Die Gitarren werden von Tom Maxwell (Nothingface - ja die gibts noch) und Greg Tibbet(Mudvayne) bedient. Der vakante Posten am Bass wurde ursprünglich von Jerry Montano (Nothingface) eingenommen, welcher aber kurz nach Veröffentlichung des Albums, aus persönlichen Gründen ausstieg.Wahrscheinlicher Ersatz: Bob 'Zilla' Kakaha(Ex-Damageplan)
Diese Mannen versammelt sich nun um den Drummer und gleichzeitg auch Aushängeschild Nr.1 der Truppe: Vinnie Paul (Ex-Panter, Ex-Damageplan)Und den guten kann man auch nicht wirklich überhören, so wie er reinhaut. Somit liefert er das Grundgerüst für eine ungehörige Portion Groove ab, welches einen mit Metalriffs und Southern Einflüssen erweiterten Gesamtsound erzeugt, dass einen den Nackenwirbel strapazieren wird.
Der Titeltrack "Hellyeah" beweist dies schon auf eindrucksvolle Weise, und ist ein richtiger Ar***treter mit derben Vocals, und coolen (wenn auch simplen) Riff. Danach folgt mit "You wouldn't know" die erste Singel, welche größtenteils aus Rockelementen besteht, und klare Gesangslinien aufweist. Danach gehts aber mit Matter of Time wider so richtig zur Sache, besonders Vinni hört man hier schön raus. Mein persönlicher Lieblinstrack.
Eine Überraschung wird mit der Southern-Ballade "Alcohaulin'Ass" geliefert. Hier entdeckt Gray den Südstaatler in sich(*g*), und man möchte sich am liebsten selbst einen Cowboyhut aufsezten, eine Zigarette anzünden, und zum gekühlten Bier greifen. Mit "Goddamn" gibts wider einen Brecher um die Ohren, der stark an Pantera erinnert. Nun verflacht die Scheibe ein bisschen, und die folgenden Titel können leider nicht mehr ganz mit der starken 1sten Hälfte mithalten (Star, Thank You,Nausea). Zum Glück gibts zum Abschluss noch mal richtig um die Ohren, denn "One Thing" ist ein toller Song, und bietet die beste sowie variabelste Shout-Schrei-Leistung der Platte.
Also ins Auto steigen, Cd einlegen und richtig gasgeben...oder bei der nächsten gepflegten Grillerei unter "Alcohaulin'Ass" ein Dimebag Gedenkbier kippen.
Klare Kaufempfehlung!