Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Die Luft ist draussen, 16. September 2008
Schon der Ansatz dieses Albums - Rock Klassiker im ,Jazz'/Easy Listening Gewand zu präsentieren - macht es einem alten eingeschworenen Jazzkantine Fan schwer, denn das war ja alles in den letzten 10 Jahren schon mal da. ,Smoke On The Water' gibt's von Senor Coconut und ,I Was Made For Loving You' von Hans Platzgumer's `Queen of Japan', zwar beide im Elektronik Kontext, aber auch `entschärft'. Mike Flower's Pop waren da glaub' ich die ersten die damals aktuelle songs in einem jazzig-loungigen Kontext präsentierten, und dann gibt's da ja auch noch ,Rock Swings' von Paul Anka etc.. Herbie Hancock hat es damals mit ,The New Standards' richtig gemacht und ein herrlich altmodisches und exzellent gespieltes Cover Jazz-Album von Rock und Pop Songs aufgenommen.
Nach ,Futter für die Seele', ,Die Jazzkantine tanzt' ist ,Hell's Kitchen' jetzt schon das dritte Album des Jazz Funk Kollektiv's das kein neues, selbstkomponiertes Material bietet (und ,Unbegrenzt haltbar' war auch nicht gerade eine Offenbarun), und da liegt der Eindruck nahe, daß halt hier endgültig die Luft draussen ist. Man merkt das auch daran, daß hier die Spielfreude und das Feuer von so legendären songs wie ,Das Jazzhaus', Boogaloo' oder ,55555' nur mehr ganz selten aufblitzen, was umso ärgerlicher ist, weil man sich denkt: ,Walk This Way' z. Bsp. als Jazz-song - ja könnte funktionieren, aber warum klingt das alles so kreuzlahm? Und es fehlen halt auch die erfrischenden eigenen Texte, die einen Großteil des Charmes der Kantine ausgemacht haben, denn jazzen konnten andere Bands ja auch immer zumindest gleich gut.
Nein, das war nix, zurück zum Start und neue eigene songs schreiben Jungs, und vielleicht mal über einen neuen sound Nachdenken, ich geb' die Hoffnung nicht auf, daß ihr wieder zur alten Form zurückfindet.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die CD macht einfach Spaß!, 26. Juni 2008
Nach über vier Jahren Pause serviert die Braunschweiger Jazzkantine unerwartet und überraschend Hardrock. Hardrock? Nun, was zunächst nach ungewohnter Kost klingt, entpuppt sich bei näherem Hinhören als beschwingte Interpretation von Klassikern der Rockgeschichte, gepaart mit einigen interessanten Gästen, wie z.B. Max Mutzke (Highway to Hell") oder Xavier Naidoo (Nothing Else Matters").
Entgegen ersten Befürchtungen lösen sich die Neuinterpretationen in ihrer unbefangenen Leichtigkeit fast durchgehend vom schweren Ballast der Originale. Bestechend, wie schon beim Auftakt des Albums Tom Gaebel mit funkigen Bläsern das Highway to Hell" von AC/DC heftig durcheinander wirbelt, um daraus ein völlig neues Stück zu kreieren.
Sicher, das Deep-Purple-Stück Smoke On The Water" ist Gott und braucht eigentlich keine weitere Coverversion. Aber überraschend gut gelingt es der Jazzkantine selbst solch ein Stück witzig und geschmeidig in die heutige Zeit zu transportieren.
Wer mit den Originalen aufgewachsen ist, findet auf Hell's Kitchen" auf jeden Fall eine späte, aber angenehme Entspannung des Materials. Eine Cd, die mir (als Vorabversion) im Auto-CD-Player richtig viel Spaß gemacht hat, so dass ich mich ärgerte wenn ich vor dem Ende der Cd am Ziel ankam.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das dürfte nicht nur den harten Jungs von Metallica gefallen. , 11. Juni 2008
Jazzkantine
Hells Kitchen
(Sashimi/Rough Trade)
Die Jazzkantine hat Rock und Metal wiederentdeckt. Eine eigentlich logische Sache für die Jazz-, Soul- und HipHop-Fusionisten, sind die meisten Mitglieder der Braunschweiger Kapelle doch mit dieser Musik aufgewachsen. Nun haben sie sich einige Stimmen ins Studio geholt und Altbekanntes ziemlich verändert. Großartig, wie gleich zum Auftakt Tom Gaebel mit Unterstützung einer feurigen Bläserabteilung den AC/DC-Knaller Highway To Hell auf die swingende Tanzfläche schickt. Cappuccinos Gesang in seiner funkigen Version von Iron Horse klingt dagegen schon ein wenig nach den vom vielen Whiskey mächtig angerauten Stimmbändern von Motörhead-Frontmann Lemmy. Noch mal AC/DC: Max Mutzke macht aus Back In Black einen funkigen Sprechsingsang, während Pat Appleton aus der KISS-Nummer I Was Made For Loving You als verführerische Jazzballade gestaltet. Und wie Xavier Naidoo als Soulprediger mit viel Seele an Nothing Else Matters rangeht, das dürfte nicht nur den harten Jungs von Metallica gefallen.
(Jazzthing Magazin Juni/Juli 2008)
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