Den Film nur einmal gesehen und nur flüchtich, aber die Musik hab ich nicht nur einmal gehört. Diesen dramatischen und schönen Horrorsoundtrack komponierte Christopher Young, der mittlerweile bekannt für derartige Streifen ist. Und sein erster Erfolg hieß "Hellraiser". Leider auch einer der wenigen Scores, die von ihm veröffentlicht wurden. Trotzdem ist dies der Beginn von Youngs Musikkarriere. Für den mittlerweile indizierten Film, komponierte er einen außergewöhnlichen Soundtrack.
Charakterisiert wird der Score durch den häufigen Einsatz der Streicher. Vor Allem das Hauptthema ("Hellraiser") ist eins dieser Stücke, dass eine unverkennbare Melodie hat und selbst nach Stunden nicht aus dem Kopf geht. Mit diesem Thema spielt Young die ganzen 42 Minuten, variiert es, lässt es laut, leise, breit oder ganz sanft klingen. Dazu eine düstere Atmosphäre, die durch die Streicher oder durch ein elektronisches Glockenspiel erschaffen wird.
Dann wär da noch das Motiv für Frank, dass in "Resurrection" erklingt und wunderbar teuflisch und hinterhältig klingt, ein wunderbarer Gegensatz zum harmonischen Hauptthema.
Ansonsten wäre noch die schauderhafte und atmosphärische Melodie der Cenobiten zu erwähnen ("Cenobites").
In den 42 Minuten variiert Young seine Themen immer wieder, mal groß und breit angelegt, dann wieder sanft und lieblich klingend. Das perfekte Beispiel hierfür dürfte das wunderbare "Hellbound Heart" sein, wahrscheinlich das Highlight des Scores!
Im Grunde bleibt die Musik in dieser wirklich beeindruckenden Stimmung, wird ab und zu aber auch schneller und verstörender, zum Beispiel in "A Quick Death" oder "Seduction And Pursuit". Mit "Uncle Frank" geht die Musik dann langsam ins Finale und nach "Another Puzzle" möchte man am liebsten die Scheibe von vorne hören!
Horrormagie vom Feinsten, das schafft nur Christopher Young, der hier neben "Hellraiser: Hellbound" wahrscheinlich sein Meisterwerk kreiert hat. Ein kurzer und fantastischer Horrorscore, der seines gleichen sucht, etwas teuer zwar, aber das ist es wert für wahre Soundtrackfans.
Lassen sie die Hölle in ihre Ohren!