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Hello Paris
 
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Hello Paris [Gebundene Ausgabe]

Catharina Geiselhart
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862650839
  • ISBN-13: 978-3862650835
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 290.132 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Selbst in den feinen Gassen von Paris lauern Gefahren - wenngleich sie nicht auf Anhieb als solche zu erkennen sind: Als sich die 15-jährige Morgan in Arthur verliebt, scheint zunächst alles perfekt: Arthur behandelt sie wie eine Prinzessin und führt sie in die High Society ein. Zu dieser fühlt sich Morgan einerseits hingezogen, andererseits kommt sie sich in Gegenwart ihres schönen Freundes und dessen Entourage ungenügend vor.

Als Arthur sie schließlich unter den Augen seiner Freunde verlässt, bricht aus, was schon länger in Morgan geschlummert hat: eine Anorexie. Und während sie selbst von Tag zu Tag weniger wird, wächst ihr Misstrauen allen anderen gegenüber ...

Catharina Geiselhart erzählt in ihrem autobiografischen Roman die Geschichte einer jungen Frau, die in der Stadt der Liebe lebt, leidet und zu kämpfen lernt.

Über den Autor

Catharina Geiselhart wurde 1989 in Paris geboren und wuchs dort in einem deutschen Elternhaus auf. Nachdem sie 2004 von der renommierten Modelagentur Karin Paris entdeckt worden war, arbeitete sie für Chanel und andere große Modehäuser. Nach dem Abitur begann sie zunächst ein Politikstudium, zur Zeit studiert sie Literaturwissenschaften. »Hello Paris« ist ihr Debütroman.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hello Reality 19. Dezember 2011
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt, mir nichts besonders Neues um Thema "Essstörung" erwartet habe. Einige Bücher, die bereits von mir zu diesem Thema gelesen wurden, haben sich in ihrem Aufbau nicht besonders unterschieden. Meistens ging es darum; "dickes Mädchen wird gehänselt und deswegen magersüchtig".
Oft nicht sehr realistisch, da ich in meinem engen Bekanntenkreis auch einen Fall von Bulimie hatte. Gerade deswegen, weil ich mit nicht viel Neuem gerechnet hatte, hat mich dieses Buch überaus positiv überrascht.

Es wird die Geschichte von einem Mädchen erzählt, die schleichend, wie auch im wirklichen Leben sooft, in die Magersucht rutscht. Dies aber keinesfalls nur in Abhängigkeit von ihrer möglichen bevorstehenden Modelkarriere, sondern auch aus der Angst dem Freund nicht genügt zu haben. Dies wurde in der ersten Rezension zu diesem Buch völlig falsch bewertet. Auch finde ich es sehr gut, dass die Autorin sich in ihrem Buch nicht nur auf das eintönige Schildern ganz nach dem Motto "heute esse ich nichts und habe sonst kein Leben" verfasst hat, sondern zeigt, dass auch Magersüchtige durchaus noch ein Leben haben. Sei es, dass sie sich in Schule oder andere Arbeit stürzen. Desweiteren lernt man beim Lesen auch einiges über Literatur, erhält Interpretationsansätze, was natürlich auch nur positiv aufgenommen werden kann, wenn man sich ein bisschen für dieses Thema interessiert, so wie ich es tue. Man kann sich sehr gut in die junge Morgan hineinversetzen und bekommt einen Einblick wie und durch was das Denken durch das Essen beeinflusst wird und welche äußeren Faktoren der Essstörung zusätzlich einen Nährboden bieten.
So auch die Modewelt, die allerdings nicht im Fokus und als "Böse" dasteht, da die Kunden der Agentur Morgan schließlich zu dünn finden.
Auch wurde bereits in der oben genannten Rezension beklagt, man könne Bulimie und Magersucht nicht "vermischen",was ich durchaus als möglich betrachte. Morgan kann irgendwann anscheinend gar nicht mehr anders als sich zu übergeben, da die Mutter sie dazu zwingt zu essen. Aus Protest. Man kann die wachsende Wut und Unverständnis beider Parteien, also Mutter und Tochter, gleichermaßen nachvollziehen. Die Mutter kann irgendwann nicht mehr, da die Tochter sich kaputt macht,und somit auch das ihre Leben. Anzufügen ist auch, dass das Buch nie eintönig wird, denn man wird immer auch wieder in den Literaturkurs Morgans, ihr Liebesleben, was sie auch ein Stück weit von ihrer Krankheit ablenkt, zurück geführt.
Die Krankheit baut sich in Stufen auf, das heißt zuerst der Appetitverlust durch das Verlassen des Freundes, dann die Modelkarriere, die den Wille dünn zu sein zusätzlich anspornt,und schließlich die Magersucht,die in einer Ohnmacht endet. Eine Therapie und Rückfälle zählen, wie bei allen "Suchtproblemen", in diesem Falle zum Alltag.

Ob die "Lehrstunden" über die Literatur gelungen sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich dafür selbst noch nicht genug darüber weiß. Allerdings sollte man beachten, dass die Geschichte aus der Sicht eines jungen Mädchens erzählt wird, daher empfinde ich die Ansätze durchaus als angemessen,da es sonst in Anbetracht des Alters von Morgan im Buch, unrealistisch wirken würde. Diese ist ja selbst noch im Lern-Prozess, an dem der Leser teilhaben kann, sofern er sich darauf einzulassen vermag. Demzufolge könnte ich mich leider auch vorstellen, dass einige Leser die Stellen, in der die Literatur im Fokus steht,
überblättern. Entweder aus fehlendem Interesse,oder Verständnis, was eigentlich sehr schade ist.

Mein einziger Kritikpunkt bildet die Häufung von Todesfällen und Krankheiten gen Ende. Die Lehrerin begeht Selbstmord, die Freundin stirbt an Krebs, der Nachbar verstirbt und die Hausmeisterin wird krank. Dazu kommen schließlich das Koma der Mutter und das Ende von Morgans Beziehung mit Raphael. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob diese "Dramatik" bewusst als Stilmittel gewählt wurde, um das allmähliche "Zusammenbrechen" ihres Lebens zu verdeutlichen bzw. zu verstärken.
Auch wird offen gelassen, ob die Mutter wieder erwacht und Morgan "ihre Schneekugel durchbrechen kann", welche sie erst am Ende bemerkt. Durch die Reflexion der Vergangenheit entsteht also ein Lernprozess,weshalb der in der anderen Rezension kritisierte Rückblick für das Buch und die Gesamthandlung also sehr wichtig ist.

Alles in allem ein stilistisch toll geschriebenes Buch, dass man kaum aus der Hand legen möchte. Man könnte den alltäglichen Kampf zwischen Leistungsdruck, Familie und dem Wunsch "leicht" zu sein nicht besser verständlich machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hello Paris 6. Dezember 2011
Von Rose J.
Ich lese gerne. Ein Buch beurteile ich nach dem mir zusagenden Schreibstil und nach dem Grad, wie gefangen ich von dem Lesestoff bin. Ich bin Laie, wenn es um die Beurteilung nach eingehaltenem Stil, stimmige Thematik und Folgerichtigkeit der erzählten Geschichte geht.
Ich habe meine Lieblingsbücher, die ich auch gerne mehrmals lese.
So ein Lieblingsbuch könnte auch 'Hello Paris' werden. Obwohl ich selbst mit Magersucht keinerlei Erfahrung habe,
ist die Beschreibung nachvollziehbar, auch wenn nicht in allen Einzelheiten beschrieben. Das ist hier auch nicht
gefordert, da es kein Sachbuch über diese Krankheit ist.
Hello Paris ist nicht nur ein Buch für Junge Leute, ich selbst habe es nicht aus der Hand legen können. Es ist in einem Stil geschrieben, der einzigartig eindrucksvoll in die Gedanken und Gefühle einer 15jährigen hineinhorcht und doch auch eigene Erinnerungen zum Klingen bringt, egal wie alt man ist. Die Einbettung der Geschichte zwischen Kunst und Literatur ist gekonnt und kommt wie selbstverständlich rüber.
Ein Buch das sehr zu empfehlen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Fünfzehn Jahre alt ist Morgan, als sie sich in zum ersten Mal richtig verliebt und von ihrem Prinzen in die Pariser Hight Society eingeführt wird. Aber damit beginnt der Roman von Catharina Geiselhart nicht. Morgan begegnet der Leser zum ersten Mal Ende Februar 2010, als sie am Bett ihrer kranken Mutter an glückliche und schreckliche Zeiten zurückdenkt. Aber auf die Jahreszahlen sollte man ohnehin nicht speziell achten, da Vor- und Rückblenden nicht das einzige Stilmittel sind, mit dem die Autorin noch Mühe bekundet. Aber befassen wir uns zuerst mit dem Inhalt.

In ihrem Debutroman erzählt Catarina Geiselhart die Erlebnisse einer jungen Frau, die bei Ihrem Wunsch, ein bekanntes Model zu werden, von ihrer Mutter unterstützt wird und es schliesslich sogar zum Model für Chanel schafft. Das wäre nicht weiter aufregend, wenn sich Morgan normal ernähren würde. Tut sie aber nicht. Um die geforderten Idealmasse zu erfüllen und ihre Selbstzweifel loszuwerden, wird Morgan magersüchtig. Dazu schreibt Catharina Geiselhart: ' Beim Thema Magersucht schreibe ich aus eigener Erfahrung. Ich glaube, dass der in der Modewelt anhaltende Magerwahn mitunter für den Ausbruch meiner Krankheit verantwortlich war.'

Als die Autorin in einem Interview gefragt wurde, welche Botschaft ihr am Herzen liege, antwortete sie: 'Da ich, wie Morgan auch, nur mit kompetenter Hilfe und starkem Willen aus dieser Krankheit herausgefunden habe, kann ich nur davor warnen. Magersucht ist tatsächlich eine Sucht und man kommt bestimmt genau so schwer davon los wie von Alkohol oder Drogen.' Obwohl ich natürlich keinen didaktischen Roman oder verkappten Therapiebericht lesen möchte, hat mich Geiselharts literarischer Umgang mit diesem Thema nicht ganz überzeugt. Kommt hinzu, dass mir die Beschreibungen von Morgans Krankheit zu undifferenziert sind. Zumal ich aus einer Partnerschaft während meiner Italienjahre weiss, wie wichtig eine genaue Bestandesaufnahme ist. Magersucht und Bulimie ist zum Beispiel nicht das gleiche. Und die gängige Vorstellung vom freien Willen hilft wenig. Aber damit bin ich auch schon bei Punkt, wieso ich mich nicht für die Maximalbewertung entscheiden konnte.

Durchwegs gelungene Debutromane sind nicht die Regel. Und auch in Catharina Geiselharts Erstlingswerk finden sich Fehler, die sich mit einem aufmerksamen Lektor vermeiden liessen. Vielleicht hat sie ihre Liebe zum geschriebenen Wort und ihr Literaturstudium dazu verführt, Stilelemente einzubauen, die sie noch nicht beherrscht. Und bei der Frage, welchen thematischen Schwerpunkt sie setzen soll, hat sie die richtige Antwort offenbar nicht gefunden. Vielleicht habe ich mich deshalb am Schluss gefragt, ob ich nun eine Autobiografie, einen Liebesroman, eine Familiengeschichte oder eine Berichterstattung über Magersucht, ihre Gefahr und Heilung gelesen habe.

Mein Fazit: Diese Geschichte einer jungen Frau, deren Traum vom gefeierten Model nicht in Erfüllung ging, bewegt vor allem durch die autobiografischen Bezüge zur Autorin. Aber so wirklich konnte er mich deshalb nicht begeistern, weil sich die literarischen Ansprüche von Catarina Geiselhart und ihr Anliegen, eine Botschaft zu vermitteln zu oft in die Quere kommen. Oder konstruiert wirken.
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