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Helle Barden: Ein Roman von der bizarren Scheibenwelt
 
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Helle Barden: Ein Roman von der bizarren Scheibenwelt [Taschenbuch]

Terry Pratchett , Andreas Brandhorst
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In Ankh-Morpork, der größten Stadt der Scheibenwelt, wird der Assassinengilde das Gfähr gestohlen, eine Waffe mit noch unbekannter Wirkung. Ausgerechnet die Stadtwache, berüchtigt für ihren Hang zum Chaos, soll eine Reihe Morde aufklären, die mit dem Gfähr begangen wurden ...

Klappentext

"Wie Jonathan Swift dient Pratchett seine andere Welt dazu, der unseren einen Vexierspiegel vorzuhalten, und wie Swift ist Pratchett ein absoluter Ausnahmesatiriker."
The Times

"Terry Pratchett sollte für den Booker Preis nominiert werden."
Sunday Telegraph

"Pratchetts Romane sind ein niemals versiegender Quell der Heiterkeit in der modernen Literatur!"
Mail on Sunday -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Terry Pratchett, geboren 1948, fand im zarten Alter von 13 Jahren den ersten Käufer für eine seiner Geschichten. Heute zählt der kleine Mann mit dem großen schwarzen Schlapphut zu den erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und ist einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt. Seit 1983 schreibt er Scheibenwelt-Romane. Inzwischen widmet er sich ganz seiner Schöpfung, und seine Gemeinde wird täglich größer. Dabei ist er zweifellos der Autor mit dem skurrilsten ehemaligen Beruf: Er war jahrelang Pressesprecher für fünf Atomkraftwerke beim Central Electricity Generating Board. Nach eigener Auskunft hat er nur deshalb noch kein Buch darüber geschrieben, weil es ihm ja doch keiner glauben würde. Seinen Sinn für Realsatire hat der schrille Job jedenfalls geschärft. Von seinen Scheibenwelt-Romanen wurden weltweit rund 50 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 34 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur wurde ihm sogar die Ritterwürde verliehen. Umgeben von den modernsten Computern (und so durch ein Stück Schnur mit dem Rest der Welt verbunden) lebt Terry Pratchett mit seiner Frau Lyn in der englischen Grafschaft Wiltshire.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Korporal Karotte von der Stadtwache in Ankh-Morpork (Nachtschicht) nahm im Nachthemd Platz, griff nach dem Stift, kaute einige Sekunden lang darauf und schrieb dann:"Liebe Muther und lieber Fater,hoite habe ich eine große Überraschung denn man hat mich zum Korporal befördert!! Dadurch bekommige ich Fünf Ankh-Morpork-Dollar mehr im Mohnat und auch noch zwei Streifen zusätzlich. Und außerdem eine neue Dienstmarke aus Kupfer! Ich habe jetzt Große Ferantwortung!! Es liegt daran das wir neue Rekruten haben weil der Patrizier - ich habe euch ja schon geruhet mitzuteilen das er der Herrscher dieser Stadt ist - die Ansicht vertritt unsere Wache müsste die ettnische Schtruktur der Stadt widerschpiegeln..."Karotte zögerte, blickte aus dem kleinen, staubigen Schlafzimmerfenster und beobachtete, wie das letzte Licht des Tages über den Fluss kroch. Dann wandte er sich wieder dem Brief zu."... was ich nicht ganz verstehe aber ich glaube, es hat was mit der kosmetischen Fabrik des Zwerges Schnapptopf Donnerstoß zu tun. Und Hauptmann Mumm fon dem ich euch oft geschrieben, habe verlässt die Wache um zu heiraten und zu einem feinen Herrn zu werden. Ja und bestimmt wünschen wir ihm alles Gute immerhin hat er mich das gelehrt was ich weiß abgesehen von den Dingen die ich mir selbst beigebracht habe. Wir legen alle zusammen damit, er ein Überraschungsgeschenk bekommigt vielleicht eine der noien Uhren die auch ohne einen kleinen Dämon in ihrem Innern funkzionieren.Und in die Rückseite könnten wir eingravieren: >Eine Uhr von deinen alten Froinden in der Wache - damitte du nie vergisst was die Stunde geschlagen hat.< Das ist ein lustiges Wortspiel, vielleicht wegen der Heirat und so ich weiß es nicht genau. Auch wissen wir nicht wer der noie Hauptmann wird, Feldwebel Colon will den Abschied nehmen wenn er's sein muss. Und Korporal Nobbs..."Erneut blickte Karotte aus dem Fenster. Falten bildeten sich auf seiner großen, ehrlichen Stirn, als er nach geeigneten Worten suchte, um etwas Positives über Nobbs zu sagen."... ist besser in seiner gegenwärtigen das heißt derzeitigen Pohsition aufgehoben und ich bin noch nicht lange genug bei der Wache. Ich schätze uns bleibet nichts anderes übrig als abzuwarten."Es begann, wie so viele Dinge, mit einem Todesfall. Und mit einer Bestattung an einem Frühlingsmorgen. Dunstschwaden strichen über den Boden, so dick, dass sie den Sarg verschluckten.Eine kleine graue Promenadenmischung hockte auf einem nahen Erdhügel und sah gleichgültig zu. Sie war Wirt und Transportmittel für so viele Erreger von Hundekrankheiten, dass sie in einen Kokon aus Staub gehüllt zu sein schien.Die älteren Frauen weinten. Edward d'Eath hingegen vergoss keine einzige Träne, und zwar aus drei Gründen: Erstens war er der älteste Sohn, der siebenunddreißigste Lord d'Eath, und für einen d'Eath gehörte es sich nicht, in aller Öffentlichkeit zu weinen. Zweitens hatte er gerade die Ausbildung zum Assassinen abgeschlossen - sein Diplom war noch so neu, dass es leise knisterte -, und Assassinen weinten nicht bei Todesfällen; andernfalls müssten sie dauernd schluchzen. Und drittens war er von Ärger erfüllt. Mehr noch. In ihm brannte das Feuer des Zorns.Sein Zorn galt verschiedenen Dingen: dem Umstand, dass er sich Geld für dieses billige Begräbnis leihen musste; dem Wetter; dem gewöhnlichen Friedhof; dem ständigen Hintergrundgeräusch der Stadt, das sich nicht einmal bei dieser Gelegenheit veränderte. Und der Geschichte. Sie sollte nicht auf diese Weise beschaffen sein.Sie hatte nie auf diese Weise beschaffen sein sollen.Edward blickte über den Fluss und beobachtete die düstere Silhouette des Palastes. Dabei verwandelte sich der Zorn in eine scharfe Linse.Man hatte Edward zur Assassinengilde geschickt, weil sie die beste Schule für Leute war, deren soziale Stellung höher war als ihre Intelligenz. Als Narr hätte er vermutlich die Satire erfunden und gefährliche Witze über den Patrizier erzählt. Als Dieb* wäre er vielleicht in den Palast eingedrungen, um dem Patrizier etwas Wertvolles zu stehlen.Doch er war bei den Assassinen in die Lehre gegangen.An jenem Nachmittag verkaufte er den Rest des einstigen Familienbesitzes und kehrte zur Gilde zurück, um dort am Kursus für Fortgeschrittene teilzunehmen.Er bestand ihn mit Auszeichnung - das geschah zum ersten Mal in der Gildengeschichte. Seine Lehrer beschrieben ihn als jemanden, vor dem man sich besser in Acht nahm. Darüber hinaus hielten sie es für angemessen, einen sicheren Abstand zu wahren - in Edwards Nähe fühlten sich selbst Assassinen unbehaglich.Auf dem Friedhof füllte ein einsamer Totengräber das Loch, in dem der verstorbene d'Eath ruhte.Nach einer Weile wurde er sich seltsamer Gedanken in seinem Kopf bewusst. Sie lauteten etwa so:Hast du vielleicht einen Knochen? Oh, entschuldige, wie taktlos von mir. Du hast Schinkenbrote in deinem Dingsbums, in deinem Mampfkasten. Eins davon könntest du eigentlich dem netten kleinen Hund da drüben geben.Der Mann stützte sich auf die Schaufel und drehte den Kopf.Für einen Gentleman war es natürlich völlig ausgeschlossen, sich zum Dieb ausbilden zu lassen.Die graue Promenadenmischung bedachte ihn mit einem durchdringenden Blick. "Wuff?", bellte sie.Edward d'Eath brauchte fünf Monate, um das zu finden, wonach er suchte. Das Problem war, dass er nicht genau wusste, wonach er Ausschau halten sollte. Nur eins war ihm klar: Er würde das Gesuchte sofort erkennen, wenn er es sah. Edward glaubte fest an das Schicksal. Das ist bei Leuten wie ihm oft der Fall.Die Gildenbibliothek zählt zu den größten in der ganzen Stadt. Was bestimmte Themen anging, gab es keine größere - sie betrafen vor allem die bedauerliche Kürze des menschlichen Lebens sowie diverse Mittel, es noch kürzer zu gestalten.In jener Bibliothek verbrachte Edward viel Zeit, meistens ganz oben auf einer Leiter, umgeben von Staub.Er las alle bekannten Werke über Waffen. Auch in diesem Fall wusste er nicht genau, wonach er suchte. Er fand es
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