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Vorspann:
Die Legende von Bethmoora - den Söhnen der Erde - besagt, daß einst Menschen, Tiere und Zauberwesen alle in Frieden zusammen lebten. Doch der Mensch war mit einem Loch im Herzen geschaffen worden, sodaß kein Besitz, keine Macht und kein Wissen es je hätten füllen können. So beschlossen sie die ganze Welt zu beherrschen. Zahlreiche mysthische Wesen fielen im Kampf gegen die Menschen. Der Elfenkönig Balor betrachtete das Gemetzel mit Abscheu. Eines Tages schlug der oberste Kobold-Schmied vor, eine goldene mechanische Armee zu bauen ... 70 mal 70 Soldaten, die keinen Schmerz, keinen Hunger und kein Erbarmen kannten. Des Königs Sohn, Prinz Nuada Silberlanze, überredete seinen Vater diesen Bau zu genehmigen. Als die Menschen das nächste Mal gegen sie in den Krieg zogen, wurden deren Söldner von der Armee überrannt und vollständig vernichtet. Als König Balor sah, was er angerichtet hatte, wurde sein Herz schwer vor Reue und er beschloss den Frieden auszurufen. Die Menschen sollten fortan in den Städten bleiben und den Zauberwesen sollten die Wälder gehören. Seine goldene Krone - welche ihm, wie auch anderen königlichen Geblüts - es ermöglichte die Kontrolle über die mechanische Armee zu besitzen, teilte Balor in drei Teile. Eine gab er den Menschen, eine behielt er für sich und die letzte gab er seiner Tochter Prinzessin Nuala. Denn sein Sohn Nuada glaubte den Versprechen der Menschen nicht und ging freiwillig ins Exil. Doch zuvor schwor er wiederzukommen, wenn das Elfenvolk ihn brauchen sollte. Die goldene Armee aber, wurde tief unter der Erde versteckt und dort wartet sie darauf wieder aktiviert zu werden ... bis zum heutigen Tag!
Die goldene Armee - den zweiten Hellboy-Film habe ich mir ohne Vorkenntnisse des ersten Teils angeschaut. Es gab keinerlei Verständnisprobleme und doch empfehle ich es sich den Vorgänger ebenfalls anzuschauen. V.a. deswegen, da es offenbar eine Trilogie werden soll.
War Hellboy I noch recht düster und für Zuschauer gedacht, die auf Okkultismus stehen, so ist Hellboy II um einiges actionreicher, knalliger und auch bunter gehalten. Fantasyfans dürften begeistert sein. Trotzdem gibt es auch hier noch ausreichend "Finsternis". Die Elfen, zum Beispiel, sind eine etwas gruseligere Version des üblichen Standard-Aussehens. Und wer dachte, Feen seien kleine harmlose niedliche Wesen, der wird hier eines Besseren belehrt.
Natürlich gibt es auch viele weitere Monströsitäten zu bewundern. Ein Highlight der künsterlischen Seite des Films dürfte der Trollmarkt darstellen. So eine grosse Ansammlung von Fantasy-Figuren in allen Grössen und Formen habe ich noch nicht gesehen.
Ein weiteres Highlight ist der sog. Elementair, ein Waldgott, der ein wenig an den Shishigami aus dem Anime "Prinzessin Mononoke" erinnert.
Und wo ich schon beim Waldgott bin ... es ist ein wenig schwer, in diesem Film Gut und Böse eindeutig zu unterscheiden. Denn irgendwie kann man das Anliegen von Prinz Nuada nachvollziehen und doch verachtet man seine Methoden. Ein Film, der trotz all der knalligen Action, auch ein wenig zum Nachdenken anregt.
Doch natürlich ist der Film nicht trostlos. Dafür sorgt einerseites der trockene bzw. schwarze Humor ( Stichwort: Troll"baby" ).
Andererseits gibt es auch - wie schon oben erwähnt - viele Actionszenen. Besonders die Zweikämpfe lassen sich sehen. Nuadas Kampfstil erinnert fast an einen Schwerttanz, wie man es von einem Elfen auch erwarten kann - graziös, schnell und kraftvoll! Nein, Red hat es wahrlich nicht leicht mit ihm.
Selbstverständlich ist auch unser vollständiges Helden-Trio wieder mit dabei: Das Kraftpaket Hellboy Red und seine feurige - im wahrsten Sinne des Wortes - Braut Liz, sowie der Fischmensch Abe. Ein eingespieltes Team der geheimen staatlichen Behörde für paranormale Fälle ... welches auch schön regelmässig alles in Schutt ( Red ) und Asche ( Liz ) legt - wobei "Fischstäbchen" lieber das kühle Nass bevorzugt und sich zurückhaltend verhält. Neu mit dabei ist der deutsche Vorgesetzte ... ähm "Gas-Mann" Johann Kraus, der ständig auf dem genervten Red rumhacken muss!
Ausserdem liefert der Film eine wichtige Information über Red ( bzw. sein Alter Ego "Anung Un Rama" ), was das Anschauen des nächsten Teils unumgänglich macht!
FAZIT:
Wer
Hellboy angeschaut hat, ist der zweite Teil sowieso Pflicht. Ansonsten ist "Die goldene Armee" für alle älteren Fantasyfans geeignet, die es actionreich und gruselig-bunt mögen.
PS:
Wem der Film gefallen hat, der könnte auch
Pans Labyrinth,
Brothers Grimm oder auch
Das fünfte Element mögen.