Als jemand, der bisher die Comics nicht kannte und den Film liebte, bin ich etwas enttäuscht und das aus zwei Gründen. Der erste ist der Zeichenstil von Mike Mignola, dieser ist doch etwas sehr spartanisch geraten. Zweitens sind es die Geschichten. Teilweise wecken sie ein Lächeln auf den Lippen des Lesers und der besondere Humor Hellboys beziehungsweise der Reihe hat schon etwas. Aber teilweise sind die Geschichten inhaltlich etwas dürftig, was auch an der jeweiligen Kürze liegen mag. Aber die Geschichten um Hellboy selber sind für den Fan interessant und die letzte Geschichte ist auch insgesamt gut.
An sich positiv ist zu vermerken, dass es nicht einfach nur um Hellboys Entwicklung und Bestimmung geht, sondern auch unterschiedliche literarische Ideen einfließen. Als Beispiel sei dafür die asiatische Geistergeschichte genannt. Aber gerade die Geschichten sind nur bedingt empfehlenswert. Dafür muss niemand Hellboy kaufen. Hellboy ist am interessantesten, wenn es um Hellboy geht.
Ein großer Fan der Hellboy-Comics wurde der Rezensent durch Band 5 also nicht, daran können auch die gute Aufmachung und die Extras nichts ändern. Die Mischung macht es besser und manche Geschichten sind ja auch einfallsreich. Ich denke, Fans der Reihe sind vom fünften Band nicht enttäuscht. Wer aber detaillierte Zeichnungen sucht oder ausgefeilte Handlungen, braucht ihn nicht. Wem die Figur Hellboy im Film gefallen hat, mag enttäuscht sein, weil die humorvolle Idee dahinter nicht einen ganzen Comic-Band trägt, jedenfalls nicht in dieser Form.