Österreich 1939, die Burg Hunte. Unter der Führung eines geheimnisvollen Maskierten stürmt eine amerikanische Spezialeinheit das Gemäuer und platzt mitten in ein geheimes Naziprojekt, welches den ersten Menschen ins All schießen wird. Es kommt zu einem Massaker und alle Beteiligten kommen scheinbar ums Leben. 61 Jahre später, das Jahr 2000. Die B.U.A.P.(Behörde zur Abwehr paranormaler Erscheinungen) beauftragt Hellboy und seinen Freund Roger den Hommunkulus die scheinbare Rückkehr des ins All geschossenen Objekts zu untersuchen. Hellboy selbst wird dabei mit einer weniger freundlichen Seite der Behörde konfrontriert und ahnt noch nicht, dass ein Kapitel in seinem Leben nach den Erlebnissen auf Burg Hunte abschließen wird.
Mit "Siegerwurm" bringt Mike Mignola einen Großteil der offiziell ab "Der Teufel erwacht" und anderen Kurzgeschichten gestarteten Handlungsstränge zu einem würdigen Abschluss und zieht bei Hellboys letzten Job für die Behörde noch einmal alle Register. Er trifft viele alte Bekannte und wird einige Federn lassen müssen, doch dem erfahrenen Leser ist selbstverständlich bewusst, dass solche Kleinigkeiten wie beispielsweise ein sadistischer Cyborggorilla nicht aufhalten können. Vor allem die Action treibt diese Geschichte an, passiert doch am laufenden Band etwas und trotzdem kommen die Charaktere(darunter eine neue eingeführte Figur, deren Name nicht verraten wird) nicht zu kurz. Selbst die Bösewichte kriegen die Gelegenheit ihre Sicht der Welt prägnant darzulegen. Eine schöne Geschichte, gewürzt mit den für Hellboy typischen Sarkasmus und gespickt mit allerlei schrägen Einfällen.
Dem Band selbst liegt noch ein extra für ihn angefertigter Epiolog, ein Vorwort von Regisseur Guillermo del Torro(Regisseur des Hellboyfilms), neue Hellboyzeichnungen von anderen Künstlern aus der Comicszene und eine detaillierte Zeitleiste bis zum Jahr 2004, vor. Vor allem letzteres erweist sich als wahrer Segen, werden hier doch nicht nur Hellboys Abenteuer sondern auch die seiner Kollegen von der Behörde chronologisch geordnet aufgezählt und runden diesen Band im gewohnt guten Cross Cult-Format zu einem reifen Ganzen ab.