Hallo Filmfreunde!
Eines vorne weg: der zweite Teil der Hellboy-Saga "Die goldene Armee" kommt deutlich eher im Gewande eines Märchens daher, als es die Comics, der erste Film, die beiden "Animated"-Teile oder die Hörspiel-Version - in meinen Augen alle wirklich toll - vermuten ließen!
Wir treffen auf Zahnfeen in kleiner, nahezu putziger Gestalt, auf Kobolde, ein Prinz/Prinzessin Geschwisterpaar einer versteckten oder besser gesagt verborgenen Welt, Waldgeister (einer der schönsten und gleichzeitig traurigsten Momente des Filmes, der die Zerrissenheit des Protagonisten zeigt!!!), sowie auf alte Bekannte aus Teil 1, wie Liz, Abe, Professor Bloom, etc.
Die "Reise" in die Märchenwelt wird vom Regisseur schon in der Anfangssequenz angedeutet, als Bloom dem etwa 10jährigen Hellboy vor dem Schlafengehen eine Geschichte erzählen soll, nämlich eben die Geschichte der goldenen Armee, ihrer Erschaffung und anschließenden "Verbannung". Untermalt wird das Ganze von wunderschönen animierten Bildern, die an Stop-Motion Technologie erinnern und den märchenhaften Charakter des Films toll unterstreichen!
Natürlich vergessen Mignola und del Toro im Laufe des Filmes weder ihre noch Hellboy's Wurzeln, so dass ein Märchen entsteht, in dem einige Autos und Einrichtungen zerstört und heftigst geflucht wird (natürlich vom "Roten"!).
Es werden auch komplett neue zwischen"menschliche" Bande geknüpft, die den wahrlich hervorragenden Figuren der Geschichte noch mehr Tiefe verleihen. Dabei ist der "Böse" GEFÜHLT niemals so böse, der Held niemals strahlend...
Heimliches Highlight ist vielleicht die kleine "Gesangseinlage" von Abe und "Red", die sich, von Liebeskummer geplagt, das ein oder andere Six-Pack genehmigt haben (und die ganze B.U.A.P. beschallen), was sich auch auf die direkt folgenden Ereignisse auswirken soll...! Humor vom Feinsten!!!
Fazit: man staunt ob der Bilder, der Spielfreude ALLER Akteure (inkl. Luke Goss, den "Älteren" als einer der Zwillinge der 80er Pop-Sensation "Bros." vielleicht noch im Gedächtnis, in seiner ersten größeren Rolle; HUT AB!), der witzigen und skurrilen Ideen.
Der einzige (klitzekleine!) Kritikpunkt wäre vielleicht, dass sich manches Bild in anderen Filmen des Regisseurs wiederfinden lässt... Vielleicht wäre es sogar ein toller Einfall gewesen, eine der Figuren aus "Pans Labyrinth" auf dem Markt der Kobolde auftauchen zu lassen! :-)
Tolle Geschichte in beeindruckenden Bildern erzählt! Viel mehr geht nicht, bzw. wäre "ZU VIEL"!
Absolute Empfehlung für Freunde des Genres und solche, die es werden wollen!