Hellblazer - Bis die Hölle gefriert
Nicht zuletzt der Film mit Keanu Reeves macht die Figur John Constantine bekannt. 2007 brachte Panini die Serie wieder nach Deutschland, nachdem Schreiber & Leser 2005 deren letzten Band veröffentlicht hatte. Doch auch die Schreiber & Leser Ausgaben sind sehr lesenswert.
Constantine ist ein Magier aus der Arbeiterklasse Englands. Er läuft in einem zerknitterten alten Trenchcoat herum, raucht Kette und ist nie um eine sarkastische Bemerkung verlegen. Sein Geschäft: Bekämpfung von Hölle, Dämonen und anderen fiesen übernatürlichen Gestalten.
Schreiber & Leser bringt hier die Nummern 157-161 zum hochgelobten Run von Eisner-Preisträger Brian Azzarello (100 Bullets), der der Serie seinen eigenen Stempel aufdrückte. Gezeichnet hat Marcelo Frusin, der vielen von dem Vertigo-Western 'Loveless' bekannt ist. Der Oneshot '...und begraben' wurde von Steve Dillon (Preacher) gezeichnet.
Zur Handlung:
In 'Bis die Hölle gefriert' verschlägt es John Constantine während eines Schneesturms in eine Kneipe, wo sich diverse Dorfbewohner in Sicherheit gebracht haben. Als festgestellt wird, daß auf dem Parkplatz ein Mann mit einem riesigen Eiszapfen im Herz gefunden wird, fällt der Mordverdacht auf Constantine. Oder hat der mysteriöse Eismann den Mann umgebracht, der das Dorf bereits in der Vergangenheit besucht haben soll?
Auch in dem Oneshot '...und begraben' spielt in einer Kneipe, in Constantine einen alten Bekannten trifft. Aber die Herren am Nachbartisch werden von ihrer eigenen, mörderischen Vergangenheit eingeholt.
Fazit:
Brian Azzarello legt hier wieder eine Story vor, für die man keine Vorkenntnisse haben muß. Ähnlichkeiten zu diversen Krimis, bei denen klar ist, daß einer im Raum ein Mörder ist, sind nicht zufällig. Dabei hält Azzarello den Anteil an übernatürlichen Elementen wieder sehr klein, und benutzt weniger Constantines Magie als Motor seiner Geschichte, sondern seine Persönlichkeit. Zynismus, Verschlagenheit und und Bösartigkeit ' so will man Hellblazer sehen. Dazu noch Frusins Zeichnungen, bei denen besonders Constantines Blick und sein Grinsen hervor sticht, und fertig ist ein sehr unterhaltsamer Band. Lediglich der Oneshot war nur mäßig unterhaltsam.