Aus der Amazon.de-Redaktion
Mord an einer Reporterin -- klar, dass sich die Berufskollegen auf diese Sache stürzen und auch der Polizei beweisen wollen, dass sie die besseren Ermittler sind. Und so laufen die Fahndungen auch erst in eine falsche Richtung; ein Mann, der durch ihre ambitionierte Recherche ins Gefängnis wanderte, hatte ihr mit Rache gedroht -- und er ist jetzt wieder auf freiem Fuß. Doch Kostas Charitos, Chef der Mordkommission, glaubt nicht an seine Schuld. Und so wühlt er sich immer tiefer in den Schlamm hinein, in dem plötzlich eine Menge prominenter Namen zum Vorschein kommen.
Um es gleich vorweg zu sagen: ich habe schon bessere Krimis gelesen. Aber auch bei weitem schlechtere. Kostas Charitos ist der Ermittler, den man sich wohl wird merken müssen -- denn dieser Krimi wird bestimmt nicht der letzte sein. Nach Venedig und Florenz ist nun Athen der Schauplatz -- und auch Charitos hat Familie, die unter seinem Dienst zu leiden hat, und einen Vorgesetzten, den er für unfähig hält. Zumindest zu Beginn -- denn, und das ist der große Pluspunkt in diesem Krimi -- die eindeutige Zuordnung gut/böse funktioniert hier nicht, es gibt keine eindeutige Identifikationsfigur, jeder hat auch sehr unangenehme Eigenschaften.
Der Plot selbst hätte vielleicht noch etwas gestrafft werden können; aber alles in allem war die Schilderung des Kinder- und Organschmuggels spannend und plausibel erzählt. Als störend empfand ich auch die überaus genaue Schilderung der Fahrwege -- leider kenne ich mich in Athen nicht aus, somit hilft mir auch die genaue Fahrtroute mit Angabe sämtlicher Straßennamen und deren Verstopfungsgrad herzlich wenig. Auf alle Fälle nette Unterhaltung -- ein Buch, das man getrost in den Griechenlandurlaub mitnehmen kann! --Daniela Ecker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Der Verlag hat "aus trüben Gewässern einen Goldfisch geangelt", meint Hans W. Korfmann, der ganz begeistert ist von dem cholerischen Ekelpaket Kommissar Charitos. Zwar könne es ein Weilchen dauern, bis man sich der Leser mit ihm anfreunde, und auch die Themen in diesem Roman wirken auf den ersten Blick eher effekthascherisch und wie eine Zusammenstellung aus "Überschriften der Boulevardzeitungen", so der Rezensent. Er lobt allerdings, dass Markaris - obwohl er beiläufig etliche Missstände in Griechenland anspricht - nie moralisierend den Zeigefinger hebt. Dazu wäre Charitos wohl auch kaum der richtige Mann, denn glaubt man Korfmann, so hat ihn der Autor mit nur allzu menschlichen Schwächen ausgestattet. Dennoch mache er als Kommissar "seinen literarischen Vorgängern keine Schande", und am Ende löst sich viel Kompliziertes denn auch ganz logisch auf. Korfmann hat anscheinend normalerweise nicht viel übrig für griechische Autoren. Hier macht er eine Ausnahme. Markaris` "mediterrane Leichtigkeit", seine "Lust am Fabulieren", so merkt er zufrieden an, sei eher untypisch für griechische Intellektuelle.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Besonders schlecht ist Kostas Charitos auf die Journalisten zu sprechen, und ausgerechnet auf sie muß er sich einlassen, denn Janna Karajorgi, eine Reporterin für 'Hellas Channel', wurde ermordet. Wer hatte Angst vor ihren Enthüllungen? Um diesen Mord ranken sich die wildesten Spekulationen, die Kostas Charitos' Ermittlungen nicht eben einfach machen. Aber es gelingt ihm, er selbst zu bleiben - ein hitziger, unbestechlicher Einzelgänger, ein Nostalgiker im modernen Athen.