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Der Tod seiner Frau und seines Kindes hat den Scotland-Yard-Inspektor Fred Abberline (Johnny Depp) endgültig aus der Bahn geworfen. Nun sucht er Vergessen in Drogen, doch was er im Opium- und Absinth-Rausch findet, sind Visionen von grausigen Verbrechen und düstere Vorahnungen, die ihn zu einem Besessenen werden lassen. Sie sind es auch, die eine Verbindung herstellen zwischen ihm und dem Prostituiertenmörder Jack the Ripper, dessen Taten das Slum-ähnliche Londoner Arbeiterviertel Whitechapel in Aufruhr versetzen. Bei seinen Nachforschungen begegnet Abberline der engelsgleichen irischen Prostituierten Mary Kelly (Heather Graham), die mit allen Opfern des brutalen Serienmörders befreundet war.
Die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen dem Inspektor und dem Straßenmädchen, die in die kaum mehr zu stoppende Maschinerie einer riesigen Verschwörung geraten, wird zum emotionalen Zentrum des Films. Durch Mary Kelly und Fred Abberline, deren Individualität und Idealismus von Heather Graham und Johnny Depp in jedem Moment betont werden, bekommt das Bild, das die Hughes-Brüder in From Hell von dem Beginn unserer modernen Welt entwerfen, eine zutiefst tragische Dimension. Der Drang, mehr als nur ein Teil der Masse zu sein, und der Glaube an eine gerechtere Welt, der die beiden antreibt, besiegelt zugleich ihr Schicksal. So sehr man sich auch wünscht, dass sie nicht untergehen -- man ahnt doch, dass es kaum Hoffnung für sie gibt. Heather Graham und Johnny Depp verleihen ihnen eine beeindruckende Würde, die sie aus der Welt um sie herum hervorhebt und gerade dadurch die Vergeblichkeit ihres Kampfes betont.
"Eines Tages werden die Menschen zurückblicken und sehen, dass ich das 20. Jahrhundert zur Welt gebracht habe." Mit diesem Zitat aus einem der Briefe von Jack the Ripper beginnt der Film. Und alles, was ihm folgt, scheint diese größenwahnsinnige Prophezeiung zu bestätigen. In tiefschwarzen Bildern voller Dreck und Elend erzählt From Hell von schwellendem Antisemitismus und von der beginnenden Medialisierung der Welt durch eine Boulevardpresse, die das Grauen in vermarktbare Sensationen verwandelt. Es fällt nicht schwer, in dem von den Hughes-Brüdern akribisch rekonstruierten London des Jahres 1888 den Keim unserer heutigen Welt zu erkennen. Und was wir in diesem beeindruckenden Thriller über ihre Anfänge erfahren, macht kaum Hoffnung auf ihre Zukunft. Schon lange, vielleicht sogar seit den 70er-Jahren, war kein Hollywood-Film mehr so schonungslos, aber auch so ehrlich in seiner Darstellung unserer Gesellschaft. --Sascha Westphal
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genialer Thriller beleuchtet tiefste Abgründe der Seele,
Von
Rezension bezieht sich auf: From Hell (DVD)
Die meiner Meinung nach beste Umsetzung des Jack-The-Ripper-Themas aller Zeiten!Im ausgehenden 19. Jahrhundert wird der Londoner Scotland-Yard-Inspektor Abberline, gespielt von Johnny Depp, von Visionen heimgesucht. Mit dafür verantwortlich ist der Umstand, dass ihn der Tod seiner Frau zur Flucht in den Opiumrausch trieb. In seinen Drogenträumen sieht er die Opfer zukünftiger Morde - Frauen, in erster Linie Prostituierte, die von einem wahnsinnigen Killer bestialisch ermordet (und anschließend ausgeweidet) werden. Die Suche nach dem Ripper führt ihn unerwarteterweise zu den gehobenen Kreisen Londons, auch scheinen der Geheimdienst seiner Majestät sowie der Geheimbund der Freimaurer irgendwie ihre Finger mit im schmutzigen Spiel zu haben. Ein atmosphärisches Meisterwerk, das man gesehen haben muss! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Horrorfilm und Gesellschaftsstudie,
Rezension bezieht sich auf: From Hell [VHS] (Videokassette)
"From Hell", ja, von da scheint der Film zu kommen. Meiner Meinung nach wurden die düsteren Abgründe Londons, der Zynismus der höheren englischen Gesellschaft und die Menschenverachtung der britischen Monarchie noch nie derart schonungslos offengelegt. Der Film ist Horrorfilm und Gesellschaftsstudie zugleich (um die Authenzität zu unterstreichen, wird sogar der Fall des "Elefantenmenschen" auf geschickte Weise angerissen). In dunklen Bildern schildert der Streifen das Elend auf den Straßen Whitechapels, wo vom Leben gezeichnete Frauen dem horizontalen Gewerbe nachkommen (daß die hübsche Heather Graham da irgendwie nicht reinpassen will, ist der Minuspunkt des Films). Straßengangs und Zuhälter machen ihnen zu schaffen. Doch nicht genug: in den höchsten Kreisen werden die Fäden einer unglaublichen Verschwörung gesponnen, deren Protagonisten so bieder wie böse sind. Jack The Ripper, dargestellt als gutgekleidetes, gesichtsloses Monster mit dunkler, furchteinflößender Stimme, beginnt sein blutiges Handwerk. Sein Auftrag: die Zeuginnen eines politisch höchst brisanten Vorganges müssen eliminiert werden. Johnny Depp (Abberline) und Robbie Coltrane (Godley) brillieren als ungleiches Polizistenduo, das dem Schlitzer auf den Fersen ist. Hilfreich sind dabei die Drogenvisionen des süchtigen Abberline, der hofft, dem Killer dadurch auf die Spur zu kommen. Langsam, aber sicher gelangen sie hinter das Komplott, das im Buckingham Palace ausgeheckt worden ist. Angezettelt wurde die Sache vom Orden der Freimaurer. Als der Ripper entlarvt wird, stellt sich heraus, dass er zwar ein loyaler Diener der Krone ist, inzwischen aber über seine Taten total den Verstand verloren hat. Er betrachtet sich inzwischen selbst als Werkzeug der Geschichte, als "Energie und Bestimmung" und triumphiert: "Eines Tages wird die Menschheit zurückblicken und sagen, daß ich das 20. Jahrhundert eingeleitet habe!" Die Szene, in der Depp den Killer stellt, ist von einzigartiger Intensität und Kraft. Doch alles ist vergebens: am Ende siegt die Staatsräson. Nachdem er seine Aufgabe erfüllt hat, wird der Ripper von den Freimaurern selbst aus dem Verkehr gezogen. Seine Identität gelangt nie an die Öffentlichkeit, die Affäre ist hiermit erledigt. Das britische Königshaus ist bestimmt "not amused" über die Art, wie es hier dargestellt wird. Aber egal. Glaubwürdig ist die Lösung allemal, wenn sie auch bestimmt von vielen angezweifelt wird. Die Leute mögen deswegen keine Verschwörungstheorien, weil sie das Gefühl des Ausgeliefert-Seins nicht ertragen können. Genau dieses Gefühl erzeugt "From Hell". Was zählen Menschenleben, wenn der Staat in Gefahr ist? In einer brillanten Szene fragt der panikerfüllte Mörder-Komplize Netley den Ripper, wo sie sich befänden. Und der Ripper antwortet: "In der Hölle, Netley, wir sind in der Hölle!" Genau da sind wir. Dieser Film zeigt es einmal mehr.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
die wohl coolste aller ripper verfilmungen.,
Von
Rezension bezieht sich auf: From Hell (DVD)
und das liegt unter anderem an der extrem genialen farbgebung des films, wobei sich ein verglich mit argento's suspiria geradezu aufdrängt. beeindruckt hat mich ebenfalls der passende soundtrack und die düster-schmutzige athmosphäre des films.
die darsteller sind perfekt besetzt und die dialoge sitzten. die story wartet zwar mit keinen überraschungen auf und blut sieht man auch so gut wie garnicht, aber das muss in diesem fall auch nicht so sein. denn from hell ist der bis jetzt gelungenste versuch die jack the ripper thematik zu verfilmen und verdient definitiv das prädikat wertvoll. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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